Wegen Corona und Ukraine-Krieg

Neue Studie: Mütter fühlen sich besonders belastet

Symbolbilder - Junge Mutter arbeitet während der Kinderbetreuung im Home Office Mother holding baby daughter at laptop Mother holding baby daughter at laptop. PUBLICATIONxINxGERxSUIxHUNxONLY CAIAxIMAGE/SCIENCExPHOTOxLIBRARY F017/3623Symbol Pictures B
Mütter fühlen sich laut einer aktuellen Studie besonders stark belastet.
imago stock&people, imago/Science Photo Library

Hohe Preise für Energie, Lebensmittel und vieles andere ausgelöst durch den Ukraine-Krieg belasten viele Menschen in ihrem Alltag. Dazu sind bei vielen immer noch die Folgen der Corona-Pandemie spürbar. Laut einer aktuellen Studie fühlt sich aber besonders eine Gruppe von Menschen belastet: Mütter.

40 Prozent der Mütter durch Krisen stark finanziell belastet

Mütter fühlen sich einer Umfrage zufolge durch die Folgen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges zurzeit stärker belastet als andere Bevölkerungsgruppen. Das geht aus einer Befragung von Erwerbstätigen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hervor.

„Die befragten erwerbstätigen oder arbeitsuchenden Mütter sind deutlich unzufriedener mit dem Krisenmanagement als der Rest der Bevölkerung“, sagte die wissenschaftliche Direktorin des WSI, Bettina Kohlrausch. Knapp 30 Prozent der im November 2022 befragten Mütter gaben an, sich aktuell insgesamt stark belastet zu fühlen. Im Durchschnitt aller Befragten waren es nur rund 22 Prozent.

Auffällig: 40 Prozent der besonders betroffenen Mütter berichteten von starken finanziellen Belastungen. Im Durchschnitt aller Befragten taten dies 27 Prozent. „Das ist ein Alarmzeichen, denn finanzielle Probleme und Armut insbesondere von Müttern sind ja besonders eng verbunden mit der Armut von Kindern und Jugendlichen“, sagte Kohlrausch.

Lese-Tipp: Es soll Bürgerinnen und Bürger entlasten, aber wann kommt das 49-Euro-Ticket?

Wie nehmen Sie die aktuelle Situation wahr, wie geht es Ihnen?

Anmerkung der Redaktion: Ergebnisse unserer Opinary-Umfrage sind nicht repräsentativ.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

16 Prozent der Mütter haben "überhaupt kein Vertrauen" in die Politik

Im Laufe des vergangenen Jahres sei der Anteil der Mütter gestiegen, die der Regierungspolitik misstrauen, sagte die Expertin. Während im Oktober 2021 gut 16 Prozent der Befragten angaben, sie hätten „überhaupt kein Vertrauen“ in die Bundesregierung, waren es gut ein Jahr später 34 Prozent.

Die neuen Daten zeigen nach Angaben des WSI auch: Betreuungsausfälle zu kompensieren und die psychosozialen Folgen der Pandemie aufzufangen, bleibt bislang überwiegend eine Aufgabe der Mütter. Mehr Unterstützung durch die Männer erhalten sie offenbar nicht: Die Aufteilung der Sorgearbeit zwischen Müttern und Vätern habe sich in etwa wieder auf dem Niveau von vor der Corona-Pandemie eingependelt, berichtete das WSI. 63 Prozent der Mütter gaben demnach an, den überwiegenden Teil der Kinderbetreuung zu leisten, während es bei den Vätern 6 Prozent waren. (khe/mit dpa)

Lese-Tipp: Musterhaushalt kann bei Strom bis zu 1.000 Euro im Jahr sparen

Politik & Wirtschaftsnews, Service und Interviews finden Sie hier in der Videoplaylist

Playlist: 30 Videos

Spannende Dokus und mehr

Sie lieben spannende Dokumentationen und Hintergrund-Reportagen? Dann sind Sie bei RTL+ genau richtig: Sehen Sie die Geschichte von Alexej Nawalny vom Giftanschlag bis zur Verhaftung in „Nawalny“.

Außerdem finden Sie Dokus zu Politikern wie die persönlichen Einblicke zu Jens Spahn oder zur aktuellen politischen Lage: „Klima-Rekorde – Ist Deutschland noch zu retten?“

Spannende Dokus auch aus der Wirtschaft: Jede sechste Online-Bestellung wird wieder zurückgeschickt – „Retouren-Wahnsinn – Die dunkle Seite des Online-Handels“ schaut hinter die Kulissen des Shopping-Booms im Internet.