Branche unter DruckPreis-Frust! Deutsche Touristen kehren beliebtem Urlaubsland den Rücken

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Nicht nur der Strand der niederländischen Nordseeinsel Ameland ist bei vielen Deutschen ein beleibtes Urlaubsziel (Archivbild)
ADOBE FOTO STOCK

Die Deutschen machen um die Niederlande einen großen Bogen!
Bis zu 20 (!) Prozent weniger Gäste aus Deutschland – für viele Ferienparks in den Niederlanden ist das ein echter Dämpfer. Besonders Regionen nahe der Grenze spüren den Rückgang deutlich. Warum plötzlich viele Urlauber abspringen, hat vor allem einen Grund.

Preise steigen – Urlaub wird unattraktiver

Nach Angaben der Branchenvereinigung Hiswa-Recron gehen die Buchungen aus Deutschland in den vergangenen drei Monaten klar zurück. In einzelnen Regionen liegt das Minus sogar bei bis zu 20 Prozent. Dabei machen seit Jahren eigentlich immer mehr Deutsche Urlaub in den Niederlanden: Allein 2024 zählte unser Nachbarland rund 7,3 Millionen touristische Ankünfte aus Deutschland, berichtet der WDR, das waren so viele wie nie zuvor.

Ein zentraler Grund dafür ist laut der niederländischen Tageszeitung AD schnell gefunden: Seit dem 1. Januar gilt ein deutlich höherer Mehrwertsteuersatz auf Übernachtungen. Statt 9 Prozent werden jetzt 21 Prozent fällig. Das betrifft Hotels, Ferienhäuser und Bungalows gleichermaßen. Viele Betreiber geben diese Kosten direkt weiter. Für Urlauber bedeutet das: Ein Wochenende wird plötzlich spürbar teurer.

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Niederlande für Deutsche zu teuer?

Wie die niederländische Zeitung AD berichtet, erhöhen viele Gemeinden zusätzlich die Touristensteuer. Durchschnittlich zahlen Reisende inzwischen rund 2,79 Euro pro Person und Nacht. In Städten wie Amsterdam kann es sogar richtig teuer werden – dort liegen die Kosten bei etwa 18 Euro pro Tag. Die Folge: Selbst Kurztrips gehen ordentlich ins Geld.

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Die deutschen Gäste, die noch kommen, passen ihr Verhalten an. Sie bleiben kürzer und reisen häufiger in günstigeren Zeiträumen. Für die Branche ist das ein klares Warnsignal. Denn steigende Kosten betreffen nicht nur Unterkünfte. Auch Gastronomie, Geschäfte und Freizeitangebote leiden unter dem Rückgang. Die Sorge wächst, dass die Niederlande für viele deutsche Urlauber schlicht zu teuer geworden sind. (lha)

Verwendete Quellen: AD, WDR