Kurz gesagt
Du stehst am Anfang und weißt nicht, welche App dir wirklich beim Sprachenlernen hilft? Wir haben acht Apps für Einsteiger 2026 verglichen – von Duolingo bis Pimsleur. So findest du in wenigen Minuten die passende für dich.
Ein leeres Vokabelheft, ein Lehrbuch mit Eselsohren und ein Kurs, der immer dann stattfindet, wenn du keine Zeit hast – so hat Sprachenlernen früher ausgesehen. 2026 reicht ein Blick aufs Smartphone.
Die Auswahl an Sprachlern-Apps ist inzwischen riesig – und genau das macht die Entscheidung schwer. Manche Apps setzen auf Spielprinzip und Belohnung, andere auf strukturierten Unterricht, wieder andere lassen dich einfach nur zuhören. Als Anfänger brauchst du vor allem eines: eine App, die dich nicht überfordert, sondern Schritt für Schritt mitnimmt.
Ich habe mir die acht wichtigsten Anbieter genauer angesehen und zeige dir, welche App zu welchem Lerntyp passt – inklusive Preisen, Extras und ehrlicher Schwächen. Keine Marketing-Floskeln, sondern das, was für deinen Start wirklich zählt.
Woran erkennst du eine gute App für den Einstieg?
Nicht jede Sprachlern-App ist für Anfänger gleich gut geeignet. Bevor du dich für eine entscheidest, lohnt sich ein Blick auf vier Punkte: Erklärt die App Grundlagen wirklich von null, ohne Vorwissen vorauszusetzen? Bietet sie kurze, tägliche Einheiten, die sich in deinen Alltag einfügen? Gibt es eine kostenlose Testphase oder Basisversion, mit der du sie unverbindlich ausprobieren kannst? Und passt die Lernmethode – Gamification, strukturierter Unterricht, Immersion oder reines Hören – zu deinem Typ?
Genau diese vier Kriterien habe ich bei allen acht Apps in der folgenden Übersicht geprüft. So siehst du auf einen Blick, wer für deinen Einstieg 2026 wirklich infrage kommt.
| App | Sprachen | Stärkste Funktion |
|---|---|---|
| Duolingo | 42 Sprachen | Kostenlose Vollversion, Gamification, KI-Konversation (Max) |
| Babbel | 14 Sprachen | Von Linguisten entwickelt, Spracherkennung, buchbarer Live-Unterricht |
| Rosetta Stone | 25 Sprachen | Immersionsmethode, TruAccent-Aussprachekontrolle, Lifetime-Option |
| Mondly | 41 Sprachen | KI-Chatbot, AR-/VR-Modus, tägliche Dialog-Lektionen |
| Busuu | 14 Sprachen | Feedback von Muttersprachlern, anerkannte Zertifikate (McGraw-Hill) |
| Memrise | 35 Sprachen | Echte Video-Clips mit Muttersprachlern, Spaced-Repetition-System |
| LingoDeer | 15 Sprachen | Grammatikstark, spezialisiert auf asiatische Sprachen |
| Pimsleur | 51 Sprachen | Reine Audiomethode, ideal für unterwegs, wissenschaftlich fundiert |
Die 8 besten Sprachlern-Apps für Anfänger im Vergleich
Ein Ranking ist nie eins-zu-eins auf jeden Lerntyp übertragbar. Deshalb bekommst du zu jeder App nicht nur die Fakten, sondern auch eine klare Einschätzung, für wen sie sich eignet – und für wen eher nicht.
1. Duolingo
Duolingo kennt heute fast jeder – die grüne Eule hat aus Sprachenlernen ein Massenphänomen gemacht. Über 500 Millionen Menschen weltweit nutzen die App, und das Beste daran: Die kostenlose Version ist keine abgespeckte Demo, sondern vollständig nutzbar. Genau deshalb ist Duolingo für viele die erste Anlaufstelle, wenn sie ganz ohne Vorkenntnisse starten.
Angetrieben wird das Ganze durch ein Spielprinzip, das simpel klingt, aber funktioniert: Serien, Ligen gegen andere Nutzer, Abzeichen fürs Durchhalten. Wer schon mal Panik bekommen hat, weil die eigene Serie kurz vorm Reißen stand, weiß, wie stark dieser Mechanismus wirkt. Eine Lektion dauert meist nur 5 bis 10 Minuten – genug Zeit findet fast jeder.
