Sie wollte das Ausmaß der Pandemie zeigen

Sorge um Chinesische Bloggerin: Zhang Zhan berichtete über Corona und schwebt nun in Lebensgefahr

Chinesische Bloggerin fast zu Tode gehungert Hungerstreik im Gefängnis
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Hungerstreik im Gefängnis
Chinesische Bloggerin fast zu Tode gehungert

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Familie von Bloggerin Zhang Zhan macht sich Sorgen, dass die Chinesin den Winter nicht übersteht

Dass die chinesische Bloggerin Zhang Zhan unabhängig über den Ausbruch der Corona-Pandemie in Wuhan berichtete, passte der chinesischen Regierung nicht. Dafür wurde sie im Mai 2020 festgenommen und zu vier Jahren Haft verurteilt. Jetzt ist sie im Hungerstreik. Ihre Familie macht sich Sorgen, dass sie nicht überlebt.

Bloggerin wegen kritischer Berichte zu vier Jahren Haft verurteilt

Bloggerin Zhang Zhan in Haft
Ein Demonstrant in Hongkong hält das Bild von Bloggerin Zhang Zhan in der Hand.
KC exa, dpa, Kin Cheung

Im Februar 2020 habe Zhang Zhan laut „CNN“ mehr als 100 Clips auf Youtube hochgeladen, die das Ausmaß des Corona-Ausbruchs in den Krankenhäusern in Wuhan zeigten. Sie habe ohne staatliche Vorgaben informiert. Auch deswegen sei ihr der Prozess gemacht worden. Sie habe „Streit provoziert“, so der Vorwurf der chinesischen Behörden. Im Dezember wurde sie dann zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.

Laut CNN befinde sie sich aktuell im Hungerstreik. Ihr Zustand verschlechtere sich immer schneller, sie wiege weniger als 40 Kilogramm und werde künstlich ernährt. Ihre Familie spricht von Lebensgefahr, ihr Bruder postete nun auf Twitter, dass sie den Winter vielleicht nicht überleben würde. Laut „Tagessschau“ habe sich die Deutsche Botschaft in China bereits an das chinesische Außenministerium gewandt. Sie habe die „unverzügliche Freilassung“ von Zhang gefordert, so das Auswärtige Amt. (jmu)