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Polizisten-Mord bei Kusel: Prozess gegen mutmaßlichen Mörder Andreas S. startet

Yasmin B. (24) und Alexander K. (29) wurden bei Polizeikontrolle erschossen

Zwei Polizisten bei Kusel getötet: Prozess gegen mutmaßlichen Mörder Andreas S. beginnt

Prozess gegen mutmaßlichen Mörder Andreas S. beginnt Zwei Polizisten bei Kusel getötet
01:31 min
Zwei Polizisten bei Kusel getötet
Prozess gegen mutmaßlichen Mörder Andreas S. beginnt

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Sie wollten eine einfache Polizeikontrolle durchführen, wenig später waren sie tot: Der Mord an den beiden Polizisten Yasmin B. (24) und Alexander K. (29) bei Kusel im Januar sorgte deutschlandweit für Entsetzen. Der mutmaßliche Täter Andreas S. soll mit den kaltblütigen Morden versucht haben, seine Jagdwilderei zu verdecken. In der kommenden Woche beginnt nun der Prozess gegen den 39-Jährigen sowie seinen mutmaßlichen Komplizen Florian V.

Kusel: Angeklagter soll die Polizisten Yasmin B. und Alexander K. getötet haben

Am Dienstag soll der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter beginnen. Der 39-Jährige ist vor dem Landgericht Kaiserslautern des Mordes angeklagt. Andreas S. soll Ende Januar die 24 Jahre alte Polizistin Yasmin B. und ihren 29 Jahre alten Kollegen Alexander K. mit mehreren Gewehrschüssen getötet haben, um seine Jagdwilderei zu verdecken.

Die brutale Tat bei Kusel sorgte bundesweit für Entsetzen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte in der Tatnacht mit einem 33 Jahre alten Mann zur Jagdwilderei in der Westpfalz unterwegs war. Die beiden Polizisten, die in einem Zivilfahrzeug Streife fuhren, machte der geparkte Kastenwagen am Rand einer Kreisstraße stutzig, und sie stiegen zur Kontrolle aus.

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Polizisten in Kusel erschossen
Alexander K. und Jasmin B. wurden bei der Polizeikontrolle erschossen.
Collage RTL

Polizist setzte bei Polizeikontrolle Notruf ab: „Die schießen!“

Überraschend, so die Anklagebehörde, habe der 39-Jährige dann einen Schuss aus der Flinte „aus kurzer Entfernung auf den Kopf“ der Polizeianwärterin abgegeben. Die Frau stürzte schwer verletzt und bewusstlos auf die Straße. Danach soll der Angeklagte zunächst mit der Flinte, dann mit einem Jagdgewehr auf den Polizeikommissar geschossen haben. Der 29-Jährige schoss zurück, ohne den Angreifer zu treffen. Er setzte einen Notruf ab und rief „Die schießen!“

Schließlich habe der Angeklagte den Polizisten mit mehreren Schüssen schwer verletzt und am Ende tödlich am Kopf getroffen. Als Andreas S. gemerkt habe, dass die junge Polizistin noch lebt, habe er mit der Flinte einen weiteren Schuss auf den Kopf der jungen Frau abgegeben, hieß es. Die beiden Verdächtigen flohen demnach und wurden am nächsten Tag im nahen Saarland festgenommen.

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16.02.2022, Saarland, Homburg: Polizisten und Polizistinnen stehen an der Kirche Spalier beim Gedenkgottesdienst für eine getötete Polizistin. Nach der Bestattung eines ermordeten Polizisten wird nun auch seine getötete Kollegin beigesetzt. Der 29 Ja
Zahlreiche Polizisten besuchten die Bestattungen der getöteten Polizisten sowie ihres Kollegen.
wst, dpa, Harald Tittel

Prozess nach Polizistenmord bei Kusel: Woher hatte der mutmaßliche Täter seine Waffen?

Dem 39-Jährigen wirft die Staatsanwaltschaft unter anderem zwei Morde vor, „aus Habgier und um eine Straftat zu verdecken“. Florian V. wirft sie unter anderem versuchte Strafvereitelung vor. Er habe beim Verwischen der Spuren geholfen. Zudem werden beide der gemeinschaftlichen nächtlichen Jagdwilderei beschuldigt. Psychiatrische Gutachten ergaben keine Anhaltspunkte für eine eingeschränkte Schuldfähigkeit.

In den Fokus der Ermittlungen geriet schon früh die Vergangenheit des 39-Jährigen. Er war den Behörden unter anderem wegen des Verdachts der Jagdwilderei aufgefallen. Seit April 2020 durfte er Waffen weder besitzen noch kaufen oder leihen, hatten die Behörden mitgeteilt. Auch einen Jagdschein habe Andreas S. nur bis Ende März 2020 besessen.

Den Ermittlungen zufolge könnte die Ehefrau dem Angeklagten geholfen haben. Sie habe die Flinte 2021 gekauft sowie das Gewehr in einem Waffengeschäft im Saarland erworben und die Waffen legal besessen. „Die näheren Umstände, wie der 39-Jährige in den Besitz der Tatwaffen kam, sind Gegenstand eines laufenden Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern gegen die Ehefrau wegen fahrlässiger Tötung und Verstoßes gegen das Waffengesetz“, hieß es. Die mutmaßlichen Tatwaffen waren im Saarland sichergestellt worden. (dpa, jda)