War das Kind allen Beteiligten egal?Gina H. führte zwei Männer zu Fabians (†8) Leiche – doch niemand rief die Polizei
Haarsträubende Aussagen!
Warum hat niemand etwas getan? Bevor Gina H. die Polizei zur Leiche des Achtjährigen führte, hat sie bereits mehrere Menschen zu dem Tümpel geführt, an dem er lag. Zwei Männer, die mit ihr dort waren, mussten jetzt im Mord-Prozess gegen Gina H. aussagen. Und beide zeichnen das gleiche erschreckende Bild von diesem Abend. Keiner der Zeugen rief die Polizei. Doch warum?
War Fabian denn allen egal?
Fabians (†8) Verschwinden bewegte Deutschland wie lange kein Kriminalfall mehr. Es scheint so, als würde das ausgerechnet für die Menschen, die am nächsten an diesem schlimmen Fall dran waren, nicht gelten. Am Dienstag (16. Juni) steht Olaf K. als Zeuge vor Gericht. Ihn führte die Angeklagte Gina H. am Abend des 13. Oktober zu dem Tümpel, an dem Fabians (†8) Leiche lag. Er war bereits der zweite Mann, den sie zu dieser Stelle lotste. Stunden vor Olaf K. führte Gina H. bereits Christian D. zu dem Tümpel in Klein Upahl - einige Kilometer von ihrem Zuhause weg.
Dieser Christian D. war am vergangenen Freitag (12. Juni) als Zeuge vor Gericht geladen. Und die Aussagen beider Männer eint eine erstaunliche Gleichgültigkeit. Olaf K. erzählt, seine Nachbarin Gina H. habe ihn an diesem Abend angerufen und gefragt, ob sie noch zu ihm kommen könne. „Dann hat sie erzählt, dass sie mit dem Christian an dem Tümpel da gewesen sind. Und was entdeckt haben. Aber sie sich nicht sicher sind und ob wir nochmal hinfahren können,” berichtet der Zeuge. Olaf K. willigte ein.
Lese-Tipp: Die Chronologie des Falls Fabian
Gina H. soll nach dem Leichenfund „gelacht” haben
Er berichtet weiter, sie seien gemeinsam noch einmal zu dem Tümpel gefahren. Dort habe sie ihn zu der Leiche geführt. „Dann hat sie gesagt, ich soll ihn anleuchten. (...) Dann hat sie gemeint: ‘Das ist Fabian’.” Gina H. habe nach dem Leichenfund gelacht, berichtet Olaf K. daraufhin dem erstaunten Richter. Doch sie habe ihm erklärt, sie könne einfach nicht mehr weinen und deshalb schlage das Weinen einfach in Lachen um.
Und was macht Olaf K. nach diesem Moment am Tümpel? Er macht dasselbe wie vor ihm Christian D. Laut seiner Aussage seien er und Gina H. nach diesem Moment einfach wieder nach Hause gefahren. Sie hätten sich noch kurz unterhalten. Er habe sie gefragt, warum sie und Christian D. nicht die Polizei gerufen hätten. „Weil er Jäger ist und mit Nachtsichtgerät im fremden Revier” unterwegs gewesen sei, habe sie geantwortet. Offenbar reichte das Olaf K. – denn dann sei auch er nach Hause gegangen. All das erzählt er, ohne große Emotionen zu zeigen.
Fabian Mutter, Dorina L., verlässt an dieser Stelle mit einem Notfallseelsorger den Gerichtssaal.
Lese-Tipp: Freundin startet emotionalen Spendenaufruf für Fabians (†8) Mama
Video-Tipp: Schockaussage von Fabians Oma
Atmosphäre der Gleichgültigkeit
Zwei Männer standen unmittelbar vor Fabians Leiche, zweimal hätte es die Chance gegeben, die Polizei zu rufen. Dass Fabian gesucht wurde, war beiden Männern laut eigener Aussage nicht entgangen. Warum taten sie nichts? Auch diese Frage wird das Gericht noch klären müssen. Aber sie passt zu einer merkwürdigen Atmosphäre der Gleichgültigkeit, die diesen Fall umgibt. Zu Fabians Vater, der mitten im Prozess die Beziehung zu Fabians mutmaßlicher Mörderin wieder aufnimmt. Zu Fabians Großmutter, die dem Richter erklärt, sie habe kein großes Interesse an der Frage, wie ihr Enkel zu Tode gekommen sei.
Für Fabians Mutter, die den Prozess tapfer verfolgt, hat eine Freundin inzwischen eine Spendenkampagne gestartet, die ihr helfen soll, eine psychologische Betreuung zu bezahlen. Auch diese Kälte und Gefühllosigkeit wird dabei wohl eine Rolle spielen.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche
































