Prof. Timo Ulrichs beantwortet Ihre Zuschauerfragen

Wann ist es Zeit für den zweiten Booster?

Wann ist es Zeit für den zweiten Booster? RTL Corona-Talk
04:30 min
RTL Corona-Talk
Wann ist es Zeit für den zweiten Booster?

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von Vivian Bahlmann und Lena Andro

Auch in dieser Woche stellen sich wieder viele unserer Zuschauerinnen und Zuschauer Fragen zum Thema Corona-Virus. Wann ist es Zeit für die zweite Boosterimpfung und welche Auswirkungen hat es, wenn man sich zu oft impfen lässt?

Diese und weitere Ihrer Zuschauerfragen beantwortet der Epidemiologe Prof. Timo Ulrichs im Interview mit Reporterin Vivian Bahlmann.

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Wie lange soll ich bis zur vierten Impfung warten?

Immer häufiger wird eine vierte Impfung für Personen über 50 oder 60 Jahre empfohlen. Doch mit welchem Abstand zur ersten Boosterimpfung sollte man die zweite Boosterimpfung bekommen? Ähnlich wie nach der ersten Boosterimpfung ist auch auch hier ein gewisser Abstand sinnvoll, erklärt Prof. Timo Ulrichs. „Das wären so ein paar Monate,“ empfiehlt er.

Man dürfe die Impfungen „nicht zu dicht aufeinander folgen lassen, denn dann würde die Boosterung vom Körper als ein Reiz aufgenommen werden.Dann hätte man nicht noch einmal diesen Lerneffekt.“ Man könne aber auch mehr als diese drei Monate warten, da nach der dritten Impfung die Immunantwort so gut sei, „dass sie immer da ist.“

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Was passiert bei zu vielen Impfungen?

Ein Mann hat sich 87 Mal in sächsischen Impfzentren impfen lassen, um dann die Impfzertifikate zu verkaufen. Eine Zuschauerin interessiert, was das mit dem Körper macht: Bleiben davon Langzeitschäden? Prof. Timo Ulrichs nennt das einen „interessanten Selbstversuch“. Es zeige, „dass man sich durchaus nahezu unbegrenzt impfen lassen kann, auch wohl offensichtlich in kürzeren Abständen. Das macht dem Immunsystem und auch dem Körper eigentlich nichts.“

Man könne das damit vergleichen, dass wir täglich Erregern ausgesetzt sind und „wo das Immunsystem ständig eine Abwehr aufbaut.“ Wenn die Abstände zu kurz sind, nimmt das Immunsystem die Impfungen als einen einzigen Reiz wahr, was dann dazu führt, dass man „nicht viel mehr davon hat, aber offensichtlich auch keinen Schaden.“

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