Aus diesem Grund wird es im Bett entspannter

Katja Burkard über Sex in der Menopause: "Viele Frauen haben in den Wechseljahren mehr Spaß am Sex"

17. Januar 2020 - 17:26 Uhr

Sex wird in den Wechseljahren oft noch viel besser

Im Durchschnitt kommen Frauen im Alter von 50 bis 51 Jahren in die Wechseljahre. Die Menopause liegt in der Natur der Dinge, doch offenbar haben Frauen einen gewissen Einfluss darauf, wann sie einsetzt. Und wer viel Sex hat, kann die Wechseljahre damit offenbar nach hinten schieben. Zu dem Ergebnis kam jetzt eine britische Studie.

Dass ein erfülltes Liebesleben ohnehin kein Verfallsdatum hat, weiß auch RTL-Moderatorin Katja Burkard. Warum Frauen in den Wechseljahren sogar oft noch viel mehr Spaß am Sex haben, erklärt sie im Video.

Studienteilnehmerinnen wurden zu ihrem Sexleben und ihrer Beziehung befragt

Zwei Forscherinnen vom University College London kamen in einer Studie zu dem Ergebnis, dass die Menopause bei einem aktiven Sexualleben offenbar später einsetzen kann. Lassen sich unsere Wechseljahre also durch mehr Sex nach hinten schieben?

Für die Studie, die im Magazin "Royal Society Open Sience" erschienen ist, haben die Forscherinnen Megan Arnot und Ruth Mace aus England rund 3.000 Teilnehmerinnen mit einem durchschnittlichen Alter von 45 Jahren untersucht, die zu Beginn alle noch nicht in den Wechseljahren waren. Sie wurden zu ihrer Beziehung und ihrem Sexleben befragt, außerdem wurde ihre Gesundheit und ihr Hormonspiegel beobachtet. In Anbetracht weiterer Faktoren wie Gewicht und Bildung führten die Forscherinnen eine statistische Auswertung durch, um mögliche Zusammenhänge zwischen dem Sexualverhalten und dem Einsetzen der Menopause feststellen zu können.

Bei wenig Sex sieht der Körper wenig Chancen auf Schwangerschaft

Im Durchschnitt begann die Menopause der Studienteilnehmerinnen mit 52 Jahren. Dabei zeigte sich: Frauen, die einmal wöchentlich Sex hatten, kamen deutlich später in die Wechseljahre als die, die nur etwa einmal im Monat sexuell aktiv waren. Bei Studienteilnehmerinnen, die noch weniger Sex hatten, bestätigte sich diese Tendenz. Ob sie einen Partner haben oder nicht, beeinflusste die Ergebnisse nicht.

Die Forscherinnen begründen den Zusammenhang zwischen dem Sexualleben und der Menopause so: Wenn eine Frau wenig bis gar keinen Sex hat, sieht der weibliche Körper wenig Chancen auf eine Schwangerschaft und spart sich deshalb die Energie auf, die für die Menstruation erforderlich wäre.

Zusammenhänge wurden nur statistisch untersucht

Da der Zusammenhang nur statistisch untersucht wurde, indem die Ergebnisse der Teilnehmerinnen miteinander verglichen wurden, sehen Arnot und Mace ihre Studienergebnisse zunächst als Anlass für weitere Studien. Zu konkreten Ursachen und Wirkungen ermöglichen die Untersuchungen keine Aussagen.

In ihrem Buch "Wechseljahre? Keine Panik!" teilt RTL-Moderatorin Katja Burkard ihre eigenen Erfahrungen über die Wechseljahre.