Unterstützer halten sie für eine „politische Gefangene“Daniela Klette verurteilt! Ex-RAF-Terroristin muss ins Gefängnis
Das Urteil gegen die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette hat am Landgericht Verden für heftige Reaktionen gesorgt. Die 67-Jährige wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie an mehreren schweren Raubüberfällen beteiligt war.
Tumult nach dem Urteil
Kaum war das Strafmaß verkündet, eskalierte die Situation im Gerichtssaal. Mehrere Unterstützer Klettes reagierten lautstark, sprangen auf und forderten ihre Freilassung. Justizbeamte griffen ein, mehrere Personen wurden aus dem Saal geführt. Prozessbeobachter sprachen von ungewöhnlich emotionalen Szenen für eine Urteilsverkündung. Klette selbst blieb äußerlich ruhig. Sie verfolgte die Reaktionen regungslos und ohne erkennbare Emotion.
Raubserie als Lebensgrundlage im Untergrund
Im Prozess ging es um eine Serie von Überfällen, die Klette gemeinsam mit den weiterhin flüchtigen Ex-RAF-Mitgliedern Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub begangen haben soll. Laut Anklage dienten die Taten der Finanzierung ihres Lebens im Untergrund. Acht Überfälle wurden vor Gericht verhandelt, darunter auch drei in Nordrhein-Westfalen: ein Geldtransporter in Duisburg, ein Großmarkt in Leverkusen und ein Supermarkt in Bochum. Die Täter erbeuteten jeweils hohe Summen, teils im sechsstelligen Bereich. Die Richter stützten ihre Entscheidung vor allem auf eine Vielzahl von Indizien. Einzelne Beweise hätten nicht ausgereicht, erklärten sie. Erst die Gesamtschau habe die notwendige Überzeugung gebracht. Auch Spuren und sichergestellte Gegenstände aus Klettes Wohnung spielten eine wichtige Rolle.
Verteidigung legt Revision ein
Die Verteidigung akzeptiert das Urteil nicht. Noch im Gerichtssaal legte Klettes Anwalt Revision ein. Er wirft dem Gericht vor, Beweisanträge zu Unrecht abgelehnt und die Aufklärung des Falls eingeschränkt zu haben. Nun ist der Bundesgerichtshof am Zug. Er prüft das Urteil ausschließlich auf Rechtsfehler im Verfahren, nicht auf die Beweiswürdigung selbst. Sollte das Urteil bestätigt werden, wird es rechtskräftig. Für Klette könnte das bedeuten, dass sie bis ins hohe Alter in Haft bleibt.

































