Strack-Zimmermann im "Frühstart"

„Pistorius ist ein robuster Typ“

"Frühstart" mit Strack-Zimmermann Lob für Pistorius, Kritik an Union
06:21 min
Lob für Pistorius, Kritik an Union
"Frühstart" mit Strack-Zimmermann

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von Daniel Heyd

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), freut sich auf die Zusammenarbeit mit Boris Pistorius und lobt die Neubesetzung im Verteidigungsministerium: „Er ist ein robuster Typ. Das ist in dieser Situation kein Nachteil.“

Lob für Pistorius, Kritik an Union

Strack-Zimmermann berichtet, sie habe sich am gestrigen Abend mit Pistorius bei einem Vier-Augen-Gespräch darüber ausgetauscht, wie die nächsten Monate in der Verteidigungspolitik aussehen werden. Über die konkreten Punkte des Gesprächs, sagt die FDP-Politikerin: „Es gibt ja nicht nur die Frage, welche Waffen wir in die Ukraine liefern. Das Verteidigungsministerium muss reformiert werden. Da muss eine Menge geschehen.“

Pistorius müsse in seinem neuen Amt ausschließlich die Interessen der Truppe vertreten und sich nicht aus dem Kanzleramt leiten lässt, fordert die Verteidigungspolitikerin: „Für den Job muss er brennen. Natürlich hat der Kanzler die Richtlinienkompetenz aber ich glaube, dass Boris Pistorius da selbstbewusst genug ist.“ Zu der Kritik aus der Union, Pistorius sei zu unerfahren und nur ein Politiker aus der zweiten Reihe, erwidert Strack Zimmermann: „Das ist einfach nur peinlich. Die Union hat 16 Jahre lang das Verteidigungsministerium geführt, und ohne Frau Kramp-Karrenbauer zu nahe zu treten, sie kam aus dem Saarland und hat den Job nur genutzt um eventuell Kanzlerin zu werden.“

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Strack-Zimmermann fordert schnelle Leopard-Lieferungen

Pistorius sei am Freitag in Ramstein direkt gefordert, so Strack-Zimmernann und betont: „Er hat keine 100 Tage, keine 100 Stunden, er hat eigentlich nur 24 Stunden.“ Mit Blick auf den das Treffen in Ramstein betont die Verteidigungspolitikerin, sie hoffe sehr, dass die Bundesregierung die Lieferung von deutschen Kampfpanzern bekannt geben wird. „Deutschland muss grünes Licht geben“, so die Verteidigungsexpertin über mögliche Leopard-Lieferungen durch andere Staaten.

Auch aus deutschen Beständen könne und müsse geliefert werden, so Strack-Zimmermann. Die FDP-Politikerin fordert, dass Deutschland bei der Debatte jetzt Führung übernehmen müsse: „Einmal den Hut aufziehen und vorne weggehen. Wir müssen aufpassen, dass Deutschland nicht der Spaltpilz Europas wird.“

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