Er wog nur noch 27 Kilogramm16-Jähriger stirbt an Untergewicht – Mutter und Oma wegen Mordes angeklagt

Ein autistischer Jugendlicher stirbt mit nur noch 27 Kilogramm Körpergewicht.
Jetzt erheben die Behörden in New York schwere Vorwürfe gegen seine Mutter und Großmutter. US-Medien berichten von jahrelanger Vernachlässigung – und einem Zwillingsbruder, der nur knapp überlebt haben soll.
Gerichtsmedizin nennt Verhungern als Todesursache
Vier Monate nach dem Tod eines 16-Jährigen in New York nimmt der Fall eine erschütternde Wendung. Die Mutter des Jungen und dessen Großmutter sind wegen Mordes festgenommen und angeklagt worden. Nach Angaben der Polizei starb der Teenager bereits am 19. März in einem Kinderkrankenhaus in der Bronx. Erst nachdem die Gerichtsmedizin seinen Tod als Tötungsdelikt einstufte, klickten nun die Handschellen.

Bei dem Opfer handelt es sich um den autistischen Jugendlichen Adonis Jarvis. Zum Zeitpunkt seines Todes soll er nur noch rund 27 Kilogramm gewogen haben.
Besonders erschütternd ist die Einschätzung der Gerichtsmedizin. Adonis starb an den Folgen von chronischer Vernachlässigung, Verhungern und Dehydrierung. Bezirksstaatsanwältin Darcel Clark fand bei der Vorstellung der Anklage deutliche Worte. „Die Angeklagten hatten die Pflicht, sich um dieses schutzbedürftige Kind zu kümmern. Stattdessen ließen sie ihn den Vorwürfen zufolge so lange dahinvegetieren, bis er starb.“
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Auch sein Zwillingsbruder war lebensgefährlich geschwächt
Noch schockierender sind die Details zum Zustand seines Zwillingsbruders. Laut der New York Post fanden Ermittler auch ihn schwer unterernährt vor. Der ebenfalls autistische Junge habe in Embryonalhaltung gelegen und bereits Druckgeschwüre gehabt. Er überlebte den Angaben zufolge nur knapp.
Die Staatsanwaltschaft wirft der 36-jährigen Mutter Geneva Jarvis und der 62-jährigen Großmutter Denise Jarvis vor, beide Jungen über einen langen Zeitraum schwer vernachlässigt zu haben. Beide Frauen bekannten sich vor Gericht zunächst nicht schuldig.
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Bericht über verwahrloste Wohnung
Die New York Post berichtet außerdem unter Berufung auf Ermittlungsquellen, dass die Familie den Behörden bereits seit Jahren bekannt gewesen sei. Demnach habe es in der Vergangenheit mehrere Untersuchungen durch die New Yorker Kinderschutzbehörde gegeben. Außerdem veröffentlichte die Zeitung Bilder aus der Wohnung der Familie. Sie sollen stark vermüllte Räume und erhebliche hygienische Mängel zeigen. Offiziell bestätigt wurden diese Angaben von den Ermittlungsbehörden bislang jedoch nicht.
Sollten die Vorwürfe vor Gericht bestätigt werden, drohen der Mutter und der Großmutter nun lebenslange Haftstrafen.


