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RAF

Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksextremistische Terrororganisation, die zwischen 1970 und 1998 aktiv war und insgesamt 33 Menschen ermordete.

RAF dpa bildfunk

Die Rote Armee Fraktion (RAF) entstand Ende der 1960er Jahre aus einer Studentenbewegung. Grob lässt sich die Terrororganisation in drei Generationen einteilen, die von 1970 bis 1998 zahllose Anschläge, Geiselnahmen, Sprengstoffattentate und Banküberfälle verübten. Dabei wurden 33 Menschen ermordet und über 200 verletzt.

Die Gründung der Roten Armee Fraktion wird auf den 14. Mai 1970 datiert, als dem wegen zwei Kaufhausbränden inhaftierten Andreas Baader unter Anwendung von Waffengewalt die Flucht gelang.

In der Folge agierte die RAF nach dem Vorbild lateinamerikanischer Stadtguerillas, die mittels Anschlägen und Morden die herrschenden Diktaturen aus dem Gleichgewicht bringen wollten. Zu den Mitgliedern der ersten Generation der RAF zählten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und Horst Mahler. Anschläge verübte die RAF unter anderem auf das Hauptquartier der US-Armee in Frankfurt am Main (Mai 1972) und das Axel-Springer-Gebäude in Hamburg (Juni 1972). Nach einer bundesweiten Fahndung konnten kurz darauf sämtliche RAF-Mitglieder der ersten Generation gefasst werden.

Das Ziel der zweiten RAF-Generation war insbesondere die Befreiung der ersten Generation. Um dies zu erreichen, brachen die Mitglieder der zweiten Generation der Roten Armee Fraktion um Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar eine Welle des Terrors los, die im 'Deutschen Herbst' des Jahres 1977 gipfelte. In dieser Zeit ereigneten sich die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer, der sechs Wochen später ermordet wurde, sowie die Entführung der Lufthansa-Maschine 'Landshut', die nach fünf Tagen in Mogadischu von der GSG 9 gestürmt wurde. Nachdem beide Operationen gescheitert waren, nahmen sich die RAF-Gründungsmitglieder Andreas Baader und Gudrun Ensslin in ihrer Zelle in Stuttgart-Stammheim das Leben.

Die dritte Generation der RAF verübte von 1985 bis 1991 eine Reihe gezielter Anschläge auf Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft. Dabei kamen unter anderem der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, und der Präsident der Treuhandanstalt, Detlev Rohwedder, ums Leben.

Im Jahr 1998 erklärte die Rote Armee Fraktion ihre Auflösung.

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