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Corona-Impfung von Fünf- bis Elfjährigen: Kinderärzte melden hohe Nachfrage

8,5 Prozent der Fünf- bis Elfjährigen bereits geimpft

Kinder-Impfungen: Ärzte melden hohe Nachfrage

Kinderimpfung
Aufgezogene Spritzen mit dem Kinder-Impfstoff von Biontech. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa
deutsche presse agentur

Dauerbrenner-Diskussion unter Eltern

Die Kinder auch gegen Corona impfen: ja oder nein? Bis heute eine Dauerbrenner-Diskussion unter Eltern. Viele Experten betonen immer wieder, die Kinder seien von schweren Infektionen kaum betroffen. Andere pochen immer wieder darauf, dass Long Covid eine unterschätzte Gefahr ist. Kinderärzte melden jetzt: Die Impfbereitschaft in dieser Gruppe ist sehr hoch.

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Eltern gut informiert - Kinder wollen die Impfung

Die Kinderärzte in Deutschland sehen derzeit eine hohe Nachfrage nach Impfungen gegen Covid-19 für Fünf- bis Elfjährige. Bisher seien 8,5 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe geimpft worden, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Jörg Dötsch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am 5. Januar. „Meist sind die Eltern gut informiert, sie selbst und auch ihre Kinder wollen die Impfung. Die Nachfrage in der Gruppe der Impfbereiten ist somit erst einmal hoch.“

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte Anfang Dezember die Corona-Impfung für Fünf- bis Elfjährige mit Vorerkankungen empfohlen. Die Empfehlung gilt auch für Kinder, „in deren Umfeld sich Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden“. Auf individuellen Wunsch könnten aber auch Kinder ohne Vorerkrankung geimpft werden, hieß es.

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Wie hoch ist der Nutzen einer Corona-Impfung bei Kindern?

Da sind sich die Experten uneins. Prof. Dr. Thorsten Lehr, Apotheker und Professor für Klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes, sieht in der Impfung einen großen Nutzen: „Wir sehen, dass die Inzidenz bei den Kindern im Alter zwischen 5 und 14 Jahren am höchsten ist. Deswegen ist es ein wichtiges Signal, um die Kinder zu schützen.“

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Dieser Auffassung ist auch Epidemiologe Prof. Dr. Timo Ulrichs: „Wir wollen natürlich auch so früh wie möglich eine Immunität herbeiführen, damit diese Kinder bis zur Impfung nicht noch gefährdet sind“, sagt er. „Auch wenn das Risiko sehr gering ist, dass da schwere Erkrankungen erfolgen, gibt es das Risiko von Long-Covid-Verläufen.“

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Allgemeinmediziner Dr. Christoph Specht hingegen sagt: Der Nutzen einer Corona-Impfung bei Kindern ist nicht hundertprozentig klar, weil das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs in der Altersklasse verschwindend gering ist. „Deswegen muss die Impfung noch sicherer sein und noch weniger Nebenwirkungen haben als bei Erwachsenen. Die Nebenwirkungen müssen vertretbar sein und dürfen nicht zu oft auftreten“, so Specht. (dpa/nri/ija)

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