Mit 42 Sprachen deckt Duolingo praktisch alles ab, von Spanisch und Französisch bis Japanisch, Arabisch und sogar Klingonisch. Die kostenlose Version reicht für den Einstieg locker aus. Wer keine Werbung und Offline-Zugriff will, zahlt für Super Duolingo ab 7,49 €/Monat im Jahresabo; für KI-gestützte Sprechübungen gibt es Duolingo Max ab 14,99 €/Monat.

Technisch steckt hinter der spielerischen Fassade ein adaptiver Lernalgorithmus: Er merkt sich, wo du unsicher bist, wiederholt diese Inhalte automatisch häufiger und passt das Tempo an dich an. Die Grundlage dafür liefert Spaced Repetition – verteiltes Wiederholen zum richtigen Zeitpunkt, statt stures Pauken auf einen Schlag.
Der Haken: Duolingo bleibt stark vokabellastig. Wer nach ein paar Monaten freie Sätze bilden oder komplexere Grammatik verstehen will, merkt schnell die Grenzen. Für den reinen Einstieg – spielerisch, kostenlos, ohne Druck – ist die App aber weiterhin kaum zu schlagen.
Preis: kostenlos nutzbar, Super Duolingo ab 7,49 €/Monat, Duolingo Max ab 14,99 €/Monat (jeweils Jahresabo), 14 Tage gratis testen.
Fazit: Duolingo eignet sich am besten für Einsteiger, die kostenlos, spielerisch und ohne jeden Vorwissen-Anspruch in eine neue Sprache reinschnuppern wollen.
2. Babbel
Wer es beim Sprachenlernen etwas ernster meint als bei Duolingo, landet fast zwangsläufig bei Babbel. Statt auf Punkte und Ligen setzt die Berliner App auf Kurse, die Linguisten und Sprachlehrer entwickelt haben – man merkt es an jeder Lektion: durchdacht aufgebaut, mit klarem roten Faden.
Statt trockener Grammatikübungen trainierst du von Anfang an echte Alltagssituationen – Restaurantbesuch, Arzttermin, Bewerbungsgespräch. Eine integrierte Spracherkennung hört dir dabei zu und korrigiert deine Aussprache in Echtzeit, was besonders am Anfang enorm hilft.
Babbel bietet 14 Sprachen an, darunter alle großen europäischen Sprachen sowie Türkisch, Polnisch und Indonesisch. Ein Abo schaltet automatisch alle Sprachen frei. Das Jahresabo kostet 107,88 € (8,99 €/Monat), ein Lifetime-Zugang 299,99 €; aktuell gibt es 50 % Rabatt auf das 12-Monats-Paket.

Ein echter Zusatznutzen ist Babbel Live: Wer neben der App auch mit echten Lehrern sprechen will, bucht Live-Gruppenunterricht direkt über die Plattform – deutlich günstiger als klassischer Einzelunterricht und bequem von zu Hause aus.
Didaktisch stützt sich Babbel auf vier Prinzipien: Spaced Repetition, kontextbezogenes Lernen, aktives Sprechen von Anfang an sowie die Kombination aus Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen. Klingt nach Lehrbuch – funktioniert in der Praxis aber überraschend gut.
Ein Wermutstropfen: Eine dauerhaft kostenlose Version fehlt. Du bekommst nur eine Schnupperlektion pro Sprache, bevor du zahlen musst. Für eine der gründlichsten Apps am Markt ist das aber ein fairer Deal.
Fazit: Babbel passt zu Anfängern, die strukturiert lernen wollen und bereit sind, für hochwertige, alltagsnahe Kurse zu bezahlen.
3. Rosetta Stone
Rosetta Stone gibt es schon seit 1992 – und die App verfolgt bis heute einen Ansatz, der sich von allen anderen hier unterscheidet: keine Übersetzung, kein Deutsch, nur die Zielsprache von der ersten Sekunde an. Diese sogenannte Immersionsmethode funktioniert ähnlich wie das Sprachenlernen bei Kindern.
Zentral dafür ist die hauseigene TruAccent-Technologie, die deine Aussprache mit der von Muttersprachlern abgleicht und sofort korrigiert. Wer von Beginn an eine saubere Aussprache aufbauen will, findet hier ein starkes Werkzeug – du lernst nicht nur Wörter, sondern wie eine Sprache klingt.
