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Anonymous-Hacker kapern Attila Hildmanns Online-Kanäle – brisante Daten erbeutet

Anonymous erbeutet brisante Daten

Hacker kapern Attila Hildmanns Online-Kanäle

Attila Hildmann
Attila Hildmann vor dem Berliner Reichstag im Mai 2020.
www.imago-images.de, imago images/Stefan Zeitz, Stefan Zeitz via www.imago-images.de

Telegram-Kanäle und Websites vom Netz genommen

Die Hacker von Anonymous haben die Telegram-Kanäle und Websites von Attila Hildmann gekapert und vom Netz genommen. Außerdem hat die Gruppe nach eigenen Angaben Zugriff auf rund 100.000 E-Mails des Vegankochs erlangt, der zuletzt vor allem mit der Verbreitung von Verschwörungstheorien rund um die Corona-Pandemie Schlagzeilen machte. Ein ehemaliger IT-Mitarbeiter Hildmanns soll den Hackern geholfen haben.

Attila Hildmann bestätigt Übernahme der Kanäle

"Wir haben die Hildmann-Chroniken des Anonymous-Kollektivs erneut geöffnet – um am finalen Kapitel über Attila zu schreiben", ist auf dem Twitter-Account von "Anonymous Germany" zu lesen. Im Blog "Anonleaks" beschreiben die Hacker, wie sie mehrere Websites und Telegram-Kanäle stillgelegt haben, über die Hildmann auch antisemitische Hetze verbreitete.

Hildmann bestätigte die Übernahme seiner Kanäle in einer Sprachnachricht auf einem weiteren Telegram-Kanal, der ihm zugeordnet werden kann.

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Anonymous-Logo prangt auf Attila Hildmanns Internetseiten

Seit Montagmorgen sehen Besucher auf den Seiten statt der bisherigen Inhalte das Anonymous-Logo und eine Art Bekennervideo. Hildmanns "IT-Fuzzi" Kai habe maßgeblich dazu beigetragen, dass der Angriff gelingt, erklären die Hacker. Demnach war Kai früher für viele von Hildmanns Kanälen verantwortlich – zum Teil als Administrator, bei einigen war er aber auch Inhaber. Inzwischen habe er sich jedoch von Hildmann abgewandt und den Hackern seine Zusammenarbeit angeboten.

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Hacker sicherten Großteil der eroberten Daten

Die Daten, die in die Hände der Hacker gelangten, sollen brisante Informationen über die Kontakte des Verschwörungstheoretikers enthalten. Daraus gehe hervor, welche Unternehmen sich von Hildmann trennten und welche nicht, dass sich Menschen mit öffentlichen Ämtern bei ihm als Administratoren bewarben – und dass sich in Hildmanns Adressbuch die Kontaktdaten von mehr als 25 Sexarbeiterinnen befänden, schreibt Anonymous.

Ein großer Teil der Daten sei gesichert worden. Man könne sich vorstellen, sie den Behörden zu übergeben – wenn diese "nicht so agieren wie in der Vergangenheit". Frühere Hinweise seien von Polizei und Justiz allerdings nicht ernst genommen worden, kritisieren die Hacker.

Haftbefehl gegen Attila Hildmann kann nicht vollstreckt werden

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Attila Hildmann wegen Volksverhetzung, Verdachts der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Ein Haftbefehl gegen ihn kann nicht vollstreckt werden, weil er sich in die Türkei abgesetzt hat. Laut Staatsanwaltschaft besitzt Hildmann neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft. (bst)

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