Sie wollten sich hier als Familie eine schöne Auszeit machen, die Sonne Spaniens genießen. Doch stattdessen endet der Urlaub für die Eltern Thomasina und Patrick Tobin aus London in einer Tragödie.
Am vergangenen Dienstag werden die 51-Jährige und ihr 48-jähriger Mann tot aufgefunden – in ihrem Ferienhaus in der Wohnanlage „Colina del Sol“ bei Cullera, circa 40 Kilometer südlich von Valencia.
Ausgerechnet ihre beiden Teenager-Söhne entdecken die leblosen Eltern neben dem Whirlpool. Medienberichten zufolge könnten die Körper mehr als zwölf Stunden unentdeckt geblieben sein. Diese Anwohnerin ist geschockt:
„Wir waren auf der Terrasse und haben zuerst die Sirene des Krankenwagens gehört. Erst heute Morgen haben wir herausgefunden, was passiert ist. Da waren wir einfach sprachlos.“
Im Fokus: der Whirlpool. Die Ermittler stellen Kratzer und Spuren auf der Haut der Opfer fest sowie Zeichen einer Sogwirkung auf die Körper. Derzeit wird vermutet, dass es durch einen technischen Defekt zu einer unkontrollierbaren Saugkraft kam, aus der sich beide verzweifelt zu befreien versuchten.
Ertrunken seien beide aber nicht. Auch ein Stromschlag wird ausgeschlossen, ebenso ein Verbrechen. Momentan deutet alles auf einen Herz-Kreislauf-Zusammenbruch durch zu große Anstrengung hin.
Die Ferienanlage schreibt auf RTL-Anfrage:
„Wir möchten der Familie, die von diesem tragischen Vorfall in Colina del Sol in Cullera betroffen ist, unser tiefstes Mitgefühl aussprechen. [...] Zum jetzigen Zeitpunkt warten wir den Abschluss der offiziellen Untersuchung ab.“
Ein Whirlpool als tödliche Falle? Wir fragen bei einem deutschen Experten nach:
„Es ist schon etwas verwunderlich, da in Deutschland oder auch in Europa die Whirlpools oder warmen Sprudelbecken generell einer Normung unterliegen. Das heißt, die Hersteller müssen oder sollten sich an diese Norm halten. Und wenn das der Fall ist, dann kann so etwas eigentlich nicht passieren.“
„Dann greifen sowohl die Sicherheitsmechanismen, dass ich zwei Ansaugöffnungen habe, dass diese weit genug auseinander liegen, sodass ich sie nicht gleichzeitig verdecken kann.“
„Außerdem müssen diese Öffnungen auch so konzipiert sein, dass sich keine Haare mehr darin verfangen können.“
Gutachter sollen jetzt klären, ob es einen technischen Defekt gab – und ob die Anlage ausreichend gesichert war.
Verwendete Quelle: ENEX, eigene RTL-Recherche