Brutale Tat schockiert London

Junge Lehrerin auf dem Weg zum Pub getötet – nur 5 Minuten von zuhause entfernt

Sabina Nessa wurde auf dem Weg zu einem Pub getötet.
Sabina Nessa wurde auf dem Weg zu einem Pub getötet.
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25. September 2021 - 10:42 Uhr

Leiche der Lehrerin lag in Londoner Park

Es war nur ein kurzer Weg von ihrem Zuhause zu einem Londoner Pub. Dort wollte Sabina Nessa (28) am Freitagabend eine Freundin treffen. Doch sie kam nie an: Ein Spaziergänger fand am folgenden Nachmittag die Leiche der jungen Lehrerin in einem Park zwischen ihrer Wohnung und der Kneipe. Am Donnerstag wurde nach Angaben der Londoner Polizei ein Mann (38) unter Mordverdacht festgenommen. Der Fall weckt Erinnerungen an die brutale Tötung der Londonerin Sarah Everard vor einem halben Jahr.

Polizei London hofft auf Zeugen

Sabina Nessa London
Die Leiche der jungen Lehrerin lag in einem Londoner Park.
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Nur "etwas mehr als fünf Minuten" hätte Sabina Nessa bis zur Kneipe gebraucht, erklärte Chefermittler Joe Garrity. "Die Nachbarschaft ist von diesem Mord zu Recht schockiert, wie auch wir. Und wir werden alles tun, um die Täter zu finden." Die Polizei rief mögliche Zeugen auf, sich zu melden.

Sabina Nessa wollte in Dubai unterrichten

Sabina Nessa London
Blumen an dem Ort, an dem Sabina Nessa tot aufgefunden wurde
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Freunde von Sabina Nessa erzählten dem Portal "Metro", die 28-Jährige sei ein "liebenswerter Mensch" gewesen. Sie haben davon geträumt, nach Dubai zu reisen und dort als Lehrerin zu arbeiten.

Ihre Schwester trauert in den sozialen Medien um Sabina Nessa. "Meine schöne, talentierte und fürsorgliche Schwester", schrieb sie. Sabina sei "eine Inspiration" für sie gewesen und habe sich von niemandem unterkriegen lassen.

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Urteil im Fall Sarah Everard für nächste Woche erwartet

Die Diskussion wird seit der Tötung von Sarah Everard im März intensiver geführt. Die 33-Jährige verschwand auf dem Weg von einer Freundin nach Hause. Einige Tage später wurde ihre Leiche in einem Wald in der Grafschaft Kent entdeckt. Ein Londoner Polizist gestand, Sarah Everard entführt und dann vergewaltigt und getötet zu haben. Nächste Woche soll das Urteil gegen ihn gesprochen werden. (bst)