Mal versucht Steve G mit einem Gullide-ckel in einen Super-markt einzubrechen. Mal schmeißt er Sa-chen aus der Wohnung oder zerstört das Auto seiner Nachba-rin Simone Kuhnert. Sie wohnte mit dem Angeklagten lange Tür an Tür. Vor Ge-richt ist sie als Zeugin und Nebenklägerin. Schon heftig was Steve G ihr al-les angetan hat.
"Er hat mich seit 25. Juli 2025 das Leben zur Hölle ge-macht."
"Der hat mich mehr-mals Fensterscheiben eingeschmissen mit Steinen. Dann hat er mich die Autoschei-ben kaputt geschmis-sen, kaputt gemacht, der Autoscheiben eingeschmissen. Dann hat er mich geschla-gen, mein Handy ka-putt gemacht und hat mich fast täglich Morddrohung, da sie nachts kommt und er schlägt mich. Ich habe mich nicht mehr getraut schlafen zu gehen und nichts."
Steve G sitzt aktu-ell in Untersu-chungshaft, wird mit Handschellen und Fußfesseln in den Gerichtssaal geführ-t. Die Liste der An-klagepunkte ist lang.
"Dem Angeklagten werden insgesamt um die 30 Straftaten zur Last gelegt, darunter Körperver-letzung, Beleidi-gung, Bedrohung, Sachbeschädigungen, Angriffe auf Voll-streckungsbeamte."
Steve G wohnt in Gräfenhainchen einem kleinen Ort in Sach-sen-Anhalt. Seit 2024 terrorisiert er seine Nachbarn. Hat seitdem etliche Straftaten begangen und wurde im April sogar zu 7 Monaten Gefängnis, aber auf Bewährung verurteil-t. Steve G bleibt also ein freier Mann und randaliert wei-ter.
"Dieser junge Mann. Ich weiß nicht, ob der psychisch krank ist oder sonst wie, war es auf jeden Fall. War schon nackig hier auf dem Spielplatz, hat sich ausgezogen. Vor den Kindern, hat meine Frau mit Steinen be-worfen."
"Das fing eigentlich erst an mit Ruhestö-rung im Lärm und et-lichen Polizeiein-sätzen, die wir mit-gekriegt haben. Mittlerweile ist das in Exhibitionismus und auch Körperver-letzung und mehrfa-cher Sachbeschädi-gung übergegangen."
Vor Gericht gibt sich Steve G sehr wortkarg.
"Wenn die Richterin gefragt hat, wie es denn zu den Strafta-ten kam, hat er ent-weder gesagt, er kann sich nicht er-innern, oder er hat eingeräumt, dass er immer Alkohol ge-trunken hat und dass er sich nicht erin-nern kann bzw es aufgrund dessen wahrscheinlich schon so stimmen wir."
Simone hofft auf ei-ne möglichst lange Gefängnisstrafe.
Steve G. drohen bis zu dreieinhalb Jahre Haft. Außerdem for-dert Simone Schaden-ersatz und Schmer-zensgeld für den Terror, den sie er-leben musste, und hofft, dass nach der Urteilsverkündung am Donnerstag endlich wieder Ruhe in ihrem beschaulichen Städt-chen einkehrt.