Gesundheitslexikon
Gesundheitsbegriffe einfach erklärt

Gesundheitslexikon: Menopause

Die Menopause – wenn sich die Wechseljahre dem Ende neigen

Die meisten Frauen ahnen es, wenn in ihrem Körper etwas vor sich geht. Hitzewallungen, schlaflose Nächte oder Zwischenblutungen sind nicht nur anstrengend, sondern zeigen auf, dass nun ein neuer Lebensabschnitt beginnt: die Menopause.

Was ist die Menopause?

Spricht der Arzt vom Eintritt der Menopause, so ist damit der Zeitraum nach der letzten Regelblutung gemeint. Die Menopause lässt sich also immer erst hinterher wirklich bestimmen. Der Begriff beschreibt streng genommen also weniger einen Zeitraum, als eher einen Stichtag.

Mit der Menopause vollzieht sich eine grundlegende hormonelle Veränderung im Körper der Frau. Der Vorrat an Eizellen ist erschöpft. Die Eierstöcke vermindern damit die Produktion des Hormons Östrogen. Auch das Hormon Progesteron wird weniger ausgeschüttet. Während es innerhalb des Klimakteriums also durch die weniger werdenden Hormonzuschüsse zu den typischen Wechseljahrsbeschwerden kommen kann, so versiegt mit der Menopause die Produktion der Hormone gänzlich. Die Wechseljahre neigen sich also dem Ende.

Welche verschiedenen Phasen der Menopause gibt es?

Umgangssprachlich werden die Veränderungen im weiblichen Körper häufig pauschal als ‚Wechseljahre‘ beschrieben. Dabei vollziehen sich die Veränderungen im Klimakterium schleichend. Die Fruchtbarkeit nimmt in der Zeit der Wechseljahre kontinuierlich ab. Dieser Zeitraum, inklusive aller möglichen Beschwerden oder Veränderungen, mündet in die Prämenopause.

Die Prämenopause, welche ebenfalls erst im Nachhinein bestimmt werden kann, beschreibt die letzten Monate vor der Menopause. Mit der letzten eintretenden Regelblutung vollzieht sich dann die Menopause.

Die Monate nach der Menopause wiederum werden Perimenopause genannt. Die Perimenopause wechselt dann in die Postmenopause. Das ist der finale Zeitraum, der die vollkommene und absolute Unfruchtbarkeit der Frau beschreibt.

Wann tritt die Menopause ein?

Der Eintritt der Menopause kann ganz unterschiedlich sein. Das durchschnittliche Alter liegt bei 50 bis 51 Jahren. Also können statistisch gesehen einige Frauen bereits mit circa 45 Jahren in die Menopause kommen, andere erst mit 55.

Raucherinnen und untergewichtige Frauen erreichen die Menopause früher. Frauen, die regelmäßig Alkohol konsumieren und damit einen leicht erhöhten Östrogenspiegel haben, kommen etwas später in die Menopause.

Eine verfrühte Menopause muss manchmal auch medizinisch herbeigeführt werden, beispielsweise durch das Entfernen (erkrankter) Eierstöcke, Bestrahlungen oder durch eine notwendige medikamentöse Behandlung mit Östrogen-Hemmern.

Welche Beschwerden kann die Menopause verursachen?

Frauen berichten im Rahmen der Wechseljahre häufig von Beschwerden. Mit der Menopause verschwinden diese, meist harmlosen, Symptome aber wieder. Durch die gänzliche Einstellung der Hormonproduktion kommt es also in der Menopause nicht mehr zu den gefürchteten Schwankungen und den damit einhergehenden Merkmalen. Die Menopause lässt viele Frauen demnach aufatmen.

Gleichzeitig sollten Frauen nun aber ihren Hormonspiegel umso mehr im Blick behalten. Durch das fehlende Hormon Östrogen erhöht sich das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, signifikant. In den vergangenen Jahrzehnten gab es daher Bestrebungen, dieses Defizit mit der sogenannten ‚Hormonersatztherapie‘ auszugleichen. Damit ließen sich zwar die typischen Beschwerden positiv beeinflussen, gleichzeitig kann mit der Therapie aber das Risiko, an Herzerkrankungen, Brustkrebs und Schlaganfall zu erkranken, deutlich ansteigen. Nach derzeitigem Wissenschaftsstand versuchen die Ärzte die Menopause möglichst unbehandelt zu belassen. Leiden Frauen aber besonders physisch wie psychisch unter dem Ausbleiben der letzten Regel, so kann eine Mono- oder Kombitherapie eingeleitet werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

Schmerzmittel ist meist nur Vitaminpille

Jeder zweite Arzt setzt auf Placebos

Mehr Ratgeber-Themen