Prozess im Mordfall Fabian (†8)Hundepipi und Fake-Fährten! Legte Gina H. Spuren am Leichenfundort, um von sich abzulenken?

Neue erschreckende Details zu Fabians (†8) Leichenfundort!
Heike M. schildert beim Mordprozess um den kleinen Jungen aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) ausführlich, wie sie und die Angeklagte Gina H. gemeinsam am Leichenfundort waren. Und dann geht es vor dem Landgericht in Rostock plötzlich um einen scheinbar ausgetüftelten Plan und eine große Lüge ...

Gina H. war drei Minuten alleine bei Fabians Leiche

Die Angeklagte sei zielstrebig mit zwei Hunden über einen Acker zum Fundort an einem Tümpel bei Klein Upahl gegangen. Währenddessen sei Heike M. nach eigenen Aussagen in einiger Entfernung mit ihrem Rollator stehen geblieben. Circa drei Minuten sei Gina H. alleine weg gewesen. „Er ist noch da. Es sieht schlimmer aus”, habe sie bei der Rückkehr gesagt.

18.06.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Die Angeklagte (M) verdeckt ihr Gesicht mit einem Hefter und sitzt neben Thomas Löcker, Anwalt, im Saal des Landgerichts zu Beginn der Fortsetzung des Mordprozesses im Fall Fabian. Der Angeklagten wird vorgeworfen am 10.10.2025 heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen den zur Tatzeit achtjährigen Fabian aus Güstrow getötet zu haben.
Gina H., wie sie am 18. Juni wieder im Gerichtssaal sitzt.
Stefan Sauer/dpa

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H. habe nach der Rückkehr vom Tümpel auch „stolz erzählt”, dass M.s Hund an der Leiche „gepullert” habe. Die Angeklagte habe sich über die hinterlassenen Spuren dort gefreut. Mit einer Leine habe sie eine Schleifspur auf dem Acker hinterlassen wollen, damit der Eindruck einstünde, ein Hund sei ausgerissen.

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Die Idee dahinter, die sich mit den Aussagen der Zeugin vermuten lässt: Gina H. wollte es so aussehen lassen, dass sie zufällig auf Fabians Leiche gestoßen ist, als sie mit Heike M. mit den Hunden spazieren war. Das war laut der Zeugin aber gelogen!

Fall Fabian (†8) aus Güstrow – die Chronologie des Verbrechens

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Suchte Gina H. in der Zeugin bloß ein Alibi?

Denn Heike M. war bereits die dritte Person, die Gina H. zu Fabians (†8) Leiche führte. Am 14. Oktober 2025 habe Gina H. sie angerufen und berichtet: „Wir haben ihn gefunden, tot.” Die Zeugin ist bei ihrer Aussage vor Gericht schwer ergriffen. Sie holt ein Taschentuch heraus, benötigt eine kurze Pause, ihr kommen die Tränen. Gina H. hört währenddessen nicht zu, blickt in Akten, die vor ihr auf dem Tisch liegen.

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M. spricht mit tränenerstickter Stimme weiter. Ihre Sorge sei gewesen, dass die anderen, die bei der Leiche gewesen waren, nie die Polizei rufen würden. „Wenn du jetzt nicht mitfährst, wird der Kleine nie gefunden”, habe sich Heike M. damals gedacht. Also fuhr sie mit Gina H. und den Hunden los.

Nach den Momenten am Leichenfundort rief Gina H. auf erneute Frage von Heike M. dann auch die Polizei. Zuvor hätte sie das noch mehrfach abgelehnt, mit der Begründung: „Nein, es gibt keine Erklärung, weswegen sie da schon mal gewesen ist. Deswegen die Idee mit dem Hund.” Gina H. ginge es um die Spuren. Heike M. habe damals schon die Befürchtung gehabt, als Alibi benutzt worden zu sein, um Gina H. zu entlasten.

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Gina H. soll Fabian (†8) brutal getötet haben

Laut Staatsanwaltschaft starb Fabian bereits am 10. Oktober. Die Anklage wirft der 30-jährigen Angeklagten vor, ihn an dem Tag mit sechs Messerstichen getötet und dann angezündet zu haben. Die Frau, die seit 7. November 2025 in Untersuchungshaft sitzt, schweigt bislang zu den Vorwürfen. Für sie gilt die Unschuldsvermutung. (mit dpa)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, DPA