RTL.de
TV
GZSZ
Dschungelcamp
Der Bachel
DSDS
Now
Themen und Personen

Minnesota

Minnesota ist der 32. Bundesstaat der USA. Indianische Ureinwohner und französische Siedler waren die treibenden Kräfte in seiner Geschichte.

Der US-amerikanische Bundesstaat Minnesota

Minnesota ist der Name des 32. Bundesstaates der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Name wurde vom ursprünglichen Begriff Mnísota aus der Sioux-Sprache Dakota übernommen. Die Übersetzung in die deutsche Sprache lautet "trübes Wasser". Seit 1858 ist Minnesota ein offizieller Bundesstaat der USA. Er grenzt an North Dakota, South Dakota, Iowa, Wisconsin sowie das Nachbarland Kanada. In Minnesota leben mehr als 5,5 Millionen Menschen, davon rund 3,5 Millionen in der bevölkerungsreichsten Stadt Minneapolis. Die Hauptstadt des Bundesstaates ist Saint Paul.

Minnesotas Ureinwohner und erste Einwanderer

Vor der Einwanderung der ersten Europäer lebten in Minnesota die Ureinwohner Amerikas. Die bekanntesten Stämme in dieser Region waren die Sioux und die Anishinabe. Die ersten europäischen Siedler trafen im frühen 17. Jahrhundert in Minnesota ein. Dabei handelte es sich um Pelzhändler aus Frankreich. Der französische Entdecker Daniel Greysolon ließ im Jahr 1679 am Ufer des Oberen Sees eine selbstständige Befestigungsanlage erbauen und deklarierte den nördlichen Teil Minnesotas als französisches Staatsgebiet. Nach dem Siebenjährigen Krieg im Jahr 1763 verlor Frankreich dieses Gebiet an Großbritannien. Beim Frieden von Paris wurde das Territorium zwischen den Oberen Seen und dem Mississippi dem Nordwestterritorium zugesprochen. Somit stand es zum ersten Mal unter US-amerikanischer Verwaltung.

Minnesota als eigenständiger Staat

Die erste dauerhafte Siedlung Fort Snelling entstand im frühen 19. Jahrhundert. An den Saint-Anthony-Wasserfällen errichteten Soldaten eine Sägemühle und eine Wassermühle. Im Laufe der Jahre entstand in dieser Gegend die Großstadt Minneapolis. Das offizielle Gründungsdatum des Minnesota Territory ist der 3. März 1849. Im nachfolgenden Jahrzehnt erhöhte sich die Einwohnerzahl um ein Vielfaches. Dabei kamen Jahr für Jahr mehr Siedler nach Minnesota, während sich die Lebensbedingungen für die Sioux zunehmend verschlechterten. Eine Folge davon war der sechswöchige Sioux-Aufstand im Jahr 1862. Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts stand in Minnesota ganz im Zeichen des wirtschaftlichen Aufschwungs.

Minnesotas Weiterentwicklung im 20. Jahrhundert

Trotz der enormen Weiterentwicklung in der Industrie behielt die Landwirtschaft ihre Rolle als wichtigster Faktor in der Wirtschaft. Trotzdem gab es in der ersten Hälfte des Jahrhunderts Schwierigkeiten, die einerseits aus der Weltwirtschaftskrise und andererseits aus den Dürreperioden in den frühen 1930er-Jahren resultierten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es einen großen Fortschritt in der Industrie. Moderne Maschinen, neue Berufe und Unternehmen prägten das Bild der arbeitenden Bevölkerung in Minnesota.