Zeugin erschüttert mit Aussage Bis die Polizei kam – neben Fabians (†8) Leiche spielte Gina H. noch am Handy

„Sie war ganz ruhig. Wie immer.”
Heike M. war die dritte Person, die Gina H. zu Fabians (†8) Leiche führte. Im Mordprozess um den kleinen Jungen aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) packt die Zeugin nun über die Momente aus, als die beiden Frauen zusammen am Leichenfundort sind. Als sie auf die gerufene Polizei trafen, sei die Situation dann eskaliert!
Gina H. wollte ein Foto von Fabians (†8) Leiche machen
Der Richter am Landgericht Rostock will in der Sitzung am Donnerstag (18. Juni) wissen: In welcher Stimmung war Gina H., bis die Polizei eingetroffen ist? Heike M.: „Sie hat am Handy gespielt. Sie war sehr ruhig. Sie hat sich nicht viel mit mir unterhalten.” Der Richter bohrt nach: „War sie betroffen? Hat sie geweint?” M. schüttelt den Kopf. „Sie war ganz ruhig. Wie immer. Ich habe irgendwie versucht, das zu realisieren.”
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Weiter sagt die 52-jährige ehemalige Nachbarin der Angeklagten aus: Am Fundort habe Gina H. sogar ein Foto von Fabians Leichnam aufnehmen wollen. Aber sie selbst habe den toten Jungen nicht sehen wollen.
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Warum wollte Gina H. ihr Handy nicht herausrücken?
M. berichtet vor Gericht auch von Gina H.s Telefonat zuvor mit der Polizei. Sie habe daneben gestanden. H. habe gesagt „dass sie einen Leichnam gefunden hat, dass es Fabian ist”.
Als die Polizei eingetroffen sei, hätten M. und die Angeklagte ihre Handys abgeben sollen. Gina H. habe die Polizistin daraufhin angeschrien, weil sie das zunächst nicht tun wollte. M. wundert sich heute erneut über das damalige Verhalten der Angeklagten: „Hallo? Hier geht es um was ganz Anderes als das blöde scheiß Telefon. Dieses trotzige Geschrei. Für mich war es totales Austicken, was total daneben war.” Sie habe danach wie ein kleines Kind in der Ecke gesessen.
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Mit zeitlichem Abstand denke sie sich, wie „kalt” Gina H. an dem Tag gewesen sei. „Auch wie sie runterging, so zielstrebig. Was mir doll zu schaffen macht.” Heike M. habe nach eigenen Angaben bisher nur mit ihrer Ärztin und der Kripobeamtin darüber gesprochen. „Ich verstehe es nicht”, flüstert Heike M. Ihr kommen zum wiederholten Male die Tränen. Gina H. ist währenddessen weiterhin völlig emotionslos, wirkt gelangweilt.
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Vermerke der Polizei: Gina H. wirkte sehr gefasst!
Der Richter liest Vermerke des Polizeibeamten nach dem Fund vor: M. habe demnach geweint, es nicht fassen können. Frau H. wirkte dahingehend eher gefasst. Sie beschrieb zwar aufgeregt die Auffindesituation. Aber nicht emotional, was ungewöhnlich sei, da sie nach eigener Aussage „Ziehmutter” des Jungen gewesen sei. Sie habe unaufgefordert angegeben, dass sie jetzt nicht weinen könne. Sie habe in den vergangenen Tagen geweint.
Der Polizeibeamte vermerkte auch, dass Gina H. im Gespräch mit der Polizei sagte, dass ihr die Stelle vorkäme, als wenn jemand gewusst habe, dass dort eine „Schweinekuhle” sei. Weil sich die Stelle angeboten hätte, bewusst jemanden zu entsorgen. M. habe sie in dem Moment ungläubig angeschaut, sei erschrocken gewesen. Gina H. habe sich daraufhin für die Wortwahl entschuldigt.
Gina H. steht seit April wegen Mordes vor Gericht
Fabian aus Güstrow verschwand am 10. Oktober 2025 spurlos. Vier Tage später meldete sich ausgerechnet Gina H. bei der Polizei. Sie will die verbrannte Leiche des Jungen an einem Tümpel in einem abgelegenen Waldstück gefunden haben.

Anfang November wurde sie festgenommen und muss sich seit dem 27. April vor Gericht verantworten. Ihr mögliches Motiv laut Staatsanwaltschaft: Gina H. habe mit der Tat die Streitigkeiten mit Fabians Vater beenden wollen und gehofft, die Beziehung mit ihm so fortsetzen zu können. Die Angeklagte schweigt weiterhin beharrlich zu den Vorwürfen. Bis zu einer möglichen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
































