Billigere Elektroautos, Umweltstrafen für Unternehmen

Bundestagswahl 2021: Das versprechen uns die Parteien zum Thema Klimawandel

15. September 2021 - 16:22 Uhr

Spitzenkandidaten im Wahlcheck

Es ist DAS Thema im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021: der Klimawandel. Zuletzt machte die Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen bundesweit darauf aufmerksam, dass etwas passieren muss in unserem Land. Doch was können wir tun - und was haben die Parteien vor? Politik-Reporter Benjamin Holler macht in der RTL Hessen-Wochenserie den Wahlcheck bei Hessens Spitzenkandidaten.

Wahlcheck Teil 2: Wie krisenfest ist Deutschland?
Wahlcheck Teil 3: Was tun die Parteien gegen die gesellschaftliche Spaltung?

AfD warnt zur Rückkehr zum "vorindustriellen Agrarland"

Sechs Parteien, sechs Statements zum Thema Umweltschutz und Klimawandel: Während die FDP Unternehmen in die Verantwortung nehmen will, warnt die AfD warnt vor einer zu großen Veränderung in der Wirtschaft.

Bettina Stark-Watzinger aus Hofheim (FDP): "Unternehmen müssen für die Verschmutzung zahlen, das regt sie an, in Ingenieure zu investieren. Und Erfindergeist ist das Wichtigste." AfD-Spitzenkandidatin Mariana Harder-Kühnel aus Gelnhausen: "Wenn wir Deutschland zu einem vorindustriellen Agrarland macht, dann verlieren wir."

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Umweltschutz: Eine Frage des Preises?

Umweltschutz muss für alle erschwinglich sein, fordert die CDU. Helge Braun aus Gießen "Wir wollen den Bürgern nichts verbieten, wir wollen ihnen Anreize setzen: Wenn ein E-Auto billiger wird, steigt man freiwillig um."

Janine Wissler (Die Linken) aus Frankfurt betont dabei den sozialen Aspekt: "Wichtig aber ist, dass die Kosten nicht auf die abgewälzt werden, die ohnehin schon wenig haben.Wir brauchen einen sozialen Ausgleich." Es solle nicht alles über die Preise laufen, sondern zum Beispiel sei es wichtig, das Bus- und Bahnangebot auszuweiten.

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SPD: "Klimaschutz ist kein Jobkiller"

Die SPD ruft zu Taten auf: "Wir müssen als Vorreiter vorangehen und sollen nicht auf die hören, die sagen, den Klimawandel gibt es nicht. Und die sagen: Klimaschutz sei ein Jobkiller – denn das stimmt nicht", sagt Spitzenkandidat Michael Roth aus Rotenburg im Interview.

Die Grünen bestätigen dringenden Handlungsbedarf, auch wenn man dafür investieren muss. Bettina Hoffmann aus Kassel bringt es auf den Punkt: "Klimaschutz gibt es nicht umsonst, aber wir bekommen saubere Luft und besseres Wasser." (gmö)