Er kam in der 29. Woche zur Welt Reality-Star Daniel Lott darf Frühchen Leo endlich im Arm halten

Mit Frühchen Leo im Arm! Daniel Lott teilt besonderen Moment mit seinem Sohn bei Instagram.
Mit Frühchen Leo im Arm! Daniel Lott teilt besonderen Moment mit seinem Sohn bei Instagram.
Daniel Lott / Instagram
von Lena Janssen und Anja Blanuscha

Zwischen Hoffnung, Angst und grenzenloser Liebe!
Ex-Bachelorette-Kandidat Daniel Lott und seine Frau Eva sind vor wenigen Tagen zum zweiten Mal Eltern geworden. Nach einer Risikoschwangerschaft kam Sohn Leo jedoch viel zu früh auf die Welt und kämpft nun als Frühchen mit seinen Eltern um jeden Tag.

„Du willst ihm jede Last abnehmen“

„Es ist wirklich wie die ganze Nummer eine komplette Achterbahnfahrt aus wunderbar positiven Emotionen, Freude, Glück und so weiter, bis hin zu purer Trauer, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Machtlosigkeit“, schildert Daniel Lott im RTL-Interview. Wenn der 34-Jährige seinen Sohn auf der Intensivstation sieht, zerreiße es ihm das Herz: „Du willst stark sein für ihn, du willst da sein für ihn, aber innerlich bricht es dir einfach das Herz, ihn so zu sehen.“ Am liebsten würde er Leo jede Last abnehmen. „Aber es geht einfach nicht. Du bist so machtlos und siehst dein Kind da, mit acht Schläuchen, Kabeln, Zugängen und so weiter”, so der Ex-Bachelorette-Kandidat. Doch genau dieser Anblick zeigt den Eltern auch, wie sehr ihr Sohn kämpft.

„Danke für einen der schönsten Momente meines Lebens!”

Bei Instagram meldet sich Daniel jetzt mit einem besonderen Meilenstein. „Danke für einen der schönsten Momente meines Lebens! Ihn gestern eineinhalb Stunden bei mir auf dem Arm zu haben, bedeutete mir die Welt. Speziell nach all den Strapazen”, berichtet er seinen Fans.

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Kleiner Körper, großer Kampfgeist

Über Leos Zustand, der gerade einmal 1000 Gramm wiegt, spricht Daniel vorsichtig, aber voller Hoffnung. „Es geht ihm der Schwangerschaftswoche 29 + 1 entsprechend. Er ist körperlich plus-minus stabil, sage ich mal, aber er hat einfach Atemprobleme. Der braucht Unterstützung, braucht Beatmung.“ Dass sich sein Zustand schnell ändern kann, wissen die Eltern: „Gestern war ein super Tag, hat sich alles ins Positive entwickelt. Es kann aber auch die Tage sein, dass er wieder einen Schritt zurück macht. Das ist ganz typisch bei den Kleinen und deswegen traue ich mich da fast gar nicht, einen Status abzugeben”, so Daniel.

Zu der körperlichen Belastung kommt die ständige psychische Anspannung. „Die positiven Nachrichten, da ruft dich niemand an. Aber für die negativen – da wird halt Kontakt aufgenommen”, beschreibt er sein mulmiges Gefühl, jedes Mal, wenn das Handy klingelt.

Daniel Lott und seine schwangere Ehefrau Eva in Sorge um ihr zweites Baby.
Nach einem Blasensprung in der 21. Schwangerschaftswoche verbrachte Eva die letzten acht Wochen im Krankenhaus.
Instagram/ daniel_lott_

Tochter Mavie wartet auf ihren kleinen Bruder

Schon lange vor der Geburt hatten Daniel und Eva um jede Woche in der Schwangerschaft gekämpft. „Die vergangenen Monate mit Risikoschwangerschaft, Blutungen und Plazenta praevia waren unfassbar hart“, erzählt er. Kurz vor Weihnachten schien endlich alles gut – und dann kam am 26. Dezember – in der 21. Schwangerschaftswoche – der „Scheißblasensprung“, wie er es ehrlich formuliert. Acht Wochen später holen die Ärzte Leo schließlich auf die Welt. „Die Geburt war ein unfassbar großer Meilenstein, auf den wir Monate hingekämpft haben. Um jeden Tag, um jede Stunde haben wir gekämpft.“ Jetzt geht dieser Kampf weiter – nur dass Leo nun an ihrer Seite kämpft.

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Für Daniel ist klar: „Das macht uns natürlich stärker. Also wir waren noch nie so eng.“ Momente wie Verlobung oder Hochzeit seien emotional gewesen – „aber Junge, wenn du so eine Situation hast wie hier“, dann schweiße das noch einmal auf eine andere Art zusammen. Auch Töchterchen Mavie (1,5 Jahre alt) warte zu Hause auf ihren kleinen Bruder.

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Zwei harte Monate – und ein großes Ziel

Der Weg ist allerdings noch lang. „Die nächsten Wochen und Monate werden einfach nur heftig”, weiß er. Leo muss auf der Kinderintensivstation bleiben. Mama Eva erholt sich vom Kaiserschnitt und wird bald in ein Elternhaus neben der Klinik ziehen. Daniel pendelt zwischen der Klinik in Ulm und ihrem Zuhause am Bodensee. Der Plan ist klar: Leo soll, wenn alles gut läuft, ein paar Wochen vor dem ursprünglich errechneten Geburtstermin (2. Mai) nach Hause kommen. „Das heißt, wir haben noch zwei unfassbar schwere Monate – und hoffentlich gehen wir dann alle glücklich nach Hause. Das ist das Ziel, auf das wir hinarbeiten”, sagt er.

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Ein Leben voller Prüfungen

Daniel Lott musste schon viele schwere Krisen durchstehen. Mit siebzehn Jahren sitzt er wegen einer Nervenkrankheit im Rollstuhl. Als er 21 ist, nimmt sich sein Bruder das Leben. Einige Jahre später überlebt sein Vater nur knapp einen schweren Motorradunfall und liegt monatelang im Koma. Auch ein Krebsfall in der Familie erschüttert sie. „Irgendwie so alle drei, vier Jahre haut’s bei uns so dermaßen rein“, sagt Daniel. Gerade deshalb ist er überzeugt: Die Resilienz, die er in all diesen Krisen aufgebaut hat, hilft ihm jetzt, auch Leos Kampf auf der Intensivstation durchzustehen – ohne die Hoffnung zu verlieren.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Instagram