Scholz beruft ein spontanes Statement ein

Mehrwertsteuer auf Gas wird befristet gesenkt - auf 7 Prozent

"Die Mehrwertsteuer wird zeitlich befristet abgesenkt" Bundeskanzler Olaf Scholz:
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Bundeskanzler Olaf Scholz:
"Die Mehrwertsteuer wird zeitlich befristet abgesenkt"

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Die Mehrwertsteuer auf Gas wird gesenkt. Sie werde befristet bis 2024 auf sieben Prozent von 19 Prozent fallen, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz am Donnerstag.

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Ermäßigte Mehrwertsteuer soll bis März 2024 gelten

Angesichts der rapide gestiegenen Gas-Preise will die Bundesregierung die Verbraucher bei der Mehrwertsteuer entlasten.Die niedrige Mehrwertsteuer solle bis März 2024 gelten und damit solange, wie auch die Gasumlage von 2,4 Cent pro Kilowattstunde erhoben wird.

Scholz sagte, die Entlastung werde damit deutlich höher ausfallen als die Belastung durch Umlagen. Neben der Gasumlage werden auch noch Bilanzierungs- und eine Speicher-Umlage fällig, die zusammen noch einmal rund einen Cent betragen.

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EU hatte auf Möglichkeit von 5-Prozent-Steuer hingewiesen

Hintergrund ist die Gasumlage, mit der Importeure ab Oktober wegen des Ukraine-Kriegs erhöhte Beschaffungskosten an die Verbraucher weitergeben können. Zahlen müssen dann alle Gasnutzer, ob Privatleute oder Unternehmen - und zwar zunächst etwa 2,4 Cent pro Kilowattstunde. Auf die Umlage fällt zudem Mehrwertsteuer an.

Die Bundesregierung wollte das eigentlich verhindern und so dafür sorgen, dass der Staat nicht mitverdient. Nach europäischem Recht ist es aber nicht vorgesehen, auf die Mehrwertsteuer zu verzichten. Der rechtliche Rahmen lasse keine Ausnahme zu, schrieb EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni in einem Brief an Finanzminister Christian Lindner. Die Bundesregierung habe allerdings die Möglichkeit, die geltende Mehrwertsteuer auf den EU-Mindestsatz von 5 Prozent zu senken.

Etwa die Hälfte aller Haushalte in der Bundesrepublik heizt mit Gas

Diesen Schritt wählt die Ampel-Koalition nun nicht. Stattdessen will sie den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent nutzen. In Deutschland gilt in der Regel ein Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Auf ausgewählte Waren fallen aber 7 Prozent an. Die jetzt verkündete Steuererleichterung soll für den Zeitraum der Gasumlage gelten, also bis Ende März 2024.

Etwa die Hälfte aller Haushalte in der Bundesrepublik heizt mit Gas. Beispielrechnungen zufolge bedeutet die Umlage für einen Einpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden schon ohne Mehrwertsteuer jährliche Zusatzkosten von rund 121 Euro.

Für einen Familienhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden liegen die Mehrkosten ohne Mehrwertsteuer bei rund 484 Euro im Jahr. (dpa/reuters/eku)

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