Seit 2020 rund 33 Prozent teurerPreisexplosion! Mehrheit der Deutschen sorgt sich wegen gestiegener Lebensmittelkosten

Viele Lebensmittel sind in Deutschland in den vergangenen Jahren preislich gestiegen.
Viele Lebensmittel sind in Deutschland in den vergangenen Jahren preislich gestiegen.
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Die Sorge ist groß!
Steigende Preise für Lebensmittel spüren viele Konsumenten. Was eine neue Umfrage über die Sorgen in deutschen Haushalten verrät und welche Lösungen die Verbraucherzentralen vorschlagen.

58 Prozent der Deutschen sorgen sich wegen gestiegener Lebensmittelpreise

Eine Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland fühlt sich persönlich belastet durch Preissteigerungen, vor allem bei Lebensmitteln. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Demnach machen sich 58 Prozent der Menschen Sorgen mit Blick auf die steigenden Lebenshaltungskosten und die finanzielle Situation ihres Haushalts. 42 Prozent der rund 1000 Menschen, die dazu im vergangenen November befragt worden waren, gaben an, sich darüber eher wenig oder gar keine Sorgen zu machen.

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Für mehr als zwei Drittel der Bevölkerung (68 Prozent) sind den Angaben zufolge Lebensmittel der Bereich, in dem sie einen Preisanstieg am meisten spüren. Nicht verwunderlich, denn die Lebensmittelpreise in Deutschland sind seit 2020 um rund ein Drittel gestiegen. „Wir sehen auch die Beschwerden in den Verbraucherzentralen, dass sich die Menschen über die Preissteigerungen beschweren, über die Mogelpackungen, die im Supermarkt stehen – und wir nehmen auch wahr, dass daraus natürlich Frust entsteht“, erklärt die Vorständin des Verbandes, Ramona Pop.

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Verband fordert mehr Transparenz im Supermarktregal

Um verdeckte Preissteigerungen durch Mogelpackungen und reduzierte Qualität – etwa durch eine Reduzierung des Fruchtanteils im Saft – sichtbar zu machen, sollte es aus Sicht des Verbandes eine Kennzeichnungsverpflichtung im Geschäft geben. Laut Ramona Pop habe die Frage der Lebenshaltungskosten „politische Sprengkraft“.

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Die Bundesregierung sollte ihrer Ansicht nach nicht nur für mehr Transparenz im Supermarktregal sorgen, sondern auch eine Preisbeobachtungsstelle einführen. Hier habe man etwa in Frankreich gute Erfahrungen gemacht. Den Verbraucherzentralen gehe es auch darum, „überhaupt mal rauszufinden, wo die Preise und wie die Preise entstehen“. Denn in Deutschland sei vollkommen undurchsichtig, wo die Preissteigerungen im Lebensmittelbereich eigentlich herkommen. (anr)

Verwendete Quellen: dpa