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Weihnachten mit Haustieren: Wie Sie Ihren Tannenbaum katzensicher machen

Vorsicht bei Lametta, Weihnachtsstern und Glitzerdeko

Wie Sie Ihren Tannenbaum katzensicher machen

Katzen lieben es, im Tannenbaum zu klettern.
Katzen lieben Glitzer und Glitter. Aber vor allem Lametta kann gefährlich für sie werden.
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Sicherheit für Katze und Weihnachtsbaum

Alle Jahre wieder ist es soweit: In unsere Wohnzimmer zieht der Tannenbaum ein, den wir dann liebevoll mit allerlei glänzender, blinkender und glitzernder Dekoration schmücken. Aber alle Jahre wieder machen zumindest Katzenbesitzer auch die leidvolle Erfahrung: der geschmückte Baum gefällt nicht nur ihnen, sondern auch dem pelzigen Mitbewohner. Denn der glitzernde Weihnachtsbaum lädt Samtpfoten zum Klettern, Knabbern und Spielen ein. Das ist einerseits lästig, weil unsere Kugeln und die liebevolle Deko zu Bruch gehen, kann aber unter Umständen auch richtig gefährlich für Ihre Katze werden. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie, Ihre Katze und Ihr Tannenbaum diese weihnachtliche Herausforderung erfolgreich meistern.

Lese-Tipp: Experte verrät: Wie Ihr Weihnachtsbaum lange schön bleibt

Tipp 1: Den richtigen Weihnachtsbaum kaufen

Wie wäre es mit einem Kunstbaum? Klar duftet ein echter Tannenbaum besser, aber genau das macht ihn auch für Ihre Katze attraktiv. Und wenn Katzen sich an den Nadeln verschlucken, kann das zu Magen- und Darmproblemen führen, warnt PETA ZWEI, die Jugendkampagne von PETA Deutschland. Es gibt inzwischen ziemlich gute echt aussehende Kunstbäume. Vorteil: Die Bäume können jahrelang verwendet werden. Wenn Sie sich für eine echte Tanne entscheiden, achten Sie auf die Qualität und Herkunft des Baumes. Viele Weihnachtsbäume werden mit Pestiziden und anderen Spritzmitteln behandelt, die für Katzen giftig sind. Kaufen Sie daher möglichst einen nachhaltigen Baum.

​Egal ob Sie sich für Nordmann-Tanne oder Kunstbaum entscheiden: Nehmen Sie lieber eine kleinere Variante. Grundsätzlich ist ein kleiner Weihnachtsbaum sicherer als ein meterhoher Baum, da im Falle eines Sturzes weniger kaputt gehen kann.

Tipp 2: Tannenbaum katzensicher aufstellen

Damit der Baum nicht umfällt, wenn die Katze Kletterversuche unternimmt oder an den Ästen zieht, sollten Sie Ihren Weihnachtsbaum gut befestigen. Besonders wichtig ist dafür ein schwerer, stabiler Weihnachtsbaumständer, der für einen festen Stand sorgt. Wenn Sie einen Ständer mit Wasserbehälter verwenden, decken Sie diesen unbedingt ab, damit Ihre Katze nicht auf die Idee kommt, daraus zu trinken - das könnte ihr auf den Magen schlagen.

Falls Ihre Katze besonders tobefreudig ist, können Sie den Baum zusätzlich mit einem Haken an der Wand befestigen. Außerdem sollten Sie den Baum am besten nicht in die Nähe von möglichen Katzensprungbrettern wie hohen Möbeln platzieren.

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Tipp 3: Gewöhnungszeit für die Katze einräumen

Bevor Sie den Baum dekorieren, sollten Sie Ihrer Katze eine Gewöhnungsphase einräumen. Stellen Sie den Baum ein paar Tage ohne Deko auf. Mit ein bisschen Glück findet Ihre Katze ihn schon nach kurzer Zeit total langweilig und lässt ihn in Ruhe.

Weitere Tipps um Ihre Katze vom Weihnachtsbaum fernzuhalten:

  • der Katze Wasser auf den Rücken sprühen, wenn sie Anstalten macht, auf den Baum zu klettern

  • Kiefernzapfen oder Zitrusduft um den Baum verteilen (beides mögen Katzen nicht gerne)

  • den Baumstamm unten mit Alufolie umwickeln (das ist für Katzen unangenehm und verhindert Kletterversuche)

Tipp 4: Gefährlicher Baumschmuck: Niemals Lametta!

  • Hängen Sie Christbaumkugeln und andere Dekorationen lieber in den oberen Bereich des Weihnachtsbaumes. Tief hängende Kugeln oder Anhänger verleiten die Katze dazu, mit dem Weihnachtsbaumschmuck zu spielen und es besteht die Gefahr, dass der Baumschmuck zu Bruch geht.
  • Verzichten Sie auf Kugeln und Ornamente aus Glas und wählen Sie stattdessen bruchsichere, natürliche Materialien wie Holz, Stroh oder Tannenzapfen. Falls Sie auf Ihren geliebten Glitzer-Baumschmuck nicht verzichten wollen, befestigen Sie die Kugeln gut und testen Sie, ob die Kugeln einem potenziellen Pfotenhieb Stand halten würden.

  • Verwenden Sie auf keinen Fall Lametta! Die Kunststoffbänder können beim Spielen von Ihrer Katze verschluckt werden und sich im schlimmsten Fall lebensgefährlich im Darm verfangen.

  • Auch auch Kunstschnee sollten Sie unbedingt verzichten. Denn das Schneespray enthält Substanzen, die für Tiere giftig werden können, wie auch Greenpeace warnt.

Tipp 5: Lichterketten statt Kerzen

Benutzen Sie auf keinen Fall echte Kerzen. Diese können in einem unachtsamen Moment eine wahre Katastrophe auslösen, wenn die Katze unbemerkt an einem Zweig entlangstreicht oder doch mal mit einer Kugel spielen möchte. Auch der Adventskranz und Teelichter sind extreme Gefahrenquellen in der Weihnachtszeit.

Verwenden Sie lieber Lichterketten. Achten Sie beim Anbringen darauf, dass Sie die Kabel möglichst außerhalb der Katzenreichweite platzieren und sichern Sie die Kabel, indem Sie sie abkleben. Besonders kleine Kätzchen nagen gerne alles an und ein Stromkabel könnte da verhängnisvoll werden.