PEI: „Wir haben eine neue Lage“

Nach AstraZeneca-Impfstopp: Das sollten bereits Geimpfte beachten

18. März 2021 - 9:49 Uhr

Im Video: Mediziner Dr. Specht zum AstraZeneca-Impfstopp

Erst Dänemark, Norwegen, die Niederlande – und jetzt auch Deutschland: Wegen mehrerer Thrombose-Fälle hat das Bundesgesundheitsministerium am Montagnachmittag mitgeteilt, dass auch bei uns die Corona-Impfungen mit dem AstraZeneca-Wirkstoff gestoppt werden. Nachdem das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vergangene Woche noch keinen Zusammenhang zwischen der Impfung und den Blutgerinnsel-Fällen gesehen hatte, riet das Institut der Bundesregierung nun zu diesem Schritt. Eine Entscheidung, die auf viel Kritik stößt – und bereits mit dem gestoppten Vakzin Geimpfte verunsichert. Woran erkennen Menschen, die kürzlich mit AstraZeneca geimpft wurden, ob sie möglicherweise in Gefahr sind?

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Bereits mit AstraZeneca geimpft? Das sollten Sie beachten

Mit dem AstraZeneca-Präparat Geimpfte haben laut PEI-Institutspräsident Klaus Cichutek nichts mehr zu befürchten, wenn ihre Impfung 16 Tage zurückliegt. Davor sollten sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen, wenn sie über die ersten vier Tage nach der Impfung hinaus starke anhaltende Kopfschmerzen oder punktförmige Hauteinblutungen hätten, riet Cichutek.

3 von 7 Thrombose-Fällen verlaufen tödlich

Das für die Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat seine Empfehlung zur Aussetzung von Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca verteidigt. Von den sieben in Deutschland aufgetretenen Fällen mit Thrombosen (Blutgerinnseln) der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang zur Impfung sind drei tödlich verlaufen, wie Institutspräsident Klaus Cichutek am Montagabend in den ARD-"Tagesthemen" sagte. "Wir haben auf Grund von neuen Untersuchungen, aber auch neuen Meldungen, eine neue Lage."

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„Wenn Impfungen ein bisschen länger dauern, ist das ok"

Mit Blick auf Großbritannien, von wo solche Fälle in dem Maß noch nicht bekannt geworden sind, erklärte er, der Fokus sei bisher auch nicht speziell auf solche Fälle gerichtet gewesen. "Ich glaube, die Bürgerinnen und Bürger wollen sich darauf verlassen, dass die Impfstoffe, die wir anbieten, sicher sind und wirksam sind."

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Die deutschen Befunde seien nun im europäischen Vergleich zu diskutieren und mit europäischen Daten abzugleichen. Zu den Auswirkungen auf die deutsche Impfkampagne sagte Cichutek: "Wenn es ein bisschen länger dauert, ist das ok."

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Quelle: DPA/RTL.de