Der am Boden liegende Bahnmitarbeiter versucht, einen der mutmaßlichen Täter festzuhalten, als ihm ein anderer Pfefferspray ins Gesicht sprüht und immer wieder auf ihn einschlägt. Trotz der Hilfe eines Kollegen können die Angreifer am Busbahnhof Waisenhausplatz fliehen. Die Polizei sucht weiter nach ihnen. Pforzheim ist schockiert.
„Wenn man rein aus Hass so handelt und öffentliche Bedienstete, die ja für uns alle da sind, so behandelt, habe ich kein Verständnis dafür.“
„Es ist schon so ein unwohles Gefühl, was man dabei bekommt. Gerade, weil er eben nur seinen Job macht. „
Auch bei den Bahnmitarbeitern wächst die Angst. Laut einer Umfrage der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft wurde etwa die Hälfte des Personals schon körperlich angegriffen, wie es hier bei Sicherheitstrainings nachgestellt wird. 2⁄3 fühlen sich im Dienst unsicher. Die bundesweite Einführung von Bodycams sei nur ein erster Schritt, sagt der nordrhein-westfälische Verkehrsminister bei einer Sicherheitskonferenz der Gewerkschaft in Essen.
„Ganz entscheidend, finde ich und das versuchen wir in Nordrhein-Westfalen jetzt Schritt für Schritt umzusetzen, dass die Zweierbesetzung von Zügen bei Fahrkartenkontrollen durch Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter, dass die zum Regelfall werden soll.“
Außerdem kündigte der Minister flächendeckende Videoüberwachung in Zügen und Bussen an, dazu zusätzliche Sicherheitsteams, die solche Szenen verhindern sollen. Viele Versprechen, doch offen ist, wer am Ende dafür zahlt“