Nach Horror-Unfall in ÄgyptenArztbrief zeigt, wie die Ärzte vergeblich versuchten, das Bein von Berliner Fünffachmutter zu retten

Die Ärzte haben ihr Bestes gegeben.
Sie ist gerade mit ihren Kindern im Ägypten-Urlaub – und plötzlich wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Bei einem Bootsausflug verliert die Berliner Fünffachmutter ein Bein, weil der Motor zu früh gestartet wird. RTL liegt der Arztbericht aus der behandelnden Klinik vor. Er zeigt zeigt, wie verzweifelt die Ärzte um das Leben von Jeannine und um ihr Bein kämpften.
Bootsunfall in Hurghada: Arztbericht erklärt, warum Fünffachmutter Jeannine aus Berlin ihr Bein verlor
Als Jeannine am 24. Juli ins Krankenhaus gebracht wird, ist ihr linker Unterschenkel fast komplett abgerissen: Zu sehen sind offen liegende Muskeln und Knochen. Der Notfallarzt dokumentiert ihren Schockzustand – sie hat starke Schmerzen und massiven Blutverlust. Sofort werden zwei Zugänge gelegt, ein Druckverband und ein Tourniquet (Abbindevorrichtung) angelegt, drei Liter Infusion zur Stabilisierung gegeben, Blutkonserven und Frischplasma bestellt. Außerdem werden die Intensivaufnahme und ein Gefäßchirurg angefordert.
Lese-Tipp: „Ich glaube, ich sterbe jetzt” – Fünffach-Mutter Jeannine verliert Bein im Ägypten-Urlaub
Die Chirurgen beschreiben den Befund: Linkes Bein fast abgetrennt, Beugemuskeln und Streckmuskeln komplett durchtrennt, der Schienbeinknochen gebrochen, Knochenfragmente im ganzen Wundgebiet. Die Devise lautet zunächst: retten, was zu retten ist. Es wird eine externe Fixation geplant, also eine äußere Stabilisierung mit Metallgestänge, und in derselben OP begonnen.

Aber das Bein war nicht mehr zu retten
Nach der ersten OP liegt Jeannine intubiert auf der Intensivstation, voll überwacht, mit Antibiotika‑Cocktail, Schmerzmitteln, Kreislaufunterstützung. Die Ärzte ordnen ausdrücklich an, das verletzte Bein engmaschig zu kontrollieren: Farbe, Durchblutung, Veränderungen der Haut. Am nächsten Morgen ist der Kreislauf stabilisiert, doch die Chirurgen schreiben in ihren Notizen, dass die Haut des linken Beins sich „bläulich verfärbt“. Es ist das Zeichen, dass der Gewebeschaden zu groß ist und das Bein nicht mehr zu retten ist. Eine Blutvergiftung droht.
Die Empfehlung der Allgemeinchirurgie fällt deshalb eindeutig aus: Oberschenkel‑Amputation über dem Knie. Noch am selben Vormittag wird Jeannine erneut in den OP gebracht, das Bein wird entfernt. Als sie transportfähig ist, wird sie nach Deutschland gebracht.
Video-Tipp: Urlauberin von Schiffsschraube erfasst
Der Bericht liest sich wie ein Protokoll des Kampfes um ihr Bein: Schockbehandlung, erste OP mit Fixierung, Bluttransfusionen, Gefäßchecks, ständige Kontrolle der Hautfarbe – und am Ende die Entscheidung, das Bein zu nehmen, um Jeannines Leben zu retten.
Nach dem Drama startet ihre Tochter Luisa-Samara auf GoFundme den Hilferuf „Bitte helft meiner Mama“. Sie beschreibt Jeannine als Frau mit „unglaublich großem Herzen“, die „unzähligen Menschen geholfen hat, ohne je eine Gegenleistung zu erwarten“ – jetzt braucht ausgerechnet dieser Mensch Hilfe. Mit den Spenden will die Familie medizinische Kosten, Reha, Medikamente, Hilfsmittel, Fahrten zu Ärzten und möglicherweise auch rechtliche Schritte nach dem Unfall finanzieren.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, GoFundme

































