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Corona-Empfehlung des RKI: Was jetzt trotz Sommer gilt!

Hygiene-Maßnahmen, Impfung, Ausblick

Corona-Empfehlung des RKI: Was jetzt trotz Sommer gilt!

Fragen und Antworten zur vierten Impfung Immunologe steht Rede und Antwort
01:31 min
Immunologe steht Rede und Antwort
Fragen und Antworten zur vierten Impfung

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Der Sommer ist da – und Corona macht keine Pause. Insbesondere Omikron-Sublinien breiten sich aus. Wie sich die Lage entwickelt, schreibt das RKI in seinem Covid-19-Wochenbericht. Auch wenn gelockert wurde: Das Einhalten bestimmter Schutzmaßnahmen werde noch immer empfohlen. Für wen zudem eine vierte Impfung – also die zweite Auffrischungsimpfung – in Frage kommt und was Sie sonst noch wissen müssen, das beantwortet Immunologe Prof. Dr. Reinhold Förster im Video.

Diese Empfehlungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens gelten noch immer

Menschen in Deutschland sollten laut Robert Koch-Institut (RKI) wieder verstärkt die Empfehlungen zum Vermeiden von Ansteckungen einhalten. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung können wir uns noch immer an folgenden Schutzmaßnahmen orientieren:

  • Bei Krankheitszeichen wie Husten, Fieber, Schnupfen und Co. Zuhause bleiben und sich sicherheitshalber auf Corona testen lassen. Selbst bei negativem Testergebnis gilt: Kontakte wenn möglich zu Personen mit erhöhtem Risiko vermeiden.
  • Der beste Schutz gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung ist die (Auffrischungs-)Impfung.
  • AHA+L+A-Formel: Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig lüften und die Corona-Warn-App nutzen.

Hintergrund dieser Empfehlungen seien wieder steigende Inzidenzen und eine prognostizierte Zunahme durch die stärkere Verbreitung von Omikron-Sublinien, heißt es im aktuellen Covid-19-Wochenbericht des RKI. Darin werden auch veränderte Entwicklungen in Krankenhäusern genannt.

So sei die Belastung der Kapazitäten in der Gesundheitsversorgung, insbesondere im stationären und intensivmedizinischen Bereich, vergangene Woche kaum noch zurückgegangen, halten die Autoren fest. „Auf Basis der erhöhten Inzidenzen wird aktuell ein Anstieg der Belegung prognostiziert.“ Die Zahl der Covid-19-Fälle auf Intensivstationen sei „im Vergleich zu den Vorwochen wieder gestiegen“. Laut Divi-Intensivregister waren es am Donnerstag 681. Diesen Monat war die Zahl zeitweise schon auf rund 610 gesunken.

Omikron-Subtyp BA.5 in der Überzahl, Gefahr für vulnerable Gruppen wächst wieder

Die seit einigen Wochen anteilig zunehmenden Omikron-Sublinien sind nach RKI-Einschätzung derzeit bereits dominierend in Deutschland. „Das starke Wachstum von BA.4 und insbesondere BA.5, aber auch BA.2.12.1, lässt darauf schließen, dass diese Varianten aktuell bereits die Mehrzahl der Nachweise ausmachen“, heißt es im Bericht. Das RKI stützt sich dabei auf Auswertungen zu Virusvarianten. Diese Daten im Bericht beziehen sich stets auf vorvergangene Woche: BA.5 machte damals demnach in einer Stichprobe rund 24 Prozent der positiven Proben aus, das entspricht erneut in etwa einer Verdopplung im Vergleich zum Vorwochenwert. BA.4 und BA.2.12.1 lagen beide bei rund vier Prozent.

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Bei der Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz spricht das RKI für vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche von einer deutlichen Zunahme um rund ein Drittel. Betroffen seien alle Altersgruppen. Auch seien wieder mehr Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen sowie in medizinischen Behandlungseinrichtungen erfasst worden. „Mit dem weiteren Anstieg der Infektionszahlen ist auch mit einem erneut verstärkten Infektionsdruck auf vulnerable Personengruppen zu rechnen.“ Eine RKI-Landkarte zur Entwicklung des Infektionsgeschehens weist vor allem im Nordwesten Deutschlands viele Landkreise mit erhöhten Fallzahlen aus.

Insbesondere Risikogruppen und Menschen ab 70 Jahren rät das RKI, sich gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) eine zweite Auffrischimpfung geben zu lassen. Bisher hat in der Gruppe der Menschen ab 60 knapp jeder Fünfte einen zweiten Booster erhalten (19 Prozent). Bezogen auf die Gesamtbevölkerung haben 6,4 Prozent eine zweite Auffrischung, die erste haben knapp 60 Prozent. (dpa/tja/vdü)

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