Welche Abnehm-App lohnt sich wirklich? Wir haben neun Apps verglichen, von Coaching-Programmen wie Simple und Noom bis zu Kalorienzählern wie YAZIO und FDDB. Unten finden Sie die Preise und unsere Einschätzung, welche die beste Abnehm-App für Ihr Ziel ist. Mehr Details dazu in unserem ausführlichen YAZIO-Test.
Die besten Abnehm-Apps 2026 im Test
Für die meisten ist es nicht der erste Versuch, und das ist kein Makel. Dass Ernährungstracking beim Abnehmen hilft, gilt als gut belegt, und diese Apps machen es einfach. Die wichtigere Frage lautet ohnehin: Öffnen Sie die App in Woche drei noch? Bei vielen Anbietern können Sie sich gratis anmelden und die Abnehm-App kostenlos ausprobieren, bevor Geld fließt.
1. Simple: KI-Coach fürs Intervallfasten
Bei Simple wiegen Sie nichts ab. Sie fotografieren Ihren Teller, der KI-Coach Avo schätzt Kalorien und Nährwerte. Im Zentrum steht das Intervallfasten: Sie legen Ihr Essfenster fest, die App erinnert an Start und Ende und ordnet jede Mahlzeit ein. Wer mit 16:8 schon einmal angefangen und nach zwei Wochen wieder aufgehört hat, bekommt hier den Anstoß, der im Alltag fehlt.

Vorn liegt Simple, weil die App den unangenehmsten Teil abnimmt, das Eintippen. Bei Joghurt oder Hähnchenbrust sitzt die Schätzung überraschend nah. Bei einem Teller Nudeln mit Sauce liegt sie daneben, und das passiert jeder Foto-App. Avo kommentiert dafür wirklich Ihren Tag und verteilt keine Kalendersprüche. Die Laufzeit wählen Sie beim Start, für den Einstieg sind rund 30 € üblich.
Preis: je nach Aktion und Laufzeit, Einstieg meist rund 30 € | Gratisversion: nur eingeschränkt | Plattform: iOS, Android
Für wen: Wer mit Intervallfasten abnehmen will und sich ungern durch Kalorientabellen klickt
+ Foto statt Eintippen, die Schätzung steht in Sekunden
+ Fastenfenster mit Erinnerungen zu Start und Ende
+ Avo kommentiert Ihren Tag, nicht das Wetter
− bei Mischgerichten wird die Foto-Schätzung ungenau
− Preis richtet sich nach Laufzeit und aktueller Aktion
2. Reverse Health: Für alle Frauen, die Gewicht reduzieren wollen
Das 12-wöchige Programm dreht sich um ein Problem, das viele Frauen ab 40 kennen. Der Stoffwechsel wird langsamer, das Gewicht steigt, obwohl sich am Essen nichts geändert hat. Viele zweifeln dann erst einmal an sich selbst. Es sind aber die Hormone, und genau darauf legt Reverse Health seine Mahlzeiten- und Trainingspläne aus. Mehr Details stehen in unserem Reverse Health Test.

Ein Teil der Inhalte kommt nur auf Englisch, was bei einem Programm für den deutschen Markt schade ist. Schulenglisch genügt, eine neue Sprache lernen müssen Sie nicht. Mehr Gewicht hat ohnehin der Eiweißanteil, auf den Reverse Health spürbar stärker setzt als die Konkurrenz. In den Wechseljahren scheitern Standarddiäten oft genau daran: Sie nehmen Muskelmasse mit.
Preis: auf Anfrage (12-Wochen-Programm) | Gratisversion: nein, nur kurze Testphase | Plattform: iOS, Android
Für wen: Frauen ab 40 und in den Wechseljahren, bei denen Standarddiäten nicht mehr greifen
+ Mahlzeiten- und Trainingspläne auf hormonelle Veränderungen ausgelegt
+ deutlich mehr Eiweiß als bei den meisten Konkurrenten
− einige Inhalte sind nur auf Englisch verfügbar
− Preis und Plan erscheinen nach dem kurzen Fragebogen
3. BetterMe: Training und Ernährung aus einer Hand
BetterMe kommt aus dem Fitnessbereich, und die meisten landen dort über Wall Pilates, den Trend, der seit zwei Jahren durch Instagram und TikTok läuft. Dazu gibt es Yoga, Krafttraining ohne Geräte, Mahlzeitenpläne und Schritt-Tracking. Die Einheiten dauern 10 bis 20 Minuten, und genau deshalb bleibt abends noch Zeit dafür.

Der Plan bleibt dabei nicht statisch. Überspringen Sie Einheiten oder verlieren Sie Gewicht, ändern sich die Vorschläge. Laufzeit und Preis wählen Sie im Checkout, für die erste Periode gilt meist ein reduzierter Einstiegspreis, danach läuft das Abo zum regulären Preis weiter. Das Abo verwalten Sie über App Store oder Google Play und passen die Verlängerung dort mit zwei Klicks an.
Preis: je nach Aktion, häufig rund 15 € pro 4 Wochen | Gratisversion: nein | Plattform: iOS, Android
Für wen: Wer zu Hause trainieren will und Ernährung gleich mitnehmen möchte
+ große Auswahl an kurzen Workouts ohne Geräte, von Wall Pilates bis Kraft
+ Trainings- und Mahlzeitenplan aus einem kurzen Fragebogen
− Laufzeit und Preis werden im Checkout angezeigt
− das Abo verlängert sich automatisch, verwaltet über App Store oder Google Play
4. Noom App: Coaching für bessere Ernährung
Noom arbeitet mit Verhaltenspsychologie und lässt das klassische Kalorienzählen weitgehend weg. Tägliche Lektionen sollen Ihr Essverhalten verändern. Gewicht, Ernährung und Werte wie Blutdruck laufen in einer App zusammen. Die ersten zwei Wochen fühlen sich an wie ein gut gemachter Volkshochschulkurs, und das ist als Lob gemeint. Nach vier bis sechs Wochen kennt man die Dramaturgie. Dann muss die eigene Routine tragen.

Noom erstellt personalisierte Lebensmittel- und Sportpläne für Frauen und Männer. Mit rund 14 €/Monat im Jahresplan ist es die teuerste App hier. Beim Coaching geht auch keine andere so weit.
Unsere ausführlichen Erfahrungen finden Sie im Noom Test. Falls Sie zwischen Noom und dem Punktesystem von WW schwanken, hilft unser Vergleich Noom vs. Weight Watchers bei der Entscheidung.
Preis: ab ca. 14 €/Monat im Jahresplan | Gratisversion: nein, nur kurze Testphase | Plattform: iOS, Android
Für wen: Wer sein Essverhalten ändern will und nicht nur Zahlen eintragen möchte
+ verhaltenspsychologischer Ansatz mit täglichen Lektionen
+ Gewicht, Ernährung, Bewegung und Blutdruck in einer App
− teuerste App in unserem Vergleich
− Lektionen werden nach einigen Wochen repetitiv
Von Psycholog:innen entwickelt: Noom verändert Essgewohnheiten langfristig, statt nur Kalorien zu zählen. Mit personalisierten Plänen, täglichen Lektionen und Coaching zur dauerhaften Ernährungsumstellung.
5. WeightWatchers: Abnehmen mit Punkten statt Kalorien
Das Punktesystem ist über 60 Jahre alt und funktioniert genau deshalb: Es kennt keine Nachkommastellen. Jedes Lebensmittel hat einen Punktewert, der sich am Nährwert orientiert. Obst und Gemüse sind Null-Punkte-Lebensmittel, die Sie gar nicht eintragen. Sind Sie schon einmal an einer Kalorien-App gescheitert, weil jedes Gramm zählte, kommen Sie hier oft weiter. Dazu über 14.000 Rezepte, ein Barcode-Scanner und je nach Tarif Workshops, die eher Selbsthilfegruppe als Fitnesskurs sind. Für viele Mitglieder liegt darin das eigentliche Produkt: Menschen, die dasselbe versuchen.
Regulär kostet der App-Tarif rund 25 € pro Monat. Über die laufende Rabattaktion liegt das 12-Monats-Abo bei etwa 10 €/Monat, die einmalige Anmeldegebühr von 30 € fällt dabei meist weg. Wie sich das Punktesystem gegen den Coaching-Ansatz von Noom schlägt, lesen Sie in unserem Vergleich Noom vs. Weight Watchers.
Preis: regulär ca. 25 €/Monat, in der Aktion ab ca. 10 €/Monat im Jahresabo | Gratisversion: nein | Plattform: iOS, Android, Web
Für wen: Wer nicht jeden Tag Kalorien zählen will und Austausch in einer Community sucht
+ Punktesystem statt Kalorien, Obst und Gemüse liegen meist bei null
+ über 14.000 Rezepte, Barcode-Scanner und Workshops
− ohne Aktion die teuerste Variante, dazu 30 € Anmeldegebühr
− die kostenlose App-Version ist nur eine Vorschau
6. Gymondo: Trainieren zu Hause ohne Geräte
Gymondo bietet über 90 Fitness-Programme, alle ohne Geräte, die Kurse dauern zwischen 15 und 45 Minuten. Wer abends um zehn noch eine halbe Stunde trainieren will, ohne das Haus zu verlassen, ist hier richtig. Die Trainer sind gut gelaunt und bleiben es bis zur letzten Minute. Manche brauchen beim Sport genau diese Ansprache, andere drehen den Ton ab. Neben klassischen Workouts gibt es Kurse wie Pilates.

Dazu kommen Gymondo-Rezepte und ein eigener Ernährungsplan. Die erste Woche kostet nichts. Alle Kosten und Funktionen im Detail lesen Sie in unserem Gymondo Test.
Preis: ab ca. 7 €/Monat im Jahresabo | Gratisversion: 7 Tage kostenlos testen | Plattform: iOS, Android, Web
Für wen: Wer abends noch 20 Minuten trainieren will, ohne das Haus zu verlassen
+ über 90 Programme ohne Geräte, Kurse zwischen 15 und 45 Minuten
+ Rezepte und Ernährungsplan sind inklusive
− kein echter Kalorienzähler, Ernährung läuft über Pläne und Rezepte
− nach der Testwoche nur im Abo nutzbar
7. YAZIO: Deutschlands beliebtester Kalorienzähler
Die App aus Erfurt ist in Deutschland die meistgenutzte Ernährungs-App. Kostenlos bekommen Sie Kalorientracking, den Barcode-Scanner und das 16:8-Fastenschema. Für Makronährstoffe und weitere Fastenintervalle brauchen Sie YAZIO Pro, je nach Aktion 45 bis 84 € pro Jahr.

Am stärksten ist die deutsche Lebensmitteldatenbank. Im Test hat der Barcode-Scanner Eigenmarken wie „Gut & Günstig“ oder „ja!“ ohne Zögern erkannt, und genau daran scheitern die internationalen Apps. Beim Brötchen vom Bäcker und beim Kantinenessen bleibt es trotzdem Schätzarbeit. Apple Watch, Fitbit und Garmin lassen sich anbinden.
Preis: Pro ab ca. 3,75 €/Monat im Jahresabo (regulär bis 6,99 €) | Gratisversion: ja, mit Tracking und 16:8-Fasten | Plattform: iOS, Android, Web
Für wen: Wer deutsche Supermarktprodukte trackt und Intervallfasten kombinieren will
+ erkennt Discounter-Eigenmarken, an denen internationale Apps scheitern
+ Intervallfasten und Kalorienzähler im selben Menü
+ Anbindung an Apple Watch, Fitbit und Garmin
− Makro-Ziele und Rezepte gibt es nur mit Pro
− wechselnde Aktionspreise machen den Vergleich mühsam
8. MyFitnessPal: Der internationale Klassiker
In Studien dient MyFitnessPal häufig als Referenz-App. Die riesige Datenbank stammt allerdings größtenteils von Nutzern, und das merkt man sofort. Geben Sie „Haferflocken“ ein, erscheinen zwei Dutzend Treffer mit lauter unterschiedlichen Werten, und Sie entscheiden selbst, welcher stimmt. Deutsche Eigenmarken deckt die App schlechter ab als YAZIO oder FDDB.

Seit 2024 hat MyFitnessPal die kostenlose Version stark eingeschränkt. Premium kostet rund 9,99 € im Monatsabo, im Jahresplan etwa 6,67 €/Monat. Haben Sie schon Jahre an Essenshistorie in der App oder tracken Sie viel im Ausland, findet sich kaum eine bessere Datenbank. Für den Einstieg in Deutschland greifen Sie besser zu YAZIO oder FDDB.
Preis: Premium ab ca. 6,67 €/Monat im Jahresabo, monatlich 9,99 € | Gratisversion: ja, seit 2024 stark eingeschränkt | Plattform: iOS, Android, Web
Für wen: Wer viele internationale Produkte trackt oder schon Jahre an Essenshistorie in der App hat
+ über 14 Millionen Einträge, stark bei Restaurantketten und Auslandsurlaub
+ verbindet sich mit über 50 Fitness-Apps und Trackern
− nutzergenerierte Datenbank: mehrere Einträge pro Produkt, mit unterschiedlichen Werten
− deutsche Eigenmarken deutlich schlechter abgedeckt als bei YAZIO oder FDDB
− Gratisversion seit 2024 spürbar beschnitten
9. FDDB: Kostenloser Kalorienzähler aus Deutschland
Das Bremer Unternehmen pflegt seine Lebensmitteldatenbank seit über 20 Jahren, mit klarem Fokus auf deutsche Produkte. Über 10 Millionen Nutzer verwenden FDDB, im App Store und bei Google Play hält die App jeweils 4,6 Sterne. Neben YAZIO oder Noom sieht die Oberfläche alt aus. Dafür läuft sie ohne Schnickschnack und stört nicht mit Upgrade-Hinweisen.

FDDB ist die einzige App im Test, deren Gratisversion kein Werbeprospekt für die Bezahlversion ist. Barcode-Scanner, Ernährungstagebuch und Intervallfasten-Tracker sind von Anfang an dabei und bleiben es. Für längere Speicherzeiten oder die Anbindung an einen Fitness-Tracker zahlen Sie die Premium-Version ab ca. 3,33 €/Monat. Der ehrlichste Deal in diesem Vergleich.
Preis: Premium ab ca. 3,33 €/Monat | Gratisversion: ja, mit allen Basisfunktionen | Plattform: iOS, Android, Web
Für wen: Wer kostenlos tracken will und Wert auf deutsche Produkte legt
+ Barcode-Scanner, Ernährungstagebuch und Intervallfasten-Tracker gratis
+ Datenbank seit über 20 Jahren auf deutsche Produkte ausgelegt
+ keine Upgrade-Hinweise, die den Tag unterbrechen
− Oberfläche sieht ihre 20 Jahre
Alle neun Apps im direkten Vergleich:
| App | Typ | Kostenlos nutzbar? | Preis ab | Am besten für |
|---|---|---|---|---|
| Simple | Coaching und Fasten | Nur eingeschränkt | Einstieg ca. 30 € | Intervallfasten mit KI-Coach |
| Reverse Health | Coaching | Kurze Testphase | auf Anfrage | Frauen über 40 und in den Wechseljahren |
| BetterMe | Training und Ernährung | Nein | ca. 15 € pro 4 Wochen | Home-Workouts mit Ernährungsplan |
| Noom | Coaching | Kurze Testphase | ca. 14 €/Monat | Verhaltensänderung und langfristiges Abnehmen |
| WeightWatchers | Punktesystem | Nein | ca. 10 €/Monat in der Aktion | Abnehmen ohne Kalorien zu zählen |
| Gymondo | Fitness | 7 Tage gratis | ca. 7 €/Monat | Training zu Hause ohne Geräte |
| YAZIO | Kalorienzähler | Ja (Basis + 16:8-Fasten) | ca. 3,75 €/Monat | Kalorienzählen mit Intervallfasten |
| MyFitnessPal | Kalorienzähler | Ja (eingeschränkt) | ca. 6,67 €/Monat | Internationale Lebensmitteldatenbank |
| FDDB | Kalorienzähler | Ja (umfangreich) | ca. 3,33 €/Monat | Kostenlos tracken mit deutschen Produkten |
Welche Abnehm-App ist kostenlos?
Die Tabelle zeigt es bereits: „Kostenlos“ bedeutet je nach App etwas anderes. FDDB und YAZIO bieten in der Gratisversion echtes Tracking mit Ernährungstagebuch und Scanner, ohne Zeitlimit. Bei MyFitnessPal ist die Basisversion seit 2024 deutlich abgespeckt. Die übrigen sechs Apps arbeiten mit kurzen Testphasen oder einem reduzierten Einstiegsangebot, danach wird ein Abo fällig. Wollen Sie Makro-Ziele setzen oder Rezepte nutzen, stehen Sie fast überall vor der Paywall. Das ist keine Schikane, sondern das Geschäftsmodell.
Premium-Preise im Überblick (Stand 2026, jeweils im Jahresabo):
- FDDB Premium: ab ca. 3,33 €/Monat
- YAZIO Pro: ab ca. 3,75 €/Monat (regulär bis 6,99 €)
- MyFitnessPal Premium: ab ca. 6,67 €/Monat
- Gymondo Plus: ca. 7–10 €/Monat
- Noom: ab ca. 14 €/Monat
Im Jahresabo sparen Sie gegenüber monatlicher Zahlung 40 bis 60 %. Zahlen lohnt sich vor allem, wenn Sie Makros steuern oder die Werbung loswerden wollen. Gerade eiweißreiche Ernährungsplanung lässt sich damit genauer umsetzen, und das bremst den Jo-Jo-Effekt.
Kalorienzähler-App: kostenlos Kalorien tracken
Drei der neun Apps sind reine Kalorienzähler, und dort landen die meisten, die einfach nur wissen wollen, was der Tag zusammengerechnet ergibt. Sie tragen ein, was auf den Teller kommt, die App rechnet mit. Lektionen und Wochenpläne gibt es nicht. Für viele reicht das, denn das regelmäßige Protokollieren gilt als wirksamster Hebel beim Abnehmen.
- FDDB: über 250.000 deutsche Lebensmittel, dazu Barcode- und KI-Food-Scanner. Nüchterne Oberfläche, keine Upgrade-Hinweise im Weg.
- YAZIO: die bequemste Bedienung der drei, mit Eigenmarken aus Supermarkt und Discounter und Intervallfasten im selben Menü.
- MyFitnessPal: unschlagbar bei internationalen Produkten und Restaurantketten, schwach bei deutschen Eigenmarken.
Eine gute Ernährungs-App erkennen Sie an zwei Dingen. Die Datenbank muss die Marken kennen, die bei Ihnen im Einkaufswagen liegen, sonst tippen Sie jedes zweite Produkt selbst ein. Und die Gratisversion darf das Ernährungstagebuch nicht nach zwei Wochen sperren. FDDB und YAZIO erfüllen beides.
Intervallfasten-App: Welche Apps das Essfenster mittracken
Manche wollen gar nicht zählen. Sie wollen nur später anfangen zu essen. Für Intervallfasten genügen ein Timer und ein bisschen Durchhaltevermögen, eine Kalorientabelle brauchen Sie nicht. Am verbreitetsten ist 16:8, also 16 Stunden Pause und ein Essfenster von acht Stunden. Drei Apps aus dem Test decken das ab, allerdings in unterschiedlicher Tiefe.
- Simple: Das Fasten steht im Mittelpunkt. Sie legen Ihr Essfenster fest, die App erinnert an Start und Ende und rechnet die per Foto erfassten Mahlzeiten mit ein.
- YAZIO: Das 16:8-Schema ist in der Gratisversion enthalten. Weitere Intervalle wie 5:2 oder 20:4 schalten Sie mit YAZIO Pro frei.