Die Sprachauswahl umfasst 25 Sprachen – auch weniger verbreitete wie Tagalog, Hebräisch, Irisch oder Latein. Das 12-Monats-Abo kostet 119,40 € (9,95 €/Monat), aktuell mit 50 % Rabatt. Besonders attraktiv: lebenslanger Zugang zu allen Sprachen für einmalig 149 € statt regulär 399 €.

Die Immersionsmethode ist zugleich Stärke und Stolperstein: Sie baut echtes Sprachgefühl auf, kann anfangs aber frustrieren, wenn du lieber erklärt bekommen würdest, warum eine Regel so funktioniert. Rosetta Stone erklärt nicht – es lässt dich Muster selbst erkennen.
Neu hinzugekommen sind Rosetta Stone Stories, kurze interaktive Geschichten, die Vokabeln in einen erzählerischen Kontext einbetten, außerdem Live-Tutoring mit echten Lehrern und ein Phrasebook für den schnellen Praxiseinsatz. Eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie nimmt zusätzlich das Risiko raus.
Fazit: Rosetta Stone ist die richtige Wahl für geduldige Anfänger, die Sprache intuitiv statt über Regeln lernen wollen – und mit dem Lifetime-Deal langfristig sparen.
4. Mondly
Mondly ist die technikverliebte App in diesem Vergleich – und meint das positiv. 41 Sprachen, ein KI-Chatbot, ein Augmented-Reality-Modus und sogar VR-Unterstützung für Meta Quest: Wer moderne Technik beim Lernen dabeihaben will, bekommt sie hier tatsächlich geliefert.
Der Aufbau der täglichen Einheiten ist clever: Jede Lektion dauert rund 10 bis 15 Minuten und beginnt mit einem Dialog statt einer Vokabelliste. Ein KI-Chatbot simuliert dabei echte Gespräche und reagiert auf deine Eingaben – du übst Kommunikation, bevor du sie im Alltag brauchst.
Preislich ist Mondly ein Schnäppchen: Das Jahresabo kostet 62,32 € (5,19 €/Monat), der Lifetime-Zugang liegt bei rund 100 € – aktuell mit bis zu 70 % Rabatt. Für den gebotenen Funktionsumfang ist das ausgesprochen günstig.

Die Sprachbreite überrascht positiv: Von Englisch und Spanisch bis Afrikaans, Bengalisch, Tagalog und Latein deckt Mondly Sprachen ab, die andere Apps oft gar nicht führen. Die Audioqualität – eingesprochen von echten Muttersprachlern – ist überdurchschnittlich, kein Roboter-TTS.
Etwas dünn bleibt die Grammatikvermittlung: Wer tiefe Erklärungen erwartet, sollte Mondly eher als Ergänzung nutzen. Als tägliche Übungsroutine mit echtem Konversationsfokus ist die App – seit der Übernahme durch Pearson auch mit kognitionswissenschaftlichem Unterbau – trotzdem stark.
Fazit: Mondly passt zu technikaffinen Einsteigern, die von Tag eins an echte Gespräche üben wollen – bei einer der größten Sprachauswahlen am Markt.
5. Busuu
Busuu setzt auf etwas, das reine Lern-Apps nicht bieten: echte Menschen. Du reichst Schreib- oder Sprechaufgaben ein, und Muttersprachler aus der Community geben dir persönliches Feedback – wie ein Tandempartner auf Abruf, kostenlos inklusive.
Die Kurse decken alle vier Sprachkompetenzen ab – Lesen, Schreiben, Hören, Sprechen – in Einheiten von rund 10 Minuten. Ein Highlight: Busuu vergibt in Kooperation mit McGraw-Hill Education offiziell anerkannte Zertifikate, was bei einer App eher die Ausnahme ist.
Preislich verlangt Busuu für Premium Plus (12 Monate) 69,90 € (5,83 €/Monat), aktuell mit bis zu 51 % Rabatt – dafür bekommst du Zugriff auf alle 14 Sprachen gleichzeitig. Eine kostenlose Basisversion existiert, reicht aber nur für erste Schritte.

