„Tag des Aufgebens“Viele Menschen werfen Neujahrsvorsätze wieder über Bord
Es ist jedes Jahr dasselbe Spiel: mehr Sport, weniger Stress, gesünder leben. Viele haben sich auch 2026 wieder einiges vorgenommen. Spätestens am Freitag (09.01.) ist wohl Schluss mit den guten Vorsätzen, denn es ist der sogenannte „Quitter’s Day“, also „Tag des Aufgebens“.
Nach gut einer Woche ist oft Schluss mit Neujahrsvorsätzen
Viele Fitnessstudios sehen Anfang Januar noch voll aus. Oft lässt die Motivation aber schon nach gut einer Woche wieder nach. Dann heißt es: Couch statt Crosstrainer, Chips statt Cardio. Am Freitag (09.01.) ist der sogenannte „Quitter’s Day“. An dem Tag werfen viele Menschen statistisch gesehen ihre Neujahrsvorsätze wieder über Bord. Warum es uns oft so schwerfällt dranzubleiben, weiß Psychologin Marie Zeitler. „Nur weil ich irgendwas unbedingt möchte, heißt das nicht, dass ich das auch direkt so durchziehe. Da sind viele Faktoren, die mit hineinspielen. Zum einen, dass wir Gewohnheitstiere sind, dass unser Gehirn auch sehr viel versucht, Energie zu sparen, eher bei Gewohnheiten zu bleiben. Zum anderen, dass unser Gehirn sehr viel mit einem schnellen Belohnungssystem funktioniert. Und das geht nicht so gut einher mit langfristigen Zielen, die wir uns dann häufig zum ersten Januar vornehmen“, so die Psychologin der Online-Plattform „HelloBetter“.
Tipps, wie es funktioniert
Aber nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, denn ob gesünder essen, mehr Sport treiben oder Geld sparen, es kann klappen:
Wichtig ist, die Ziele klar zu benennen und zu visualisieren – zum Beispiel als Hintergrundbild auf dem Handy. So wird man immer wieder daran erinnert.
„Huckepack-Trick“: Dabei wird das neue Verhalten an eine alte Routine gekoppelt. Zum Beispiel Kniebeugen beim Zähneputzen machen.
Zwischenerfolge immer wieder belohnen.
Außerdem für mehr Reibung sorgen. „Es gibt eine Studie, die zeigt, dass wenn Menschen eher die Treppe nehmen sollen als den Aufzug, dann muss man nur die Zeit des Türschließens auf 60 Sekunden erhöhen und schon sind Menschen so genervt, dass sie die Treppe nehmen“, erzählt Marie Zeitler.
Dann wird es schon klappen. Falls nicht: Manchmal ist der beste Vorsatz, nicht zu streng und einfach ein bisschen gnädiger mit sich selbst zu sein.


































