„Hilfe gegen Hass, Verleumdung und Hetze”Freundin startet emotionalen Spendenaufruf für Fabians (†8) Mama

Es wird einfach zu viel für sie.
Dorina L., die Mutter des getöteten Fabian aus Güstrow, kämpft nicht nur mit dem Verlust ihres Sohnes, sondern auch mit all dem, was der laufende Prozess gegen die Tatverdächtige Gina H. ihr abverlangt. Und dazu gehören offenbar auch verletzten Kommentare im Netz. Ihre Freundin Raffaela ist stets an ihrer Seite. Sie hat jetzt einen Spendenaufruf gestartet, weil die beiden Frauen die Belastung allein nicht mehr tragen können.
Spendenkampagne soll Fabians (†8) Mutter helfen
Raffaela hat lange gezögert. Immer wieder hätten Menschen gefragt, ob sie und Fabians Mutter Dorina Hilfe brauchen. Jetzt wendet sich die Freundin mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit. Seit Ende April läuft vor dem Landgericht Rostock der Prozess gegen die Hauptverdächtige Gina H. Für Dorina bedeutet das auch, das Geschehene vor Gericht wieder durchleben zu müssen. Zusätzlich setzen ihr und Raffaela nach eigenen Angabe Diskussionen in sozialen Medien schwer zu. Denn offenbar erreichen sie dort auch viel böse Kommentare, die in dem Spendenaufruf allerdings nicht näher beschrieben werden.
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In ihrem Aufruf schreibt Raffaela offen, warum sie diesen Schritt nun geht. „Die Belastungen sind zu groß geworden, um sie weiterhin alleine zu tragen“, heißt es. Der Tod von Fabian habe das Leben aller Beteiligten für immer verändert. Geld könne diesen Verlust nicht ausgleichen. Trotzdem brauche Dorina jetzt Unterstützung, um sich rechtlich und psychisch zu schützen.
Raffaela beschreibt, dass sie und Dorina seit Monaten mit öffentlichen Diskussionen, Unterstellungen und Anfeindungen umgehen müssen. Besonders im Netz tauchten immer wieder Inhalte auf, die sie betreffen. „Was sie nicht sehen, sind die Auswirkungen, die solche Inhalte auf die Menschen haben, über die gesprochen wird“, schreibt Raffaela. Beide seien inzwischen in psychologischer Betreuung.
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Der Druck wird zu groß
Fabians Mutter Dorina musste im Prozess bereits selbst als Zeugin aussagen. Dabei brach sie mehrfach in Tränen aus, wollte aber weitermachen. Über ihren Sohn sagte sie: „Ich kann einfach nur sagen, dass ich wahnsinnig stolz auf ihn war.“
Der Angeklagten Gina H. wird vorgeworfen, sie habe Fabian aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen getötet. Sie ist mit Fabians Vater liiert. Laut Anklage wollte sie mit dem Mord Beziehungsprobleme aus dem Weg räumen. Fabian war am 10. Oktober 2025 verschwunden. Später meldete Gina H. der Polizei, sie habe die Leiche des Achtjährigen an einem Tümpel gefunden. Anfang November wurde sie festgenommen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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Wofür Raffaela und Dorina das Geld brauchen
Mit der Spendenkampagne wollen Raffaela und Dorina vor allem anwaltliche und rechtliche Unterstützung finanzieren. Konkret geht es laut Aufruf um Schritte gegen Verleumdungen, Falschbehauptungen, beleidigende Inhalte und öffentliche Diffamierungen.
Außerdem sollen die Spenden therapeutische Hilfe und Maßnahmen zur psychischen Entlastung ermöglichen. Raffaela schreibt auch, dass sie und Dorina für kurze Zeit Abstand von der Belastung brauchen. Ein paar Tage Ruhe, Zeit zum Durchatmen, Kraft sammeln.
Das Ziel der Kampagne liegt bei 25.000 Euro. Gut 6.100 Euro (Stand 15. Juni, 11:40 Uhr) sind bereits zusammengekommen. (tbe)
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche, Gofundme


