Jugendliche im Fokus der extremen RechtenWie Kampfsport zum Türöffner für die rechte Szene wird

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Besonders Jugendliche gehören laut Verfassungsschutzbericht zur Zielgruppe der Rechtsextremen. (Symbolbild)
DPA PA
von Lisa Lechner und Anna-Sophie Schütz

Niedersachsens Verfassungsschutz warnt!
Der Rechtsextremismus bleibt nach wie vor die größte Gefahr für die Demokratie. Grund dafür sei vor allem die AfD. Das ist nur eine der Erkenntnisse des niedersächsischen Verfassungsschutzberichts 2025. Besorgniserregend sei dabei auch der Versuch der rechtsextremen Szene, mit Kampfsportangeboten neue, junge Mitglieder für sich zu gewinnen.

Männlichkeitsbild und Lifestyle

„Wir sehen dazu, dass wir mit zum Beispiel Kampfsportveranstaltung auch im rechtsextremen Bereich eine Sportart genutzt wird, um vor allem junge Männer anzusprechen, sie auf ein Männlichkeitsbild einzuschwören und im Grunde Kampfsport als Lifestyle und zur Verfestigung auch von rechtsextremer Narrative genutzt wird”, erklärt Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) im Gespräch mit RTL. Rechtsextreme gingen „sehr konzentriert und sehr fokussiert” bei der Ansprache von Jugendlichen, insbesondere von jungen Männern, vor.

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Zentral sei dabei auch das „Tatwerkzeug Internet”, das weiterhin an Bedeutung gewinne. „Wir haben sogenannte Influencer, die wirklich für Rechtsextremismus Werbung machen, die sehr, sehr perfide junge Menschen ansprechen, sie versuchen zu radikalisieren.”

Bedrohungen aus vielen Richtungen

Laut Innenministerin Behrens sei der Verfassungsschutz das „Frühwarnsystem der Demokratie”. Der am Donnerstag (11. Juni) vorgestellte Bericht für das Jahr 2025 zeige deutlich, „dass wir ein Erstarken haben des Rechtsextremismus, dass wir mehr Linksextreme haben, dass wir im Bereich des Islamismus zunehmende Personen haben, die uns schaden wollen als Gesellschaft.”

Doch auch hybride Bedrohungen durch den Krieg in Nahost sowie dem Russland-Ukraine-Krieg würden ein zunehmendes Problem darstellen. „Wir müssen leider feststellen, dass wir in Niedersachsen jeden Tag Cyberangriffe haben. Wir haben Sabotage und Spionageaktion. Wir haben Drohnensichtungen in stark steigender Zahl und wir haben Desinformationskampagnen im Netz.”

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„Wir sind gut aufgestellt”

Trotz der zunehmenden Bedrohungen zeigt sich Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) zuversichtlich: „Wir sind gut aufgestellt. Wir haben einen sehr gut aufgestellten Verfassungsschutz, der ein sehr waches Auge auf alle Extremismusphänomene in Niedersachsen hat und uns darüber informiert. Wir haben eine sehr gut aufgestellte Polizei, (...) Wir setzen sehr stark auf die personelle und technische Verstärkung unserer Sicherheitsbehörden.”

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Auch Prävention, beispielsweise in Schulen, spiele eine zentrale Rolle. „Daher tun wir alles, was wir als Demokratie tun können, damit wir sicher leben können und damit wir den Extremismus im Zaum halten.”

Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, dpa