Knallharte OMAD-Diät

23 Stunden lang nichts essen: Wie effektiv ist das Extremfasten?

Interwallfasten: Abnehmen mit Uhr
Interwallfasten: Abnehmen mit Uhr
© ROSA LAZIC (ROSA LAZIC (Photographer) - [None], istock, ROSA LAZIC

11. Januar 2021 - 13:53 Uhr

Krass: Bei der OMAD-Diät gibt es nur eine Mahlzeit pro Tag

Diese Diät ist knallhart: Pro Tag darf nur eine Stunde lang etwas gegessen werden, die restlichen 23 Stunden gibt es keine feste Nahrung mehr. Bis zu zehn Kilo weniger sollen so innerhalb einer Woche drin sein. OMAD – kurz für "One meal a day", also "eine Mahlzeit pro Tag" – treibt den aktuellen Trend des Intervallfastens auf die Spitze. Für uns haben zwei Frauen getestet, wie effektiv das Extremfasten wirklich ist.

Diese Diät ist Intervallfasten extrem

Das Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten, ist der Diät-Trend überhaupt. Dabei gibt es pro Tag ein Zeitfenster, in dem man essen darf – darüber hinaus wird nur noch getrunken und mit den Leckereien pausiert. Eine klassische Aufteilung ist etwa 8 Stunden essen, 16 Stunden fasten.

Bei der OMAD-Diät verkürzt sich dieses Verhältnis auf 1:23 Stunden – ganz schön radikal. Aus diesem Grund ist diese Extrem-Diät für Fasten-Unerfahrene nicht länger als eine Woche lang durchzuführen. Aber wieso ist OMAD so krass? Die stark heruntergefahrene Kalorienzufuhr soll dafür sorgen, dass die Energie aus den Fettreserven gezogen wird und man den Kilos quasi beim Purzeln zu sehen kann. Aber Vorsicht: Damit der Körper diese Extremsituation allerdings ohne Schäden übersteht, müssen einige Dinge beachtet werden:

OMAD-Regel 1: Auf ausreichend Nährstoffe achten

Bei der einzigen Mahlzeit pro Tag dürfen OMAD-Fastende zwar im Grunde genommen essen, was sie wollen. Da dem Körper aber über die restlichen 23 Stunden des Tages nichts mehr zugeführt wird, sollte die eine Mahlzeit am Tag möglichst ausgewogen sein, damit der Körper viele Nährstoffe erhält.

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OMAD-Regel 2: Ausreichend trinken

Diät: Intervallfasten kommt bei vielen Menschen gut an
Intervallfasten, also nur in einem bestimmten Zeitfenster Nahrung zu sich zu nehmen, ist bei vielen Menschen als Abnehmmethode beliebt.
© iStockphoto, istock

Mindestens drei Liter Flüssigkeit pro Tag sind angesagt. Hierbei sind Wasser oder ungesüßte Tees erlaubt. Auch auf Brühe darf zurückgegriffen werden, da sie dem Körper wichtige Elektrolyte liefert.

OMAD-Regel 3: Traubenzucker gegen Schwächeanfälle

Über einen so langen Zeitraum gar nichts zu essen, ist für den Körper extrem ungewohnt. Es kann sogar zu Symptomen wie Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Unkonzentriertheit kommen. Wenn dann gar nichts mehr geht, kann Traubenzucker über die schlimmsten Tagestiefs hinweghelfen.

Aber aufgepasst: Sollte man wirklich das Gefühl haben, dass der Körper nicht mehr kann, lieber die Diät abbrechen und es mit einer langfristigen Ernährungsumstellung probieren.

OMAD-Regel 4: Auf den Körper hören

Klar, das OMAD-Fasten erfordert viel Selbstdisziplin und macht sich durch Hunger und Schwächegefühl deutlich bemerkbar. Äußerst zielstrebige Menschen werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Aber auch hier gilt: Wer regelrechte Ohnmachtsanfälle erleidet, sollte die Diät lieber abbrechen und sich lieber schonenderen Varianten des Intervallfastens zuwenden.

Wie effektiv ist die OMAD-Diät wirklich?

Bis zu zehn Kilo in einer Woche soll man mit der OMAD-Methode verlieren können. Aber klappt das wirklich? Claudia und Elisa haben das Extremfasten eine Woche lang für uns getestet.

Ihre Ergebnisse fielen zwar nicht ganz so krass, aber doch deutlich aus: Claudia verlor 4 Kilogramm und verringerte Ihren Körperfettanteil um 2 Prozent. Elisa brachte nach einer Woche 3 Kilo weniger auf die Waage, ihr Körperfettanteil verringerte sich um 3 Prozent.