Nur 10 Tage bis zur EntscheidungRheinland-Pfalz-Wahl: CDU und SPD liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Großflächen-Wahlplakate der SPD mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer (links) und der CDU mit Spitzenkandidat Gordon Schnieder (rechts) zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22.03.2026. Die Plakate stehen nebeneinander am Rheinufer an der B42 in Erpel (Landkreis Neuwied).
Der amtierende Ministerpräsident Schweitzer (l.) ist einer Umfrage zufolge beliebter als CDU-Kandidat Schnieder (r.), seine SPD liegt aber knapp hinter der CDU.
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Seit 35 Jahren gewinnt die SPD jede Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Doch diesmal wird es eng. In Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Sozialdemokraten mit der CDU ab. Und die AfD könnte ihr letztes Wahlergebnis mehr als verdoppeln.

Zehn Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liegen CDU und SPD in einer Umfrage weiterhin etwa gleichauf. Die CDU von Spitzenkandidat Gordon Schnieder gewinnt im Vergleich zu einer vorherigen Umfrage aus dem Februar einen Prozentpunkt hinzu und kommt auf 29 Prozent, wie aus der Erhebung des Instituts Infratest dimap für die ARD hervorgeht.

Dicht dahinter folgt die SPD von Ministerpräsident Alexander Schweitzer mit 28 Prozent, die ebenfalls einen Punkt zulegt. Seit 1991 war die SPD in Rheinland-Pfalz bei Landtagswahlen immer stärkste Partei. Bei der letzten Wahl im Jahr 2021 stimmten 35,7 Prozent für die SPD und 27,7 Prozent für die CDU. In der laufenden Legislaturperiode lag die SPD in Umfragen zwischenzeitlich zehn Prozentpunkte hinter der CDU, konnte dann aber aufholen.

Auf den dritten Platz kommt die AfD mit unverändert 19 Prozent. Damit würde die Partei ihr letztes Landtagswahlergebnis mehr als verdoppeln. Die Grünen verlieren im Vergleich zum Februar einen Punkt und kommen auf acht Prozent. 2021 waren die Grünen mit 9,3 Prozent die drittstärkste Kraft. Die Linke wird unverändert bei fünf Prozent gesehen. Sie war bisher nie im Mainzer Landtag vertreten.

Mehrere Umfragen hatten den Freien Wählern zuletzt fünf bis sechs Prozent prognostiziert. Laut der neuen Erhebung kommen sie auf 4,5 Prozent und würden an der Fünfprozenthürde scheitern. Alle übrigen Parteien erreichen zusammen sieben Prozent, darunter sind auch die FDP und das BSW.

Befragt wurden von Montag bis Mittwoch 1534 Wahlberechtigte. Auf die Frage, wen sie direkt zum Ministerpräsidenten wählen würden, nannten 38 Prozent den amtierenden Regierungschef Schweitzer und 21 Prozent Schnieder.

In Rheinland-Pfalz wird am Sonntag kommender Woche ein neuer Landtag gewählt. Derzeit regiert eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP unter Schweitzer.

Verwendete Quellen: uzh/AFP