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Kampfsport

Kampfsport ist im Wettkampf ausgeübte Kampfkunst. Karate, Judo, Taekwondo, Fechten, Boxen und Ringen sind Beispiele für Kampfsportarten.

Kampfsport picture alliance / PRO SHOTS | Nico Brekelmans

Der Ausdruck Kampfsport ist eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche Kampfstile. Umgangssprachlich wird Kampfsport vor allem mit asiatischen Techniken assoziiert, etwa Kung Fu, Budo, Judo und Karate. Fachlich ist zwischen der Kampfkunst und dem Kampfsport zu unterscheiden: Im Kampfsport steht der sportliche Wettkampf im Vordergrund. Feste Regeln existieren, nach denen die Kontrahenten kämpfen. Am Ende wird ein Sieger gekürt. Kampfkunst hingegen dient insbesondere der Selbstverteidigung. Die Sportler trainieren, um auf echte Gefahrensituationen vorbereitet zu sein.

Welche Kampfsportart gilt als die älteste Kampfkunst der Welt?

Experten vermuten, dass Kalarippayat die älteste Kampfkunst der Welt ist. Die Ursprünge reichen rund 6.000 Jahre in die Vergangenheit zurück. Annahmen zufolge stammt Kalarippayat aus der Region Kerala in Indien. Indische Krieger sollen diese Bewegungsform als spirituelle, heilige Kampfkunst ausgeübt haben. Obgleich es sich eigentlich um eine waffenlose Sportart handelt, trainieren die Sportler heute mit traditionellen indischen Waffen.

Ist Kampfsport olympisch?

Einige Kampfsport-Varianten sind bei den Olympischen Spielen vertreten: Ringen, Taekwondo, Judo, Fechten und Boxen. Die einzelnen Kampfsportarten haben unterschiedliche Schwerpunkte hinsichtlich ihrer Technik. Judo zeichnet sich durch spezielle Wurf- und Hebeltechniken aus. Im Taekwondo sind Tritte erfolgsentscheidend. Ringer haben engen Körperkontakt und versuchen aus dieser Situation heraus, ihren Gegner zu Boden zu werfen. Boxen hingegen ist auf das Schlagen mit den Fäusten ausgerichtet. Fechter nutzen eine Waffe für ihren Kampfsport, was einen deutlichen Unterschied zu den übrigen olympischen Kampfsport-Varianten darstellt.

Wie wird Kampfsport in Deutschland ausgeübt?

Die meisten Kampfsportler sind Mitglied in einem Verein. Im Jahr 2019 waren 152.755 Personen in Deutschland Mitglied im Deutschen Karate Verband. Dieser Wert stellt eine deutliche Steigerung gegenüber 2002 dar: 106.833 Menschen waren 2002 im Deutschen Karate Verband eingetragen. Fast ebenso beliebt ist Judo. 2019 registrierte der Deutsche Judo Bund rund 134.000 Mitglieder. Der Deutsche Ringerbund verfügte 2019 über 64.058 Mitglieder. Die Deutsche Taekwondo Union erlebte in den 2010er Jahren ebenso wie die übrigen Kampfsportarten Höhen und Tiefen bei den Mitgliederzahlen. 2019 hatte der Verband 55.792 Mitglieder. Mit rund 22.000 Mitgliedern verfügt der Deutsche Fechter Bund über eine relativ geringe Mitgliederzahl.