Ausflug endet im KrankenhausPlötzlich standen da Herdenschutzhunde! Deutsche Wanderer verletzt!

Wolfsschutz mit Nebenwirkung!
Sie wollen einfach nur wandern – und geraten plötzlich in einen Konflikt mit den Beschützern einer Schafsherde. Zwei junge Deutsche stoßen im Val Sumvitg in Graubünden auf Herdenschutzhunde, stürzen in steiles Gelände und müssen mit dem Helikopter ins Spital geflogen werden.
Zwischenfall in den Schweizer Alpen: Deutsche Wanderer treffen auf Herdenschutzhunde
Am Montagnachmittag sind die beiden Männer, 21 und 22 Jahre alt, vor der Fuorcla da Cavel talwärts Richtung Run Sut unterwegs. Es ist klassisches Bündner Hochgebirge, schmale Pfade, steile Hänge. Auf ihrer Route begegnen sie zwei Herdenschutzhunden, die eine Schafherde bewachen. Was genau passiert, ist noch unklar – fest steht: Es kommt zu einem Konflikt, einer der Wanderer rutscht rund zehn Meter einen Abhang hinunter und verletzt sich leicht, sein Begleiter erleidet ebenfalls leichte Blessuren, berichtet die Schweizer Zeitung Blick.
Lese-Tipp: Was tun, wenn ein Hund angreift? Experte verrät, wie Sie sich und Ihren Hund retten
Die Kantonspolizei Graubünden alarmiert die Luftretter. Eine Crew der Rega und ein Rettungsspezialist Helikopter des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) fliegen die beiden zur Kontrolle ins Spital nach Ilanz. Die Polizei klärt den Vorfall nun zusammen mit dem Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit – denn Herdenschutzhunde gelten eigentlich als unverzichtbare Helfer gegen Wolfsangriffe, sollen aber Wanderern keine Gefahr werden.
So verhaltet ihr euch bei Herdenschutzhunden
Ruhig bleiben, langsam gehen, Abstand zur Herde halten. Schafe, Ziegen und Hunde nicht erschrecken oder aufscheuchen.
Wenn die Hunde bellen, auf euch zulaufen oder den Weg versperren: stehenbleiben, nicht schreien, ihnen Zeit geben, euch einzuschätzen.
Kein Augenkontakt suchen, aber den Hunden zugewandt bleiben; erst weitergehen, wenn sie aufhören zu bellen und euch akzeptieren.
Lassen sie nicht locker: Abstand zur Herde vergrößern, notfalls langsam zurückweichen oder einen weiten Bogen um die Herde machen.
Wanderstöcke können helfen, Abstand zu halten – aber niemals drohend herumfuchteln oder Stöcke hochreißen.
Mit eigenem Hund: immer an die Leine, nie durch eine geschützte Herde hindurchgehen, im Zweifel umdrehen.
Video-Tipp: Wanderer stirbt in Falkensteiner Höhle
So kann aus einer Begegnung mit Herdenschutzhunden ein kurzer Moment des Respekts werden: ruhig bleiben, Abstand halten und den Tieren Zeit geben, die Situation einzuschätzen. Dann endet die Wanderung hoffentlich auf dem eigenen Weg – und nicht mit einem Einsatz der Luftrettung.


