Welche Abnehm-App lohnt sich wirklich? Wir haben die beliebtesten Apps zum Abnehmen verglichen, von Noom und Reverse Health über Kalorienzähler wie YAZIO und FDDB bis Gymondo. Hier finden Sie Preise, Funktionen und unsere Einschätzung aus dem Test.
Die besten Abnehm-Apps 2026 im Test
Noom hat uns als Coaching-Programm am meisten überzeugt, YAZIO und FDDB sind die besten Kalorienzähler für den deutschen Markt, und Gymondo bringt strukturiertes Training nach Hause. Dass konsequentes Ernährungstracking beim Abnehmen hilft, ist wissenschaftlich gut belegt – und genau das machen diese Apps einfach. Bei den meisten Anbietern können Sie sich gratis anmelden und die Abnehm-App kostenlos ausprobieren, bevor Sie sich für ein Abo entscheiden.
1. Noom App: Coaching für bessere Ernährung
Noom zählt keine Kalorien im klassischen Sinn, sondern setzt auf Verhaltenspsychologie. Tägliche Lektionen sollen Ihr Essverhalten verändern. Gewicht, Ernährung, Bewegung und Gesundheitswerte wie Blutdruck laufen dabei in einer App zusammen. In der Praxis fühlt sich das anfangs wie ein gut gemachter Selbstlernkurs an, der motiviert. Nach einigen Wochen werden die Inhalte allerdings repetitiv.

Noom bietet personalisierte Lebensmittel- und Sportpläne für Frauen und Männer. Mit ca. 14 €/Monat (Jahresplan) ist es die teuerste App in unserem Vergleich, aber auch die, die beim Thema Coaching am weitesten geht.
Unsere ausführlichen Erfahrungen finden Sie im Noom Test. Falls Sie zwischen Noom und dem Punktesystem von WW schwanken, hilft unser Vergleich Noom vs. Weight Watchers bei der Entscheidung.
Von Psycholog:innen entwickelt: Noom verändert Essgewohnheiten langfristig, statt nur Kalorien zu zählen. Mit personalisierten Plänen, täglichen Lektionen und Coaching zur dauerhaften Ernährungsumstellung.
2. Reverse Health: Für alle Frauen, die Gewicht reduzieren wollen
Das 12-wöchige Programm dreht sich um ein Problem, das viele Frauen ab 40 kennen: Der Stoffwechsel wird langsamer, das Gewicht geht hoch, obwohl sich an der Ernährung nichts geändert hat. Die Mahlzeiten- und Trainingspläne von Reverse Health sind auf genau diese hormonellen Veränderungen ausgelegt. Mehr Details finden Sie in unserem Reverse Health Test.

Einige Inhalte sind nur auf Englisch verfügbar. Sie müssen dafür keine neue Sprache lernen, es reicht, einzelne Begriffe zu übersetzen. Bei unserem Test fiel das nicht ins Gewicht. Aufgefallen ist uns, dass die Ernährungstipps deutlich mehr auf Eiweiß setzen als bei den meisten Konkurrenten. Für Frauen ab 40 ist das sinnvoll, weil Muskelmasse in den Wechseljahren schneller abgebaut wird.
3. Gymondo: Trainieren zu Hause ohne Geräte
Gymondo bietet über 90 Fitness-Programme, alle ohne Geräte. Die Trainer erklären Übungen verständlich, die Kurse dauern zwischen 15 und 45 Minuten. Wer abends um 22 Uhr noch eine halbe Stunde trainieren will, ohne das Haus zu verlassen, ist hier richtig. Neben klassischen Workouts gibt es auch Kurse wie Pilates.

Dazu kommen Gymondo-Rezepte und ein eigener Ernährungsplan. Die App lässt sich 7 Tage kostenlos testen. Alle Kosten und Funktionen im Detail lesen Sie in unserem Gymondo Test.
4. YAZIO: Deutschlands beliebtester Kalorienzähler
Die App aus Erfurt hat sich in Deutschland zur meistgenutzten Ernährungs-App entwickelt. Kostenlos verfügbar sind Kalorientracking, Barcode-Scanner und das 16:8-Fastenschema. Wer seine Makronährstoffe steuern, Rezepte nutzen oder weitere Fastenintervalle freischalten möchte, braucht YAZIO Pro (je nach Aktion 45 bis 84 € pro Jahr).

Am stärksten ist die deutsche Lebensmitteldatenbank. Im Test hat der Barcode-Scanner auch Eigenmarken wie „Gut & Günstig” oder „ja!” ohne Probleme erkannt. Apple Watch, Fitbit und Garmin lassen sich anbinden.
5. MyFitnessPal: Der internationale Klassiker
In Studien wird MyFitnessPal häufig als Referenz-App herangezogen. Die Stärke ist zugleich die Schwäche: Die riesige Datenbank ist größtenteils nutzergeneriert. Dadurch kommt es regelmäßig zu fehlerhaften oder doppelten Nährwertangaben. Deutsche Eigenmarken sind im Vergleich zu YAZIO oder FDDB deutlich schlechter abgedeckt.

Seit 2024 hat MyFitnessPal die kostenlose Version stark eingeschränkt. Premium kostet rund 9,99 € im Monatsabo, im Jahresplan ab ca. 6,67 €/Monat. Wenn Sie bereits jahrelange Essenshistorie in der App haben oder viele internationale Produkte tracken, gibt es kaum eine bessere Datenbank. Für den Einstieg als Kalorienzähler in Deutschland sind YAZIO oder FDDB allerdings die bessere Wahl.
6. FDDB: Kostenloser Kalorienzähler aus Deutschland
Das Bremer Unternehmen pflegt seine Lebensmitteldatenbank seit über 20 Jahren, mit klarem Fokus auf deutsche Produkte. Über 10 Millionen Nutzer verwenden FDDB, im App Store und bei Google Play hält die App jeweils 4,6 Sterne. Die Oberfläche wirkt im Vergleich zu YAZIO oder Noom etwas in die Jahre gekommen, dafür funktioniert die App ohne Schnickschnack und lenkt nicht mit Upgrade-Hinweisen ab.

Was bei FDDB auffällt: Die kostenlose Version ist keine abgespeckte Demo. Barcode-Scanner, Ernährungstagebuch, Kalorienrechner und Intervallfasten-Tracker sind von Anfang an dabei. Wer längere Speicherzeiten, erweiterte Statistiken oder Fitness-Tracker-Anbindung möchte, zahlt für die Premium-Version ab ca. 3,33 €/Monat.
Alle Abnehm-Apps auf einen Blick:
| App | Typ | Kostenlos nutzbar? | Premium-Preis (Jahresabo) | Am besten für |
|---|---|---|---|---|
| Noom | Coaching | Kurze Testphase | ab ca. 14 €/Monat | Verhaltensänderung und langfristiges Abnehmen |
| Reverse Health | Coaching | Kurze Testphase | auf Anfrage | Frauen über 40 und in den Wechseljahren |
| Gymondo | Fitness | 7 Tage gratis | ab ca. 7 €/Monat | Training zu Hause ohne Geräte |
| YAZIO | Kalorienzähler | Ja (Basis + 16:8-Fasten) | ab ca. 3,75 €/Monat | Kalorienzählen mit Intervallfasten |
| MyFitnessPal | Kalorienzähler | Ja (eingeschränkt) | ab ca. 6,67 €/Monat | Internationale Lebensmitteldatenbank |
| FDDB | Kalorienzähler | Ja (umfangreich) | ab ca. 3,33 €/Monat | Kostenlos tracken mit deutschen Produkten |
Welche Abnehm-App ist kostenlos?
Die Tabelle zeigt es bereits: „Kostenlos” bedeutet je nach App etwas anderes. FDDB und YAZIO bieten in der Gratisversion echtes Tracking mit Ernährungstagebuch und Scanner. Bei MyFitnessPal ist die Basisversion seit 2024 deutlich abgespeckt. Noom, Reverse Health und Gymondo setzen auf kurze Testphasen, danach wird ein Abo fällig. Kalorienzählen geht bei fast allen Apps kostenlos. Sobald Sie aber Makro-Ziele setzen oder Rezepte nutzen wollen, landen Sie an der Paywall.
Premium-Preise im Überblick (Stand 2026, jeweils im Jahresabo):
- FDDB Premium: ab ca. 3,33 €/Monat
- YAZIO Pro: ab ca. 3,75 €/Monat (regulär bis 6,99 €)
- MyFitnessPal Premium: ab ca. 6,67 €/Monat
- Gymondo Plus: ca. 7–10 €/Monat
- Noom: ab ca. 14 €/Monat
Im Jahresabo sparen Sie gegenüber monatlicher Zahlung 40 bis 60 %.
Zum reinen Kalorienzählen reichen FDDB oder YAZIO kostenlos völlig aus. Ein Premium-Abo lohnt sich, wenn Sie Makros tracken, Werbung loswerden oder detaillierte Auswertungen sehen wollen. Gerade eiweißreiche Ernährungsplanung und Makro-Tracking können den Jo-Jo-Effekt bremsen.
So finden Sie die richtige Abnehm-App
Die richtige App ist die, die Sie tatsächlich jeden Tag öffnen. Wichtiger als der Funktionsumfang ist, dass die App zu Ihrem Alltag passt.

Per Barcode-Scan oder KI-Fotoerkennung erfassen Abnehm-Apps Ihre Mahlzeiten in Sekunden. Selbst Produkte, die Sie bei einem Lieferservice bestellen, lassen sich so tracken.
Die meisten Programme fragen nach der Anmeldung Ihre Körperdaten ab und erstellen daraus einen Plan, der auf Sie zugeschnitten ist. Wer statt einer Tracking-App lieber einen komplett ausgearbeiteten, personalisierten Plan an die Hand bekommt, findet in Beyond Body eine passende Alternative. Falls Sie keine strikte Diät verfolgen möchten, lohnt sich auch unser Ratgeber Abnehmen ohne Diät.

Einen eigenen Abnehm-Apps-Test von Stiftung Warentest gibt es bisher nicht. Der letzte Gesundheits-App-Test stammt aus dem Jahr 2013 und hilft bei der heutigen App-Auswahl kaum weiter. Unser Vergleich basiert auf eigenen Tests und aktuellen Nutzererfahrungen.
Wer aus medizinischen Gründen abnehmen muss, sollte auch Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) wie Zanadio kennen. Diese Apps werden ärztlich verordnet und von der Krankenkasse bezahlt. Sie ersetzen die Programme in unserem Vergleich nicht, können aber bei Adipositas unterstützen.
Unser Tipp: Testen Sie zwei bis drei Apps in der kostenlosen Version und entscheiden Sie nach ein bis zwei Wochen, welche am besten in Ihren Alltag passt. Weitere praktische Strategien finden Sie in unseren Tipps zum Abnehmen.
