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Omikron-Welle noch nicht überstanden: Ältere haben Höhepunkt noch vor sich

Infektionswerte weiterhin hoch

Omikron-Welle noch nicht überstanden: Ältere haben Höhepunkt noch vor sich

Eine Krankenschwester bzw. Altenpflegerin kümmert sich während der Corona-Pandemie um eine Seniorin.
Auch wenn die Omikron-Welle gebrochen zu sein scheint: Die Zahlen in den Alten- und Pflegeheimen sind weiterhin hoch.
francescoridolfi.com

Der Freedom Day steht bevor, die Inzidenz sinkt und die einzelnen Bundesländer lockern bereits kräftig. Auch der sonst eher mahnende Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist sich sicher: Der Höhepunkt der Omikron-Welle ist erreicht. Aber: Für die älteren Menschen gilt das eher nicht, hier sind die Infektionszahlen weiterhin hoch und auch die Zahl der Ausbrüche in Pflege- und Altenheimen häuft sich.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de

Inzidenz bei über 80-Jährigen hoch

Am vergangenen Freitag sagte Lauterbach in der Bundespressekonferenz: „Ich glaube, wir haben den Höhepunkt der Omikron-Welle überschritten.“ Auch wenn man sich den Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) anschaut, erkennt man eine ähnliche Einschätzung. Trotzdem sollten einige Menschen – darunter Ältere und vulnerable Gruppen – trotzdem weiterhin vorsichtig sein. Die Coronavirus-Variante sorgt zwar nicht für so schwere Verläufe wie zum Beispiel die Delta-Mutation, aber sie verbreitet sich schneller.

Im Wochenbericht zeigt das RKI auf: „In den höheren Altersgruppen stiegen die 7-Tage-Inzidenzen weiter deutlich an. Ebenso stieg die Zahl der Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen im Vergleich zur Vorwoche erneut an." Vor allem die Altersgruppen der 65- bis 79-Jährigen und die der über 80-Jährigen seien betroffen, wie ntv berichtet.

Lese-Tipp: Warum infizieren sich ältere Menschen trotz Impfung mit dem Coronavirus?

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Infektionszahlen und Hospitalisierungszahlen könnten weiter ansteigen

Lars Schaade, der RKI-Vize-Chef mahnt ebenfalls weiterhin zu Vorsicht: Das Infektionsrisiko für Ältere bleibe weiterhin hoch, sie müssten weiterhin geschützt werden, denn „die Pandemie ist noch nicht vorbei.“ Die Zahlen zeigen, dass ältere Menschen mit zunehmender Dauer der Omikron-Welle auch mehr Infektionslast tragen. Wann der Höchststand der Krankheitslast erreicht sein wird, ist unklar, man kann jedoch davon ausgehen, dass sich die zunehmende Betroffenheit der älteren Personen noch verstärken wird. Denn: Die Zahlen zu Krankenhausaufenthalten zum Beispiel werden meist mit einigen Wochen Verzug abgebildet.

Auch die Hospitalisierungsrate in der Altersgruppe der über 80-Jährigen steige bereits seit einigen Wochen, so das RKI: Auf der Intensivstationen beispielsweise hat sich die Zahl der über 80-Jährigen Covid-19-Patienten seit dem 22. Januar bis heute mehr als verdoppelt. Auch bei den 60- bis 69-Jährigen und in der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährige sind Anstiege zu verzeichnen. (vdü)

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