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Pia (8) macht’s vor: Wien startet mit der Corona-Impfung von Kindern von 5 bis 12 Jahren mit Biontech/Pfizer

Impfangebot für unter 12-Jährige

Pia (8) macht’s vor: Hier startet Wien mit der Corona-Impfung von Kindern

In Wien werden die ersten Kinder geimpft Auch ohne Impfempfehlung
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Auch ohne Impfempfehlung
In Wien werden die ersten Kinder geimpft

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Wien startet Pilotprojekt – auch ohne Impfempfehlung

Europas erste Impfstation für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren ist eröffnet: In Wien können sich ab sofort bis zu 200 Kids pro Tag mit Biontech/Pfizer gegen Corona impfen lassen. Obwohl es weder in Österreich noch in einem anderen EU-Land bisher eine Impfempfehlung für die Kleinsten gibt , wagt die Stadt das Pilotprojekt. Dabei werden Eltern und Kinder umfänglich von Ärzten beraten – und sollen ganz individuell die Entscheidung treffen, ob die Impfung erfolgen soll. Oder nicht. Die achtjährige Pia hat sich ihre Impfung als eine der ersten abgeholt – die Bilder aus der Kinder-Impfstation im Video.

In Deutschland 43,9 Prozent der 12- bis 17-Jährigen geimpft

In Deutschland werden bislang nur Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren geimpft. Laut Robert Koch-Institut wurden in der Altersgruppe bisher zwei Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft – das sind immerhin 43,9 Prozent.

Nachdem zuletzt wieder ein Fall eines toten Jungen (12) bekannt wurde, der rund 48 Stunden nach seiner Zweitimpfung gegen Corona verstarb, wurden wieder Sorgen von Eltern laut. Der Obduktionsbericht schaffte nun aber Klarheit: Der Junge litt schon zuvor an einer "besonders schweren, impfunabhängigen Vorerkrankung des Herzens" .

Insgesamt wurden bis September aber erst fünf Fälle bekannt, bei denen der Tod eines Kindes mit einer Corona-Impfung in Verbindung stehen könnte – und bei mindestens drei Fällen davon spielten Vorerkrankungen eine Rolle.

Österreich: Lockdown für Ungeimpfte beschlossen

In Wien wird bei jedem Kind abhängig von Größe und Gewicht die Impfdosis individuell vom Arzt angepasst. Auch so soll das Vertrauen der Eltern in die Maßnahme geschaffen werden.

Wiens Oberbürgermeister Michael Ludwig entschied sich für das Kinder-Impfangebot, da sich die Corona-Situation in Österreich zuletzt wieder dramatisch verschlechterte. Weil die Inzidenz mittlerweile bei 815 liegt, wurde ein Lockdown für Ungeimpfte beschlossen. Sie müssen Zuhause bleiben und dürfen nur noch für dringende Gründe das Haus verlassen. Österreich will so gegen die vierte Welle ankämpfen und die Impfquote im Land steigern. (jdr/ana)