Wenn es schon keine Klimaanlagen gibt, muss man eben selbst für Abkühlung sorgen. So wie in diesem Seniorenheim während der letzten Hitzewelle. Knapp 10.000 Hitzetote zählt das RKI in diesem Jahr bereits. Besonders betroffen sind Menschen über 75. Gerade Ende Juni sind viele gestorben, etwa in überhitzten Dachgeschosswohnungen. Doch auch im Krankenhaus ist es kaum besser.
„Wir bringen überhitzte Patienten in überhitzte Notaufnahmen zur überhitztem Pflegepersonal. Für mich, ich kann das einfach nicht verstehen."
Denn Rollläden oder Klimaanlagen gehören in vielen Kliniken und Heimen immer noch nicht zum Pflichtprogramm, kritisiert die Stiftung Patientenschutz.
„Wir brauchen für die nächsten Jahre und da rechnen wir mit 3 bis 4 Jahren ein Investitionsprogramm von 30 Milliarden Euro. Und das Entscheidende ist aber, dass wenigstens die Neubaumaßnahmen so kunstgerecht ans Netz gehen."
Doch auf der Agenda der Bundesregierung steht das Thema nach wie vor nicht an erster Stelle.
„Es gibt verschiedenste Äußerungen aus den Reihen der Bundesregierung aus den Reihen der Bundesregierung dazu. Und ich werde selbstverständlich auch in den nächsten Tagen und Wochen, wenn sich diese Entwicklung fortsetzen, die Lage weiter beobachten und gegebenenfalls dazu auch öffentlich etwas sagen."
Ja, Äußerungen aus der Bundesregierung gibt es tatsächlich. Doch wirklich zuständig fühlt sich etwa der Bundesumweltminister nicht. Die Verantwortung liege woanders.
Schließlich habe der Bund den Ländern 100 Milliarden aus dem Sondervermögen für Investitionen zur Verfügung gestellt. Doch für den Hitzeschutz brauche es eigene Förderung, meinen Städte und Gemeinden. So lange muss man sich wohl selbst helfen. Und wenn es mit Wasserpistolen ist.