Wer hier hin will, soll zahlen Berühmte Sehenswürdigkeiten in Holland gibt’s nur noch gegen Geld

Die Windkraftwerke von Zaandam: Besucher stehen auf der Galerie einer der Windmühlen.
Windmühlen gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Niederlande. (Symbolbild)
Bernd F. Meier/dpa-tmn/dpa

Millionen besuchen sie jedes Jahr!
Der Besuch der berühmten holländischen Mühlen an der Zaanse Schans soll künftig Geld kosten. Und zwar nicht gerade wenig.

Mühlen sind „ein Symbol für den Übertourismus”

Touristen sollen ab 2026 für die Besichtigung jeweils 17,50 Euro Eintritt bezahlen, kündigte die Stadtverwaltung in Zaandam an. Der Gemeinderat muss dem Vorschlag noch zustimmen.

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Die Mühlen der Zaanse Schans im Norden von Amsterdam sind eine der beliebtesten Touristenattraktionen der Niederlande. 2024 besuchten 2,6 Millionen Menschen das Gebiet mit seinen charakteristischen Mühlen und Häusern.

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„Seit einigen Jahren ist De Zaanse Schans landesweit ein Symbol für den Übertourismus”, sagte der zuständige Stadtrat Wessel Breunesse. Das Kulturerbe aber stehe unter großem Druck, und es gebe nicht genug Mittel, um es zu erhalten. Ohne ausreichende Mittel werde das Kulturerbe in etwa fünf bis sieben Jahren verloren gehen, warnte der Stadtrat.

Anwohner sollen weiterhin freien Zugang haben

Die Kommune muss nun zunächst Wege und Straßen zu dem Gebiet abriegeln. Anwohner sollen weiterhin freien Zugang haben.

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Die Zaanse Schans ist ein Gebiet in der Kommune Zaanstad, das 1963 eingerichtet wurde. Dort wurden historische Holzgebäude und Industriemühlen aus der Region wieder aufgebaut. Im Laufe der Zeit kamen auch Museen hinzu. (dpa)