Der Lehrplan orientiert sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen – du weißt jederzeit, auf welchem Niveau (A1 bis B2) du gerade stehst. Dazu kommt eine Offline-Funktion für die U-Bahn oder den Flug ohne WLAN sowie ein KI-Studienplan, der deine Schwächen erkennt und den Lernpfad automatisch anpasst.
Wer eine Sprachlern-App sucht, die echtes menschliches Feedback mit strukturiertem Kursaufbau kombiniert und dir am Ende sogar ein Zertifikat gibt, findet in Busuu eine der wenigen Apps, die das leisten.
Fazit: Busuu eignet sich besonders für Anfänger, die Rückmeldung von echten Muttersprachlern wollen und ihren Fortschritt offiziell belegen möchten.
6. Memrise
Memrise will dir Vokabeln nicht einfach nur beibringen, sondern zeigen, wie sie im echten Leben benutzt werden. Statt erfundener Beispielsätze zeigt die App kurze Videoclips mit echten Muttersprachlern, die genau das Wort aus der aktuellen Lektion verwenden.
Dahinter steckt ein cleveres Spaced-Repetition-System: Wörter, die du gut beherrschst, tauchen seltener auf, Wackelkandidaten häufiger. Memrise nennt das intern ‘Mem’ – kognitionswissenschaftlich fundiert und deutlich effizienter als stures Karteikartenlernen.
Mit 35 Sprachen im Angebot – neun davon mit Deutsch als Ausgangssprache, darunter Englisch, Spanisch, Koreanisch und Japanisch – ist die Auswahl breit. Das Jahresabo kostet 69,99 € (5,84 €/Monat), ein Lifetime-Zugang rund 254,99 €, in Aktionen deutlich günstiger.

Was Memrise besonders macht, ist der Fokus auf authentische Umgangssprache statt Lehrbuch-Deutsch, -Englisch oder -Spanisch. Du lernst umgangssprachliche Ausdrücke, regionale Varianten und die natürliche Satzmelodie – genau das, was dir im echten Gespräch später hilft.
Neu dazugekommen sind ein KI-Tutor sowie ein Grammatik-Erklärungsmodul, das Memrise auch für strukturierteres Lernen interessanter macht. Etwas unübersichtlich bleibt die Oberfläche, und der rote Faden ist weniger linear als bei Babbel oder LingoDeer.
Fazit: Memrise ist die beste Wahl für Einsteiger, die authentisches Alltagsvokabular direkt von Muttersprachlern lernen wollen – ideal auch als Ergänzung zu einer strukturierteren App.
7. LingoDeer
Willst du Japanisch, Koreanisch oder Chinesisch lernen, ist LingoDeer kaum zu umgehen. Während andere Apps bei asiatischen Sprachen oft an ihre Grenzen kommen, geht LingoDeer tief in Grammatik und Schriftsysteme.
Jede Lektion erklärt explizit, warum ein Satz so aufgebaut ist, wie er aufgebaut ist – inklusive Erklärungen zu Hiragana, Katakana und Kanji im Japanischen oder Hangul im Koreanischen. Wer bei anderen Apps am ‘Zeichensalat’ verzweifelt ist, findet hier endlich nachvollziehbare Erklärungen.
LingoDeer bietet insgesamt 15 Sprachen, mit Deutsch als Ausgangssprache stehen Chinesisch, Japanisch und Koreanisch zur Verfügung. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist stark: Jahresabo für 49,99 € (4,17 €/Monat), Lifetime-Zugang für einmalig 79,99 €.

Der Lernpfad ist klar linear aufgebaut: von Alphabet und Schriftsystem über Grundgrammatik und Alltagsvokabular bis zu komplexeren Satzstrukturen. Jede Lektion ist mit Audio von Muttersprachlern hinterlegt – die Qualität ist bemerkenswert hoch.
Auch europäische Sprachen wie Spanisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch, Arabisch, Griechisch, Hindi und Türkisch hat LingoDeer im Programm – die eigentliche Stärke bleibt aber unbestritten der asiatische Sprachraum. LingoDeer Plus ergänzt Grammatik-Spiele und Kurzgeschichten für alle, die mehr wollen als das Basispaket.
Fazit: LingoDeer ist erste Wahl für Anfänger, die Japanisch, Koreanisch oder Chinesisch nicht nur auswendig lernen, sondern wirklich verstehen wollen.
