Zusammensetzung, Dosis und Nebenwirkungen

Was ist der Unterschied zwischen dem Kinderimpfstoff und dem für Erwachsene?

So unterscheidet sich der Kinder- vom Erwachsenenimpfstoff! Menge macht den Unterschied
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Menge macht den Unterschied
So unterscheidet sich der Kinder- vom Erwachsenenimpfstoff!

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Welche Impf-Nebenwirkungen können bei Kindern auftreten?

Während viele Familien dem Tag seit Monaten entgegen fiebern, sind sich viele andere unsicher, ob sie die Möglichkeit wahrnehmen sollen oder nicht: Seit Montag können auch fünf- bis elfjährige Kinder mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer gegen Corona geimpft werden. Wie sich der Impfstoff für Kinder von dem für Erwachsene unterscheidet und welche Nebenwirkungen auftreten können, sehen Sie im Video.

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Corona-Schutzimpfung für Kinder: STIKO gibt nur eingeschränkte Empfehlung

Bereits seit August 2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Corona-Schutzimpfung für alle 12- bis 17-Jährigen. Seit Ende November liegt die Zulassung des Biontech-Impfstoffs durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) auch für die Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen vor, allerdings stand die Bewertung der STIKO bislang noch aus.

Nun empfiehlt die Ständige Impfkommission den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Fünf- bis Elfjährige mit Vorerkrankungen und diejenigen, die Menschen aus Risikogruppen in ihrem engen Umfeld haben. Zu den Vorerkrankungen zählen beispielsweise starkes Übergewicht, bestimmte chronische Lungenerkrankungen und schweres Asthma, aber auch bronchiale Tumorerkrankungen.

Auf individuellen Wunsch der Eltern könnten allerdings auch alle anderen Kinder der Altersgruppe fünf bis elf geimpft werden.

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Wie hoch schätzt die STIKO das Gesundheitsrisiko von Kindern bei Corona ein?

"Nach unserer Analyse, auch aller Daten aus der laufenden vierten Welle, ist die Krankheitslast bei Kindern in der Altersgruppe gering", sagt Thomas Mertens, Arzt und Vorsitzender der Ständigen Impfkommission. Meist verliefen Infektionen bei ihnen ohne oder mit nur sehr milden Krankheitsanzeichen.

"Bei sehr wenigen Kindern – weniger als 1 von 10.000 Infizierten in dieser Altersgruppe – wird eine Krankenhausbehandlung nötig. Und selbst bei ihnen ist der Verlauf günstig." In Deutschland seien während der gesamten bisherigen Pandemie bei Kindern ohne Vorerkrankungen in dem Alter keine Todesfälle wegen Covid-19 aufgetreten.

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Wie hoch ist der Nutzen einer Corona-Impfung bei Kindern?

Da sind sich die Experten uneins. Prof. Dr. Thorsten Lehr, Apotheker und Professor für Klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes, sieht in der Impfung einen großen Nutzen: "Wir sehen, dass die Inzidenz bei den Kindern im Alter zwischen fünf und 14 Jahren am höchsten ist. Deswegen ist es ein wichtiges Signal, um die Kinder zu schützen."

Dieser Auffassung ist auch Epidemiologe Prof. Dr. Timo Ulrichs: "Wir wollen natürlich auch so früh wie möglich eine Immunität herbeiführen, damit diese Kinder bis zur Impfung nicht noch gefährdet sind", sagt er. "Auch wenn das Risiko sehr gering ist, dass da schwere Erkrankungen erfolgen, gibt es das Risiko von Long-Covid-Verläufen."

Dr. Christoph Specht hingegen sagt, dass der Nutzen einer Corona-Impfung bei Kindern nicht hundertprozentig klar sei, weil das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs in der Altersklasse verschwindend gering sei. "Deswegen muss die Impfung noch sicherer sein und noch weniger Nebenwirkungen haben als bei Erwachsenen. Die Nebenwirkungen müssen vertretbar sein und dürfen nicht zu oft auftreten", so Specht. (nri)

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