Endlich können sie sich wieder in den Armen halten. Am Flughafen in München landet am Abend eine Sondermaschine der Emirates aus Dubai. Mit an Bord: rund 200 TUI-Urlauber. Sie saßen auf einem Kreuzfahrtschiff in Abu Dhabi fest. Wie haben sie die Situation vor Ort wahrgenommen?
„Wir waren auf einem Ausflug. Auf einmal haben die uns zurückgerufen und gesagt wir müssen sofort aufs Schiff.“
"Gar nix. Gar kein Problem. Es war ein verlängerter Urlaub umsonst."
„Man wird feinfühlig von den Geräuschen her. Also wenn sie zum Beispiel ein sehr lautes Motorrad oder Auto gehört haben, zusammengeschreckt, dann haben sie geguckt. Kommt da wieder was, kommt da nichts?“
Schon vorher kommt in Frankfurt eine Maschine aus Dubai mit rund 500 Passagieren an. Auch hier ist die Erleichterung bei den meisten groß.
„Wir waren direkt am Meer und man hat halt viele Raketen gesehen, die runtergeflogen sind, wie sie explodiert sind."
„Die Leute waren am Strand, haben ihr Leben gelebt und es war eigentlich relativ sicher."
„Jede Nacht jetzt Raketenalarm gehabt und dann halt in den Schutzbereich vom Hotel gehen. Da war ich mir unsicher, ob der Flug überhaupt geht."
Aber wie geht es jetzt weiter? „Bisher sind die ersten regulären Flüge aus Dubai und den benachbarten Golfstaaten hier in Deutschland angekommen. Darin waren vor allem gestrandete Touristen. Jetzt am Abend soll dann der erste Rückholflieger der Bundesregierung starten. Er soll vor allem schutzbedürftige Menschen nach Deutschland bringen, darunter vor allem Kinder, kranke und schwangere Menschen."
Dass die Regierungsflüge erst nach den Linienmaschinen starten, hat einen Grund: Sie brauchen mehr Vorlauf für Abstimmung, Genehmigungen und sichere Routen. Denn Teile des Luftraums in der Golfregion sind weiter gesperrt oder nur eingeschränkt nutzbar.
Deshalb sollen die Maschinen von Maskat im Oman und von Riad in Saudi-Arabien abheben. Viele Betroffene müssen dafür aber erst mal auf dem Landweg dahin kommen. Der nächste Kraftakt nach Tagen der Angst.