Autorin E. Jean Carroll klagt gegen Ex-Präsident

Peinlicher Fauxpas: Trump verwechselt mutmaßliches Vergewaltigungsopfer mit Ex-Frau

ARCHIV - 15.11.2022, USA, Palm Beach: Der ehemalige Präsident Donald Trump bei einem Pressestatement, an dem er bekannt gibt, dass er zum dritten Mal für das Amt des Präsidenten kandieren möchte. (zu dpa: «US-Medien: Trump hatte noch während Amtszeit
Donald Trump, Ex-US-Präsident der USA, hat sich einen peinlichen Fauxpas geleistet.
AH nic, dpa, Andrew Harnik

Peinliche Fauxpas hat sich Ex-US-Präsident Donald Trump ja eine ganze Reihe geleistet. Jetzt ist ein Neuer dazu gekommen, der ernsthafte Folgen für Trump haben könnte. Bei einem Gerichtsprozess, bei dem er wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung der Schriftstellerin E. Jean Carroll vor Gericht steht, macht Trump eine folgenschwere Aussage. Er verwechselt Carroll in seiner Aussage mit seiner Ex-Frau Marla Maples.

Neues Gesetz ermöglicht Klage

Seit vergangenem Freitag ist klar: Die US-Autorin E. Jean Carroll darf vor einem New Yorker Gericht den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wegen des Vorwurfes der Vergewaltigung verklagen. Die 79-Jährige wirft dem Republikaner vor, er habe sie Mitte der 1990er Jahre in einem New Yorker Kaufhaus vergewaltigt. Trump weist die Anschuldigung zurück.

Bislang hatte Carroll den Ex-Präsidenten nicht wegen des Vergewaltigungsvorwurfes selbst angeklagt, sondern lediglich wegen Verleumdung. Denn die Frist für die Erhebung einer Strafanzeige wegen sexueller Übergriffe in den 1990er Jahren war längst abgelaufen. Ein neues Gesetz im Bundesstaat New York eröffnet Opfern sexudeller Gewalt die Möglichkeit, binnen eines Jahres auch in weiter zurückliegenden Fällen auf dem Zivilrechtsweg zu klagen. Diesen Weg geht E. Jean Carroll.

Trump: "Das ist Marla, ja. Das ist meine Frau."

ARCHIV - 04.03.2022, USA, New York: E. Jean Carroll, Autorin aus den USA, steht vor dem Obersten Gerichtshof in New York. Bislang hatte Carroll den Ex-Präsidenten nicht wegen des Vergewaltigungsvorwurfes selbst angeklagt, sondern lediglich wegen Verl
Autorin E. Jean Carroll
zeus tsa nwi kde geo, dpa, Alec Tabak

Und in diesem Prozess unterlief Trump nun ein möglicherweise folgenschwerer Fehler: Wie der „Guardian“ berichtet, hat Trump während seiner Aussage zu dem Fall Carroll auf einem Foto mit seiner Ex-Frau Marla Maples verwechselt. Trump wurde demnach ein Foto von Carroll aus den Neunzigerjahren gezeigt, welches er mit folgenden Worten kommentierte: „Das ist Marla, ja. Das ist meine Frau.“ Dabei handelte es sich bei dem Foto offensichtlich um die Klägerin E. Jean Carroll. Trumps Anwältin versuchte die Situation zu retten und ging dazwischen: „Nein, das ist Carroll.“

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Fehler von Trump spielt Verteidigung in die Karten

Carroll hatte Trump bereits 2019 vorgeworfen, sie in den Neunzigerjahren in der Umkleidekabine eines New Yorker Luxuskaufhauses vergewaltigt zu haben. Trump wies die Vorwürfe zurück - unter anderem mit den Worten, Carroll sei nicht sein Typ. Er warf ihr auch vor, nur ihr Buch verkaufen zu wollen. Carroll klagte daraufhin gegen Trump, weil er sie als Lügnerin dargestellt und damit verleumdet habe.

Trumps Fehler könnte der Klägerin nun in die Karten spielen. Denn bereits in mehreren Befragungen hatte Trump gesagt, Carroll sei nicht sein „Typ“. Da er sie jetzt offensichtlich mit der Frau verwechselt hat, die er einmal geheiratet hat, könnte die Verteidigung Trumps „Typ“-Aussage infrage stellen. (khe)

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