8. Pimsleur
Pimsleur ist die App fürs Ohr – und funktioniert damit komplett anders als alle bisherigen Kandidaten. Kein Scrollen, kein Tippen, kein Blick aufs Display: Du hörst 30-minütige Audioeinheiten nach dem Prinzip Frage – Pause – Antwort – Bestätigung und sprichst dabei laut mit.
Die Methode geht auf den Linguisten Dr. Paul Pimsleur zurück, der bereits in den 1960er-Jahren das Prinzip des ‘spaced interval recall’ entwickelte – einen Vorläufer der heutigen Spaced-Repetition-Systeme. Neue Wörter werden genau dann wiederholt, wenn du kurz davor bist, sie zu vergessen.
Mit 51 Sprachen hat Pimsleur die größte Auswahl in diesem Vergleich, darunter auch seltene wie Ojibwe, Dari oder Twi. Das All-Access-Jahresabo kostet 164,95 $ (ca. 13,75 $/Monat); eine kostenlose 7-Tage-Testphase sowie die erste Lektion jeder Sprache sind dauerhaft gratis.

Ideal ist Pimsleur für alle, die wenig Zeit zum Hinsetzen haben: Die Einheiten laufen beim Joggen, im Auto oder beim Abwasch. Wer täglich pendelt, sammelt in einem Jahr mühelos Hunderte Lernstunden – ganz ohne einen einzigen Abend am Schreibtisch.
Der Fokus liegt klar auf gesprochener Sprache und Aussprache; Lesen und Schreiben spielen nur eine Nebenrolle. Auch die Bedienoberfläche läuft derzeit nur auf Englisch, auch wenn die Kursinhalte für Deutsch als Ausgangssprache verfügbar sind. Für gesprochene Sprachkompetenz ist Pimsleur dennoch schwer zu schlagen.
Fazit: Pimsleur passt zu vielbeschäftigten Einsteigern, die Sprachen unterwegs rein durch Zuhören und Sprechen lernen wollen – ganz ohne Bildschirmzeit.
So findest du die App, die zu deinem Lerntyp passt
Bevor du dich entscheidest, beantworte dir drei Fragen: Welche Sprache willst du lernen? Warum lernst du sie? Und wie viel Zeit nimmst du dir täglich? Wer aus Leidenschaft Japanisch lernt und 15 Minuten am Tag hat, braucht eine andere App als jemand, der in sechs Monaten beruflich nach Spanien geht und eine Stunde täglich investiert. Achte außerdem aufs Sprachangebot – nicht jede App führt jede Sprache: LingoDeer glänzt bei asiatischen Sprachen, Babbel bei europäischen, Pimsleur bei der schieren Bandbreite von 51 Sprachen.
Genauso wichtig ist die Lernmethode: Wer klare Grammatikerklärungen bevorzugt, ist bei Babbel oder LingoDeer besser aufgehoben als bei Rosetta Stone (Immersion) oder Duolingo (Gamification). Ohne Budget startest du am besten kostenlos mit Duolingo; wer langfristig plant, sollte sich die Lifetime-Angebote ansehen – Rosetta Stone (149 €), LingoDeer (79,99 €) und Mondly (ca. 100 €) sind hier besonders günstig. Nutze in jedem Fall die kostenlosen Testphasen, bevor du zahlst.
Was eine App nicht ersetzen kann
So gut moderne Apps geworden sind: Allein machen sie dich nicht fließend. Wer täglich übt, wird nach einem Jahr spürbar besser – aber noch keine flüssigen Gespräche mit Muttersprachlern führen. Der Grund: Apps trainieren kontrollierte Sprachproduktion in einer sicheren, vorhersehbaren Umgebung. Echte Gespräche sind dagegen schnell, unvorhersehbar und voller Slang und Akzente.
Was in Apps fehlt, ist echter kommunikativer Druck: Machst du einen Fehler, passiert nichts – keine verwirrte Reaktion, keine Konsequenz. Genau diesen Druck liefern Plattformen wie Preply oder Lingoda mit Live-Unterricht bei echten Lehrern, oder kostenlose Sprachtausch-Apps wie Tandem und HelloTalk. Wer beides kombiniert – App plus echte Gespräche –, kommt spürbar schneller voran.
