Ex-Polizist Derek Chauvin angeblich unfair behandelt

Anwalt von George Floyds Mörder will neuen Prozess

Anwalt Eric Nelson (links) und Derek Chauvin beim Prozss im Mordfall George Floyd.
Anwalt Eric Nelson (links) und Derek Chauvin beim Prozss im Mordfall George Floyd.
© dpa, Uncredited, MG kde ogu

05. Mai 2021 - 10:07 Uhr

Vorwürfe gegen Gericht und Staatsanwaltschaft

Neues juristisches Manöver: Nach dem Schuldspruch gegen den weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin wegen der Ermordung des Afroamerikaners George Floyd hat die Verteidigung eine Neuauflage des Verfahrens beantragt. Als Begründung führte Anwalt Eric Nelson rechtliche Fehler und Fehlverhalten von Gericht und Staatsanwaltschaft an. Wegen der Summe der Fehler sei der Prozess gegen Chauvin nicht fair gewesen und habe ihn damit seiner von der Verfassung garantierten Rechte beraubt.

Anwalt hatte Ausschuss der Öffentlichkeit gefordert

Bereits während des Prozesses scheiterte die Verteidigung des Mörders mehrfach mit Anträgen auf ein sofortiges Ende des Verfahrens aufgrund angeblicher rechtlicher Fehler. Als Begründung für den jüngsten Antrag führte Chauvins Anwalt unter anderem an, dass der Richter eine Verlegung des Prozesses an einen anderen Ort blockiert habe.

Zudem habe Richter Peter Cahill es versäumt, eine komplette Abschottung der Geschworenen von der Außenwelt für die ganze Dauer des Verfahrens anzuordnen. Nelson warf zudem auch der Staatsanwaltschaft Verfahrensfehler vor.

Strafmaß soll am 16. Juni verkündet werden

Die Geschworenen hatten Chauvin Ende April unter anderem des Mordes zweiten Grades schuldig gesprochen. Darauf stehen im US-Bundesstaat Minnesota bis zu 40 Jahre Haft. Bislang ist die Verkündung des Strafmaßes am Gericht in Minneapolis für den 16. Juni geplant.

Floyds Tod am 25. Mai 2020 bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis hatte weltweit Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst, insbesondere in den USA.

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Video zeigt George Floyds Festnahme: Er wehrte sich nicht

Videos dokumentieren, wie Polizisten den unbewaffneten Mann zu Boden drückten. Chauvin presste dabei sein Knie gut neun Minuten lang auf Floyds Hals, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Floyd verlor dadurch das Bewusstsein und starb.

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