- FDDB: Der Intervallfasten-Tracker gehört zu den Basisfunktionen und kostet dauerhaft nichts.
Für den Timer und ein einfaches Protokoll reichen FDDB oder YAZIO kostenlos. Brauchen Sie beim Durchhalten Unterstützung und wollen die Mahlzeiten gleich mit erfassen, sind Sie bei Simple besser aufgehoben. Welche Methode zu Ihnen passt, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Intervallfasten.
Ebenfalls getestet: Lifesum, FatSecret und Fastic
In unsere Auswahl haben es diese drei nicht geschafft. Je nach Ziel lohnt trotzdem ein Blick.
Lifesum kommt aus Schweden und ist optisch die schönste App hier. Mahlzeiten erfassen Sie per Foto, Sprachnachricht oder Barcode, dazu wählen Sie eine Ernährungsform wie High Protein oder Paleo. Das kostenlose Tagebuch ist allerdings stark begrenzt. Ernsthaft nutzbar wird die App erst mit Premium, rund 8 €/Monat und im Jahresabo günstiger.
FatSecret ist der Geheimtipp unter den kostenlosen Kalorienzählern und in einer Zeit, in der alle anderen ihre Gratisversionen zusammenstreichen, fast ein Anachronismus. Makro-Tracking, Barcode-Scanner und Rezepte gibt es ohne Abo, finanziert über Werbung. Bei deutschen Eigenmarken kommt die Datenbank an FDDB nicht heran.
Fastic stammt von einem deutschen Anbieter und verbindet Intervallfasten mit Kalorienzähler und Community. Die Basisversion kostet nichts, Fastic Plus liegt bei rund 13 €/Monat und damit über Noom-Niveau für weniger Programm. Dafür ist die Fasten-Community die aktivste der drei.
So finden Sie die richtige App zum Abnehmen
Die richtige App ist die, die Sie tatsächlich jeden Tag öffnen. Sie muss in Ihren Ablauf passen, nicht umgekehrt. Alles andere hält nur so lange, wie die Motivation reicht, und die reicht bei niemandem unbegrenzt.

Per Barcode-Scan oder KI-Fotoerkennung erfassen Abnehm-Apps Ihre Mahlzeiten in Sekunden. Selbst Produkte, die Sie bei einem Lieferservice bestellen, lassen sich so tracken.
Die meisten Programme fragen nach der Anmeldung Ihre Körperdaten ab und bauen daraus einen Plan. Möchten Sie lieber einen fertig ausgearbeiteten Plan als eine Tracking-App, ist Beyond Body eine Alternative. Und wenn Sie gar keine strikte Diät wollen, hilft unser Ratgeber Abnehmen ohne Diät weiter.

Einen eigenen Abnehm-Apps-Test von Stiftung Warentest gibt es bisher nicht. Der letzte Gesundheits-App-Test stammt aus dem Jahr 2013 und hilft bei der heutigen App-Auswahl kaum weiter. Unser Vergleich basiert auf eigenen Tests und aktuellen Nutzererfahrungen.
Müssen Sie aus medizinischen Gründen abnehmen, lohnt ein Blick auf Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) wie Zanadio. Ärzte verordnen diese Apps auf Rezept, die Krankenkasse zahlt sie vollständig. Die Programme in diesem Vergleich ersetzen sie nicht, bei Adipositas leisten sie aber echte Unterstützung.
Am Ende hilft nur ausprobieren. Laden Sie zwei Apps herunter, tracken Sie zwei Wochen lang alles, auch das Feierabendbier, und schauen Sie dann, welche Sie ohne Erinnerung noch öffnen. Zwei Wochen sind die ehrliche Probezeit: Was Sie nach 14 Tagen vergessen haben, holen Sie im dritten Monat nicht mehr zurück. Und wenn eine Woche daneben geht, löschen Sie nicht gleich die App. Tragen Sie am nächsten Tag einfach weiter ein. Weitere praktische Strategien finden Sie in unseren Tipps zum Abnehmen.