Auch kultureller Kontext bleibt in Apps oft auf der Strecke: Warum grüßt man morgens auf Spanisch mit ‘buenos días’ statt einfach ‘hola’? Warum zählt im Japanischen die Höflichkeitsebene mehr als die Zeitform? Solche Nuancen lernst du über echte Gespräche, Filme, Serien und Reisen – die App legt nur das Fundament.
5 Tipps, mit denen du mehr aus deiner Sprachlern-App herausholst
- Lerne täglich, notfalls nur 5 Minuten. Regelmäßigkeit schlägt Intensität: Ein täglicher 10-Minuten-Slot bringt langfristig mehr als ein wöchentlicher Zwei-Stunden-Marathon. Bau dir eine feste Routine – morgens beim Kaffee oder abends vorm Einschlafen.
- Sprich laut mit, statt nur zu tippen. Viele Anfänger geben Antworten lieber ein, als sie auszusprechen. Genau das solltest du vermeiden: Nur echtes Sprechen baut die Muskelgedächtnis-Verbindung zwischen Gehirn und Mund auf.
- Setz dir ein konkretes Ziel. ‘Irgendwie Spanisch lernen’ ist kein Ziel, ‘in sechs Monaten 15 Minuten über meinen Urlaub erzählen können’ schon. Konkrete Ziele geben deinem Lernen eine Richtung und machen Fortschritte sichtbar.
- Ergänze die App mit echten Inhalten. Schau Serien in der Zielsprache mit fremdsprachigen Untertiteln, hör Lern-Podcasts oder lies einfache Kinderbücher – was du in der App lernst, verankert sich tiefer, wenn du es im echten Kontext wiedertriffst.
- Such dir nach ein paar Wochen einen echten Gesprächspartner. Plattformen wie Tandem bieten kostenlosen Sprachtausch, Preply oder Lingoda bezahlten Unterricht mit echten Lehrern. Nichts beschleunigt den Fortschritt so sehr wie ein echtes Gespräch.
Häufig gestellte Fragen zu Sprachlern-Apps für Anfänger
Für den absoluten Einstieg ohne jedes Vorwissen eignen sich Duolingo (kostenlos und spielerisch) und Babbel (strukturiert mit Alltagsbezug) am besten. Beide setzen keine Vorkenntnisse voraus und erklären alles von Grund auf. Willst du eine asiatische Sprache wie Japanisch oder Koreanisch lernen, lohnt sich ein Blick auf LingoDeer, das auch Schriftsysteme von null an erklärt.
Bei täglicher Nutzung von 10 bis 15 Minuten bemerken die meisten Einsteiger schon nach zwei bis drei Wochen erste einfache Sätze und ein wachsendes Grundvokabular. Sichtbare Alltagsfähigkeiten – etwa einfache Gespräche führen – dauern je nach Sprache und Zeitaufwand meist mehrere Monate.
Eine App legt ein solides Fundament, macht dich allein aber selten fließend. Ergänzt du das App-Training nach einigen Wochen mit echten Gesprächen – etwa über Tandem, Preply oder Lingoda – und mit Serien, Podcasts oder Büchern in der Zielsprache, erreichst du innerhalb eines Jahres ein deutlich höheres Niveau.
Duolingo bietet die umfangreichste dauerhaft kostenlose Version ohne Zeitlimit. Memrise und Busuu haben ebenfalls kostenlose Basisversionen mit eingeschränktem Funktionsumfang. Pimsleur schenkt dir die erste Lektion jeder Sprache dauerhaft sowie eine siebentägige Testphase. Für dauerhaften Lernerfolg lohnt sich langfristig aber meist ein Abo.
LingoDeer ist hier klar erste Wahl: Die App erklärt Schriftsysteme wie Hiragana, Katakana, Kanji oder Hangul ausführlich und baut Grammatik systematisch auf. Duolingo und Pimsleur bieten diese Sprachen zwar ebenfalls an, gehen aber weniger in die Tiefe.
Für alle, die eine Sprache dauerhaft weiterlernen wollen, rechnet sich ein Lifetime-Zugang fast immer. Rosetta Stone bietet lebenslangen Zugang zu allen 25 Sprachen für 149 € statt 399 € an – nach etwa 15 Monaten Nutzung sparst du gegenüber dem Monatsabo. LingoDeer (79,99 €) und Mondly (rund 100 €) bieten ebenfalls starke Lifetime-Deals.
