Souverän tritt Melania Trump im Weißen Haus vor die Journalisten. Unter dem Siegel des Präsidenten spricht die First Lady und will etwas klarstellen.
„Guten Tag. Die Lügen, die mich mit dem schändlichen Jeffrey Epstein in Verbindung bringen, müssen heute ein Ende haben. Die Personen, die über mich lügen, sind ohne moralische Werte, Demut und Respekt. Ich habe nichts gegen Ihre Unwissenheit, aber ich lehne ihre gehässigen Versuche ab, meinen Ruf zu verleumden. Ich war nie mit Epstein befreundet."
Melania kündigt an, gegen alle Falschbehauptungen juristisch vorzugehen. Auch auf Epsteins Privatinsel sei sie niemals gewesen, jenem Ort, an dem der Sexualstraftäter über Jahre hinweg Frauen missbraucht haben soll. Warum sich die First Lady gerade jetzt dazu meldet, ist unklar. Fragen waren nicht zugelassen. Ihre ehemalige Stabschefin Stephanie Grisham vermutet:
„Entweder bekommt ihr Presseteam gerade Nachfragen, und sie versucht, einer Story zuvorzukommen, oder ihr Team bekommt Nachfragen. Und sie hatte einfach genug von dem ganzen Unsinn. Sie kann eine Weile lang Dinge ertragen, aber dann wird sie wirklich müde davon, in einige der fragwürdigeren Bereiche im Leben ihres Mannes hineingezogen zu werden."
Und dann spricht sie sich aus. In ihrer etwa sechsminütigen Erklärung wies Melania Trump auch jede engere Verbindung zu Epsteins Vertrauter Maxwell zurück. Falls sie wirklich versucht, damit ihren Namen reinzuwaschen, dann sollte sie vor dem Aufsichtsausschuss erscheinen und unter Eid vor uns aussagen.
„Die Menschen werden ihr eher glauben, wenn sie eine Geschichte zu erzählen hat. Dann wäre es gut, wenn sie diese erzählt."
Abschließend forderte die First Lady den Kongress auf, die Opfer des Sexualverbrechers unter Eid anzuhören. Auf Social Media erhielt sie dafür Unterstützung von mehreren US-Abgeordneten.
„Jede einzelne dieser Frauen sollte, wenn sie es wünscht, ihren Tag haben, um ihre Geschichte öffentlich zu erzählen und ihre Aussagen sollten dauerhaft im Kongress sprotokoll vermerkt werden. Erst dann und nur dann werden wir die Wahrheit haben. Danke."
Mit diesen Worten endet Melania Trumps unerwartete Erklärung zu einem Zeitpunkt, an dem der Eppstein-Skandal gerade vom Irankrieg aus den Schlagzeilen verdrängt wurde. Das dürfte sich nun geändert haben.
Verwendete Quellen: APTN, CNN, CBS, Reuters,