„Nur weil sie zu dumm ist, sich um ihr Kind zu kümmern!”Angeklagte Gina H. wetterte in Telefonat gegen Fabians (†8) Mutter

Gina H. soll Fabian (†8) mit mehreren Messerstichen getötet haben
Gina H. soll Fabian (†8) mit mehreren Messerstichen getötet haben.
RTL
von Carsten Kulawik und Thorsten Berger

„Können Sie mir dazu etwas sagen?”
Am 12. Prozesstag um Fabians Tod hält der Richter plötzlich ein Messer in der Hand. War das die Tatwaffe? Und Gina H., die im Verdacht steht, Fabian erstochen zu haben, macht seiner Mutter in einem abgespielten Telefonat schwere Vorwürfe.

Starb Fabian durch dieses Messer?

Stichwort Messer. Können Sie mir dazu etwas sagen?”, fragt der Richter unvermittelt Olaf K., der heute als Zeuge vor Gericht steht. Er ist guter Freund und Nachbar von Gina H. Die Klinge, die er in der Hand hält, ist ungefähr zehn Zentimeter lang. Ein Campingmesser. Ja, antwortet der Zeuge. Er könne sich erinnern, dass dieses Messer zwischenzeitlich verschwunden war. Die Angeklagte habe ihm sogar geholfen, es zu suchen.

Aus der Polizeiakte werden Fotos von K.s Schuppen gezeigt. In einem braunen Pappkarton sei das Messer wiedergefunden worden. Er habe die Kiste, als das Messer weg gewesen sei, komplett ausgeräumt und es nicht gefunden, erklärt K. Auf einmal sei es zurück gewesen. „Hat Frau H. gewusst, dass da ein Messer ist?”, fragt der Richter. „Ich nehme an, ja.” Benutzt habe sie es nie.

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Ein Telefon-Gespräch wird eingespielt, das in den Tagen nach Fabians Verschwinden geführt wurde. Darin sagt Olaf K. zu Gina H., dass er „am Arsch” sei, wenn mit dem Messer die Tat begangen wurde. Er meldet den Verlust schließlich der Polizei. Als es völlig unerwartet wieder im Schuppen auftaucht, nehmen Beamte es als Beweisstück mit. Verwertbare DNA-Spuren finden sie allerdings nicht darauf.

Gina H. greift Fabians Mutter verbal an

Ein weiteres Telefonat wird an diesem Tag noch vor Gericht abgespielt: Es ist ein Gespräch zwischen dem Zeugen Olaf K. und Gina H. am 4. November. In diesem Gespräch macht Gina H. Fabians Mutter schwere Vorwürfe. „Dass Dorina eine Stunde von der Arbeit weg war. Sie war eine Stunde verschwunden”, entfährt es ihr in dem Gespräch. Will sie damit Dorina sogar selbst zur Verdächtigen machen?

Dorina L. spiele ein Spiel mit ihr, wolle ihr nur das eigene Kind wegnehmen. (Gina H. hat selbst einen Sohn in Fabians Alter). „Nur weil sie ihr Kind verloren hat, soll ich auch mein Kind verlieren. Nur weil sie zu dumm ist, sich um ihr Kind zu kümmern.” Jemand anderes habe den toten Fabian an einer Stelle abgelegt, von der jeder wisse, dass sie, Gina H., dort oft spaziere. Als der Richter den Zeugen fragt, ob Gina H. tatsächlich häufiger an dem Tümpel war, an dem Fabians Leiche gefunden wurde, antwortet der nur „Nein”.

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Video-Tipp: War Fabian diesen Menschen egal?

Dorina L. erträgt die schlimmen Ausführungen, wirkt sehr ruhig, blinzelt schnell, aber bewegt sich kaum. In dem abgespielten Telefonat wirkt Gina H. sehr aufgeregt, spricht laut und energisch. „Das ist noch harmlos”, sagt K. schmunzelnd im Publikum. Auch Gina H. schmunzelt immer wieder, während das Telefonat abgespielt wird. Warum, das wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche