Entwarnung! Verdacht auf Marburg-Virus in Hamburg nicht bestätigt

Große Erleichterung!
Der Verdacht auf das Marburg-Virus bei zwei Menschen in Hamburg hat sich nicht bestätigt. Die beiden am Mittwoch ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gebrachten Menschen seien negativ auf das Virus getestet worden, teilte die Sozialbehörde mit.

Grippeähnliche Symptome und leichte Übelkeit

Ein PCR-Text habe nun gezeigt, dass der junge Mann nicht an dem Virus leide. Doch wie kam es zu dem Verdacht? Ein Medizinstudent arbeitete in Ruanda in einem Krankenhaus, in dem mit dem Marburg-Virus infizierte Patienten behandelt wurden. Der laut Medienberichten Mitte 20-Jährige reiste mit dem Flugzeug nach Frankfurt und von dort mit dem ICE nach Hamburg. Unterwegs informierte er laut Sozialbehörde Ärzte in der Hansestadt und äußerte die Sorge, dass er sich in Ruanda mit einer tropischen Krankheit infiziert haben könnte.

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Nach Angaben des Studenten hatte er in Ruanda zweimal Kontakt mit einer an dem Virus infizierten Person. Dabei habe er jedoch „angemessene Schutzausrüstung” getragen, teilte die Hamburger Sozialbehörde mit. Die Begleitperson sei ebenfalls negativ getestet worden und weist leichte Symptome eines anderen Krankheitsbildes auf, heißt es weiter. Sie habe keinen Kontakt zu dem Patienten gehabt. Der Student hatte nach Feuerwehrangaben grippeähnliche Symptome und litt unter leichter Übelkeit. Er hat jedoch kein Fieber gehabt.

Keine Gefährdung Dritter

Eine Gefährdung Dritter könne durch die negative Testung und die fehlende Symptomatik während der Reise ausgeschlossen werden. Die Sozialbehörde teilte daher mit, dass für die Flug- und Bahnreisenden, die mit den beiden gemeinsam unterwegs gewesen seien, zu keinem Zeitpunkt ein Risiko einer Infektion bestanden habe.

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Zur Sicherheit werde der Medizinstudent mit Kontakt zu einer erkrankten Person bis zum Ende der Inkubationszeit von bis zu 21 Tagen weiterhin beobachtet.

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Krankheit wird durch Körperflüssigkeiten übertragen

Das Marburg-Virus kann hohes Fieber und Symptome wie Muskelschmerzen, Bauchkrämpfe, Durchfall und blutiges Erbrechen auslösen. Zwischen 24 und 88 Prozent der Infizierten sterben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) an der Erkrankung. Anders als etwa das Corona-Virus wird das Marburg-Virus allerdings nicht über die Luft übertragen. Menschen stecken sich durch den direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter wie Blut an. Laut Sozialbehörde ist auch eine Übertragung durch „direkten engsten Kontakt von Haut oder Schleimhaut” möglich. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 21 Tage. (dpa/eon)