Schläge in die Brust, Fußtritte gegen den KopfMann (43) verprügelt Bahn-Mitarbeiter – die Polizei lässt den Täter laufen

Sein Opfer liegt schon am Boden, aber der Täter tritt weiter auf ihn ein.
An einem Hamburger Bahnhof attackiert ein 43-Jähriger einen Bahnmitarbeiter mit Schlägen und Tritten. Erst ein Polizist kann den hemmungslosen 43-Jährigen stoppen – aber die Einsatzkräfte müssen den Mann wieder laufen lassen!
Brutale Attacke am Bahnsteig
Es ist etwa 15.15 Uhr am Dienstag (3. Februar): Am Hamburger Dammtor-Bahnhof kontrolliert ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn (49) in einem Aufsichtsraum am Gleis 3 die Ein- und Ausfahrt der Züge. Plötzlich sei ein fremder Mann hineingekommen, so teilt es die Bundespolizei mit: Der 49-jährige Eisenbahner schickt ihn raus, nur Mitarbeiter dürfen sich in dem Aufsichtsraum aufhalten. Aber der ungebetene Besucher soll das nicht akzeptiert haben. Mit seiner Faust habe der 43-jährige Deutsche auf Kopf und Oberkörper der Bahnmitarbeiters eingeprügelt, so die Überzeugung der Behörden: Der 49-Jährige geht zu Boden, aber der Angreifer habe weiter gemacht, auf sein Opfer eingetreten. Ein weiterer Eisenbahner eilt ihm noch zur Hilfe: Der Schläger soll ihn in den Schwitzkasten genommen haben.
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Der Täter kommt frei
Erst ein Polizist kann den Gewalt-Exzess aufhalten: Der Beamte habe sich zufällig außerhalb seines Dienstes am Bahnsteig befunden. Er schafft es, den Angreifer zu überwältigen. Der Bahn-Mitarbeiter muss wegen Kopfverletzungen und dem dem Verdacht einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus gebracht werden. Den 43-jährigen Angreifer wollen die Einsatzkräfte zunächst in eine Zelle sperren. Weil der mutmaßliche Täter aber schriftlich habe belegen können, dass er einen dringenden OP-Termin im Krankenhaus habe, lassen ihn die Beamten auf freiem Fuß! Dennoch drohe im jetzt ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung.

Erst am Montag war es zu einem Angriff auf einen Zugbegleiter in einer Bahn in Rheinland-Pfalz gekommen. Der 36-Jährige wurde dabei so schwer verletzt, dass er am Mittwoch starb. Ein 26-Jähriger wurde festgenommen, er sitzt in Untersuchungshaft. (fga)
Verwendete Quellen: Pressemitteilung Bundespolizei, dpa


